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Mississippi - Fluss der Hoffnung

Elfjähriger Bluter infiziert sich mit Aids. Nur ein Nachbarjunge steht zu ihm. Gemeinsam reißen sie aus, um wie Tom Sawyer und Huck Finn, den Mississippi hinunterzufahren. Ein erfrischend unverkrampftes Aidsdrama.


Mississippi - Fluss der Hoffnung

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Erhältlich seit:
06.11.2003

Originaltitel: The Cure

Drama

USA 1995
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Joseph Mazzello
Brad Renfro
Annabella Sciorra

Regie: Peter Horton
Highlight Communications (Deutschland)

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Mississippi - Fluss der Hoffnung

Dexter ist elf Jahre alt und hat sich bei einer Bluttransfusion mit dem HIV-Virus infiziert. Trotz anfänglicher Scheu entwickelt sich zwischen dem intelligenten Jungen und seinem schüchternen Nachbarn Erik eine intensive Freundschaft. Während Eriks Mutter ihrem Sohn den Kontakt zu Dexter verbietet, unterstützt dessen Mama die Beziehung. Als die Freunde in der Zeitung von einem neuen AIDS-Heilmittel lesen, machen sich auf den Weg nach New Orleans. Die Reise führt den Mississippi hinab, als Transportmittel dient ein selbstgebautes Floß.

Trotz des Erfolgs von "Philadelphia" ist AIDS für viele Hollywood-Regisseure immer noch ein heißes Eisen. Nicht für den Schauspieler Peter Horton. Er hat ein erfrischend unverkrampftes Drama inszeniert, das nicht krampfhaft auf die Tränendrüsen drückt. Unterstützt von Robert Kuhns einfühlsamen Drehbuch und zwei glänzenden Kinder-Darstellern - Joseph Mazzello aus "Jurassic Park" und Brad Renfro aus "Der Klient" - gelingt es Horton die heikle Thematik von unnötigem Ballast zu befreien. Ein Tip für die ganze Familie.

Mississippi - Fluss der Hoffnung

Trotz des sensationellen Erfolges von TriStars Oscar-Gewinner "Philadelphia" ist das anrührende, dennoch nicht übertrieben sentimentale Aids-Drama "The Cure" der erste Hollywoodfilm, der die Immunschwäche zum zentralen Thema wählt. Um zu betonen, daß jeder von der Krankheit befallen werden kann, ist es ein elfjähriger Junge im Mittleren Westen - infiziert von einer Bluttransfusion- der tapfer um sein Leben kämpft. TV-Schauspieler Peter Horton ("thirtysomething") gibt mit einem bescheidenen Budget von zehn Mio. Dollar sein beachtliches Kinoregiedebüt, nachdem er bereits etliche Serienepisoden und TV-Filme inszenierte. Das einfühlsam konstruierte Drehbuch von Robert Kuhn schildert die Freundschaftsgeschichte zweier Außenseiter, die sich auf eine "Huck Finn"-artige Suche nach einem Heilmittel begeben. Zur emotionalen Einbindung tragen vor allem die herausragenden schauspielerischen Leistungen der beiden Protagonisten Joseph Mazzello ("Jurassic Park") als Dexter und Brad Renfro ("Der Klient") als Erik bei. Mazzello gelingt es dabei, seinem tragischen Charakter eine überzeugende heiter-gelassene Dimension zu verleihen. Einzelgänger Erik wird von seinen Schulkameraden als "Homo" gehänselt, einzig aus dem Grund, Nachbar des Aids-infizierten Dexter zu sein. Eriks hartherzige Mutter (Diana Scarwid) verbietet ihm jeden Kontakt, da sich Aids sich schließlich nicht mit Masern vergleichen ließe. Zwischen dem intelligenten, guterzogenen Dexter und dem patenten, vereinsamten Erik bahnt sich dennoch eine sich stetig vertiefende Freundschaft an, die von Dexters liebenswerter Mutter (Annabella Sciorra) unterstützt wird. Als ein Boulevardblatt von einem Wunderdoktor im 1200 Meilen entfernt gelegenen New Orleans berichtet, reißen sie von zu Hause aus und beginnen ihre Reise im selbstgebauten Floß. Sie erleben einige Abenteuer, doch Dexters schleichender Zerfall ist unaufhaltsam. Für die passende musikalische Untermalung sorgte Dave Grusin, der bereits für "Tootsie" und "Die Firma" den Soundtrack komponierte. Kameraarbeit und Produktionsdesign sind ebenfalls solide. Problematisch hingegen könnte die mangelnde Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität betrachtet werden. Am US-Boxoffice wollten trotz der ansprechenden Gestaltung lediglich 1,2 Millionen Zuschauer das herzergreifende Familiendrama sehen, das den politischen Aspekt der Krankheit Aids weitgehend ausklammert. ara.

Darsteller:  Joseph Mazzello  
  Brad Renfro  
  Annabella Sciorra  
  Diana Scarwid  
  Bruce Davison  
  Nicky Katt  
  Aeryk Egan  
  Renee Humphrey  
 
Regie:  Peter Horton  
Buch:  Robert Kuhn  
Musik:  Dave Grusin  
Kamera:  Andrew Dintenfass  
 

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