DVD

Mission: Impossible III

Dritter und bislang aufwändigster Auftrag des Agententeams um Ethan Hunt aka Tom Cruise.


Mission: Impossible III
Start: 24.10.2006

Action/ Abenteuer

USA 2006
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 12

Tom Cruise
Philip Seymour Hoffman
Ving Rhames

Regie: J.J. Abrams
Paramount

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Es gibt wieder viel spektakuläre Pyrotechnik (Foto: UIP) Großansicht

Es gibt wieder viel spektakuläre Pyrotechnik (Foto: UIP)

Am Anfang kam "Krieg der Welten". Eigentlich suchten Tom Cruise und Steven Spielberg nur einen Autor für ihren Science-Fiction-Thriller. Und J.J. Abrams, Schöpfer von Kult-TV-Serien wie "Alias", schien der geeignete Kandidat. Doch erst danach sollte sich der Superstar die gesamte erste Staffel der Agenten-Serie ansehen. Er war so elektrisiert, dass er gar nicht mehr damit aufhören konnte.

Mit Abrams "Krieg"-Einsatz wurde es zwar trotzdem nichts, doch als der vorgesehene Regisseur für "Mission: Impossible III" ausstieg, war sein Nachfolger klar. J.J. Abrams und sein Autorenduo Alex Kurtzman und Roberto Orci krempelten die Geschichte noch einmal komplett um.

Für seine große Liebe tut Ethan alles (Foto: UIP) Großansicht

Für seine große Liebe tut Ethan alles (Foto: UIP)

Neues Spiel

Von vornherein stand fest, dass sich die dritte Mission von den beiden Vorgängern abheben sollte. Am Anfang der Geschichte hat Agent Ethan Hunt gar keine Lust auf große Abenteuer mehr - er hat sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und trainiert den Nachwuchs. Viel stärker bewegt ihn die Frage, wann er seine Freundin (Michelle Monaghan) heiraten soll.

Doch dann bekommt er es mit einem Gegner zu tun, der ihn alle Vorsätze über den Haufen werfen lässt: den psychotischen Waffen- und Informationshändler Owen Davian, gespielt von Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman.

Das Verhörduell zwischen beiden Kontrahenten darf als einer der Höhepunkte des Films gelten, denn J.J. Abrams verleiht seinen Figuren eine emotionale Intensität, wie sie für die Agenten-Reihe nicht gerade selbstverständlich war. Überhaupt verzichtet "Mission:Impossible III" auf den bombastischen Action-Schnickschnack der früheren Teile.

Ethan Hunt auf unmöglicher Mission (Foto: UIP) Großansicht

Ethan Hunt auf unmöglicher Mission (Foto: UIP)

Selbst ist der Mann

Was nicht heißt, dass es dem Film an Spektakel-Elementen mangelt. Verfolgungsjagden durch Rom und Shanghai gehören ebenso zur Plot-Palette wie ein Luftangriff auf der Chesapeake Bay Bridge in Virginia. Doch gerade weil Abrams einen realistischeren Ansatz wählt, vergleichbar der "Bourne"-Serie, werden die Spannungsmomente noch überzeugender. J.J. Abrams setzte dafür auch das Schnitt-Team seiner Hitserie "Lost" ein.

Zu der neuen Tonalität passt es, dass Tom Cruise seine wichtigsten Stunts selbst übernahm: Ohne sichtbare Verschleißerscheinungen schwingt sich der Star von einem Wolkenkratzer zum nächsten, sprintet über Häuserdächer oder absolviert seinen schon legendären Abseilakt - Ort des Einbruchs ist diesmal der Vatikan. Und das dürften nicht seine letzten Akrobatikeinlagen gewesen sein. Nach der Wirkung dieses Teils zu schließen, ist die nächste "Mission" schon vorprogrammiert.

Mission: Impossible III

Regie:  J.J. Abrams  
Buch:  J.J. Abrams  
  Roberto Orci  
  Alex Kurtzman  
Musik:  Michael Giacchino  
  Lalo Schifrin  
Kamera:  Dan Mindel  
Produzent:  Tom Cruise  
  Paula Wagner  
 
Darsteller:  Tom Cruise   als Ethan Hunt
  Philip Seymour Hoffman   als Owen Davian
  Ving Rhames   als Luther Stickell
  Billy Crudup   als John Musgrave
  Michelle Monaghan   als Julia
  Jonathan Rhys Meyers   als Declan
  Keri Russell   als Lindsey
  Laurence Fishburne   als John Brassel
  Simon Pegg   als Benji Dunn
  Maggie Q   als Zhen
  Michael Berry Jr.   als Kimbrough
  Carla Gallo   als Beth
  José Zúñiga   als Agent Pete
  Rose Rollins   als Ellie

"Mission: Impossible IV" wegen erfolglosem Tom Cruise vor dem Aus

Da ist der Titel auf tragische Weise Programm: Die "Mission: Impossible" wird für Tom Cruise offenbar tatsächlich zur unmöglichen Aufgabe ...

Tom Cruise ist seine eigene "Mission Impossible": Der ehemalige Top-Star bekommt seine Filmangebote nur noch unter Vorbehalt (Foto: UIP) Großansicht

Tom Cruise ist seine eigene "Mission Impossible": Der ehemalige Top-Star bekommt seine Filmangebote nur noch unter Vorbehalt (Foto: UIP)

Denn der einstige Superstar konnte zuletzt mit "Krieg der Welten", "Von Löwen und Lämmern" und "Operation Walküre" die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, zu wenige Filmfans lösten ein Ticket. Vorbei also die Zeiten, in denen der Name Tom Cruise klingelnde Kassen garantierte - das galt insbesondere und zur großen Enttäuschung der Macher für "Mission: Impossible III".

Die Filmreihe um den Top-Agenten Ethan Hunt hatte in den Neunzigern stark zum Superstar-Status von Tom Cruise beigetragen. Doch seit er sich mit seinem peinlichen Auftritt bei Oprah Winfrey, umstrittenen Aussagen über Drogentherapien und offensiver Sektenwerbung für Scientology immer mehr zur Zielscheibe beißender Häme gemacht hat, klebt auf dem ehemaligen Blockbuster-Garanten das Etikett "Kassengift".

Tom Cruise als Ethan Hunt: Wer wird sein Nachfolger?

Darum haben die Strategen beim Filmriesen Paramount für das lange geplante vierte "Mission: Impossible"-Abenteuer nun sogar die Handbremse gezogen: Nur falls Toms demnächst startender Action-Spaß "Knight and Day" mit Cameron Diaz ordentlich Kasse macht, darf Cruise auch als Ethan Hunt wieder unlösbare Probleme lösen.

Aber selbst falls "M:I IV" zustande kommt, planen die Macher in Sachen Tom Cruise einen Abschied auf Raten. Angeblich soll im Drehbuch ein junger Schützling von Ethan Hunt auftauchen, der den Titelhelden dann mittelfristig in eventuellen weiteren Filmen beerben kann. Welcher Schauspieler dabei in Toms Fußstapfen treten soll, ist allerdings noch nicht bekannt.

Für Tom Cruise ist die Nachricht besonders bitter, weil er zuletzt mit seinem Comedy-Auftritt als fetter, ekelhafter Filmproduzent Les Grossman bei den MTV Movie Awards große Sympathien gewinnen konnte. Die Figur aus "Tropic Thunder" soll sogar einen eigenen Kinofilm bekommen. An Toms Potenzial als ernstzunehmender Action-Held scheint aber niemand mehr so recht zu glauben ...

 

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