
Beatrix Potter reift im behüteten Hause reicher Patrizier des viktorianischen Londons zur (beinahe) vierzigjährigen Jungfrau heran und widerstrebt dabei allen Versuchen, sie mit einem Gentleman von Stande zu verkuppeln. Lieber vertreibt sie sich die Zeit mit der Illustration niedlicher Tiere, die ihr erst Freundesersatz und dann kreatives Ventil sind. Als schließlich ein junger Verleger die erfolgreiche Kinderbuchautorin in ihr wittert, entdeckt Beatrix auch die Liebe. Die Eltern aber sind pikiert.
Die Texanerin Renee Zellweger gibt wieder einmal ein Londoner Mauerblümchen in dieser fantastisch angehauchten Dramödie und provoziert so automatisch Vergleiche mit "Bridget Jones". Fräulein Potter aber hat tatsächlich gelebt, gegen Konventionen rebelliert und erfolgreich Bücher illustriert, von denen die meisten auch hierzulande zum Kanon klassischer Kinderliteratur gehören. Die Tonlage des Biopics ist dementsprechend weniger schrill als bei Miss Jones, doch bleibt die Zielgruppe eine ähnliche. Für Damen, Romantiker und Leute, die "Peter Hase" lasen.