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Miss Undercover

Flotte, nicht immer subtile Krimikomödie, in der Sandra Bullock als hässliches Entlein all ihre komischen Slapsticktalente ausspielen kann.


Miss Undercover

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Erhältlich seit:
16.07.2010

Originaltitel: Miss Congeniality

Komödie/ Thriller

USA 2000
Laufzeit: 110 Min.
FSK: ab 12

Sandra Bullock
Sir Michael Caine
Benjamin Bratt

Regie: Donald M. Petrie
Warner Home Video Germany

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Miss Undercover

Von Kindesbeinen an setzt Gracie Hart lieber auf schlagkräftige Argumente als weibliche Reize. Eine Politik, die sie auch als FBI-Agentin strikt verfolgt. Bis sie eines Tages gezwungen wird, undercover zu arbeiten. Um einen Bombenleger zu überführen, soll sie an der Wahl der Miss United States teilnehmen. Dafür bedarf es allerdings einer "Rundumerneuerung", die Gracie nicht passt. Trotzdem verwandelt sich das hässliche Entlein dank tatkräftiger Unterstützung in eine Schönheit, die plötzlich in ungeahnten Gefahren schwebt...

Everybody's Darling Sandra Bullock mimt in dieser schwungvollen Krimi-Komödie eine burschikose FBI-Agentin, die sich gehörig durchstylen lassen muss. Den Part des Henry Higgins zu dieser widerspenstigen Eliza übernimmt dabei niemand geringerer als Michael Caine, der ihr als schwuler Stylist sogar (beinahe) die Schau stiehlt. Dennoch konnten wohl vor allem Bullocks schauspielerische und visuelle Reize sowie das mit Slapstickeinlagen gespickte Drehbuch den Film zu einem Kinohit machen.

Miss Undercover

Ungepflegt. Unpoliert. Unaufhaltsam. Undercover. Alles Attribute, die laut US-Filmposter auf die von Sandra Bullock gespielte FBI-Agentin Gracie Hart zutreffen. Als hässliches Entlein wandelt sich der Publikumsliebling in seiner effektivsten Komödie seit "Während Du schliefst" zum schönen Schwan, um nach einer Terroristendrohung beim Miss Amerika Schönheitswettberb an den Start zu gehen. Nach "Auf die stürmische Art" und "28 Tage" übt sich Amerikas Fräulein Freundlichkeit in der romantischen Slapstick-Komödie einmal mehr nicht nur als Hauptdarstellerin, sondern auch als Produzentin - in den USA mit Erfolg: Wenn sich die Zahlen halten, könnte der solide Spaß von Donald Petrie Bullocks Tophit werden.

Der Prolog zeigt Agentin Gracie Hart als schlagkräftiges Mädchen auf dem Schulplatz und gibt Aufschluss darüber, weshalb sie als Erwachsene einen völlig unfemininen Schutzpanzer angenommen hat. Sie bevorzugt Männeranzüge, ungebändigte Haare, kein Makeup, ihre Tischmanieren lassen zu wünschen übrig, und beim Lachen gibt sie lediglich Grunzlaute von sich. Als ein den Behörden bekannter Terrorist droht, beim nationalen Schönheitswettberb eine Bombe zu zünden, wird die kumpelhafte Gracie von ihrem Kollegen Eric Matthews (Julia Roberts' Verlobter Benjamin Bratt) ausgewählt, den Terrorakt undercover zu unterbinden. Die Organisatoren des Wettbewerbs, die zickige ehemalige Schönheitskönigin Kathy Morningside (Candice Bergen) und Stan Fields ("Captain Kirk" William Shatner vergnüglich als strohdoofer Moderator), sind von der Idee wenig begeistert. Doch mit Hilfe des exaltierten Konsultanten Victor Melling (Oscar-Gewinner Michael Caine scheint einem "Käfig voller Narren" entflogen zu sein) und einem Team von Visagisten und Stylisten wird aus dem "hoffnungslosen Fall" eine strahlende Schönheit. Und die ebenso patente wie ungraziöse (sie stolpert ständig über ihre eigenen Füße) Gracie entwaffnet nicht nur einen (falschen) Verdächtigen, sondern beseitigt auch eventuelle Zweifel, nicht die richtige Frau für den Job zu sein.

Die folgende Plotkonstruktion um Rache und Intrigen in dieser gut gelaunten Mischung aus "Vorher-Nachher-Show" und "Stirb langsam" ist ungefähr so dürftig ausgefallen wie die Taillen der Wettbewerbsteilnehmerinnen. Doch Bullock versteht es, das dahinstotternde Komödien-Gefährt allein unter Einsatz ihres beträchtlichen Charmes und komischen Talents voranzutreiben. Donald Petrie ist kein Filigran-Regisseur. Er ist eher als inszenatorisches Äquivalent der burschikosen Gracie zu bezeichnen - und daher goldrichtig für den Job: Wie schon in seinem letzten Film, "Der Onkel vom Mars", serviert er die Pointen regelmäßig in Holzhammermanier. Aber manchmal ist so ein Mann fürs Grobe genau richtig am Platz, zumal "Miss F.B.I" mehr auf Slapstick als auf ziselierte Verbalkomik setzt. Die sich anbahnende Romanze zwischen Gracie und Eric wird daher auch vernachlässigt. Leichter tut sich Petrie da schon mit den freundschaftlichen Beziehungen zu Gracies Konkurrentinnen, die denn auch einen größeren Teil des Films einnehmen. Während sich die Fernsehausstrahlung der letzten US-Schönheitswahl mit den bislang niedrigsten Einschaltquoten zufrieden geben musste und zwei ebenfalls im Milieu der Schönheitsköniginnen angsiedelten schwarze Komödien, "Gnadenlos schön" und "Beautiful" nicht allzu hübsche Zahlen schrieben, versteht es das Bullock-Starvehikel, sich durchzusetzen: Das Makeover des kumpelhaftesten Girls Hollywoods diesseits von Drew Barrymore kommt an. Und Deutschland war von jeher ein gutes Pflaster für Sandra. ara.

Miss Undercover

Beine enthaart. Lippenstift aufgetragen. Kanone durchgeladen. FBI-Agentin Gracie Hart ermittelt verdeckt – als hoffnungsvolle Kandidatin für den Titel der nächsten Miss United States. Doch Gracies Körper ist für einen Schönheitswettbewerb nicht gerade prädestiniert. In Miss Undercover packt Sandra Bullock mit beiden Händen zu, wenn sie ihr überragendes Slapstick-Talent in die Rolle der Agentin einbringt, die sich als Miss-Wahl-Kandidatin ausgibt. Sie muss nämlich einen Terroristen aufspüren, der während des Events einen Anschlag verüben will. Michael Caine stürzt sich mit Begeisterung auf seine Rolle als frustrierter Berater, der vom FBI engagiert wird, um die als Dirty Harriet verschriene Agentin in eine anmutige Schönheit zu verwandeln. Weitere Pluspunkte in diesem Kassenknüller sind die launig-lustigen Auftritte von Benjamin Bratt, Candice Bergen, William Shatner und Ernie Hudson.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Sandra Bullock   als Gracie Hart
  Sir Michael Caine   als Victor Melling
  Benjamin Bratt   als Eric Matthews
  William Shatner   als Stan Fields
  Ernie Hudson   als McDonald
  John DiResta   als Clonsky
  Candice Bergen   als Kathy Morningside
  Heather Burns   als Cheryl "Rhode Island"
  Steve Monroe   als Frank
  Melissa De Sousa   als Karen "New York"
 
Regie:  Donald M. Petrie  
Buch:  Marc Lawrence  
Musik:  Edward Shearmur  
Kamera:  László Kovács  
Produzent:  Sandra Bullock  

Julia Roberts bald Mami?

Nach dem Ring jetzt die Wickelkommode?

Nach dem Ring jetzt die Wickelkommode?

Enge Freunde von Julia Roberts rechnen mit baldigen Mutterfreuden für den attraktiven Superstar. Julia hat am 4. Juli auf ihrem Anwesen in Taos, New Mexico den Kameramann Danny Moder geheiratet:

"Sie haben zwar noch nicht über ein Baby gesprochen, aber ich weiß, dass Julia ein Kind von Danny will. Er kommt aus einer Großfamilie, also mag er bestimmt Kinder."

Die Gerüchte fallen pikanterweise mit der freudigen Nachricht für Julias Ex Benjamin Bratt ("Miss Undercover") zusammen: Dessen neue Flamme Talisa Soto ("Don Juan De Marco") ist bereits schwanger.

Julia ist in den USA ab August in Steven Soderberghs "Full Frontal" als Journalistin zu sehen, deren pikante Interviews mit einem Schauspieler (David Duchovny) von einem Kamerateam für einen Kinofilm aufgenommen werden. "Full Frontal" gilt als inoffizielle Fortsetzung des Kultfilms "Sex, Lügen und Video" mit Andie MacDowell, bei dem Soderbergh bereits 1989 Regie führte. Cameo-Auftritte gibt's von Brad Pitt und David Fincher ("Panic Room").

 

Miss Undercover in der Fotoshow

 

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