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Mitte Ende August

Dramatische Viererkonstellation frei nach Goethes "Wahlverwandtschaften" mit emotionalen Spannungen und einem versöhnlichem Ende.


Mitte Ende August

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Erhältlich seit:
04.08.2010

Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6

Marie Bäumer
Milan Peschel
Anna Brüggemann

Regie: Sebastian Schipper
Senator Home Entertainment

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Mitte Ende August

Hanna und Thomas lieben sich, passen aber nicht so richtig zusammen. Ist sie fürsorglich und überlegt, denkt er wenig nach und nimmt kaum Rücksicht. Die beiden fahren zu ihrem neuen Haus auf dem Land, wollen es renovieren und einrichten. Da kommt plötzlich Thomas' Bruder vorbei, ein erfolgreicher Architekt und gerade von Frau und Kind verlassen, und dann auch noch die junge Augustine zu Besuch, Hannas Patenkind. Augustine verführt Thomas, während Hanna und ihr Schwager sich näher kommen.

Dramatische Viererkonstellation frei nach Goethes "Wahlverwandtschaften" von Sebastian Schipper, der sich mit "Absolute Giganten" und "Ein Freund von mir" als feiner Beobachter von Beziehungen, allerdings unter Freunden, empfahl. Der von Vic Chesnutt komponierte Soundtrack unterstreicht die ambivalente Atmosphäre. Viel wird über Bilder erzählt, weniger mit Worten im unprätentiösen Mix aus Versuchsanordnung und sanftem Beziehungsporträt, in dem das Ensemble überzeugt, allen voran Milan Peschel und Andre Hennicke.

Mitte Ende August

Dramatische Viererkonstellation frei nach Goethes "Wahlverwandtschaften" mit emotionalen Spannungen und einem versöhnlichem Ende.

Drehbuchautor und Regisseur Sebastian Schipper steht mit seinen Filmen ("Absolute Giganten", "Ein Freund von mir") für stille Beobachtungsgabe und leise Töne. Die Geschichte von zwei Männern und zwei Frauen, die im Sommer in einem alten und renovierungsbedürftigen Haus aufeinander treffen, ist als Filmthema nicht unbedingt neu, aber Schipper geht es sehr bedächtig, dennoch mit großer Leichtigkeit und ohne eine Spur von Pathos an.

Hanna und Thomas lieben sich, passen aber nicht so richtig zusammen. Dss zeigt sich schon in der ersten Szene. Während sie noch schläft, dreht er den CD-Player auf, sie dagegen bringt ihm ganz fürsorglich die Zahnbürste. Die beiden fahren zu ihrem neuen Haus auf dem Land, wollen es nach ihrem Geschmack einrichten. Er denkt wenig, sie überlegt vielleicht zu viel, er haut eine Tür ins Gemäuer, ohne zu wissen, ob die Statik hält, sie freut schon ein bisschen Zweisamkeit. Unerwartet kündigt sich Thomas' Bruder an, ein erfolgreicher Architekt und gerade von Frau und Kind verlassen, und dann kommt noch die junge Augustine zu Besuch, Hannas "Patenkind", die mit ihren Reizen nicht geizt und Thomas verführt. Was so wenig überrascht wie das Verständnis zwischen Hanna und ihrem zuverlässigen Schwager.

Marie Bäumer spielt so zurückgenommen, dass sie manchmal fast in den Hintergrund tritt und Milan Peschel als Kindskopf und André Hennicke als ernsthafter Gegenpart das schauspielerische Zepter übernehmen, derweil Anna Brüggemann fein dosiert zwischen jugendlicher Unschuld und Berechnung schwankt. Das Drama übernimmt die Grundstruktur von Goethes Wahlverwandtschaften, ohne in einer Tragödie zu enden. Alles geschieht beiläufig, die Einkäufe im Baumarkt, Dinner bei Kerzenlicht, Diskussionen, ob man tote Tiere essen darf oder ein Besäufnis mit billigem Tetrapack-Wein an der Tankstelle. Die Liebenden verlieren und finden sich, dazwischen tastende und nicht ernst gemeinte Befreiungsversuche. Der eigens für den Film von Vic Chesnutt komponierte Soundtrack unterstreicht die ambivalente Atmosphäre und den manchmal etwas verhaltenen Gefühlsreigen, aber auch das Sehnen in einer seidigen Sommernacht. Viel wird über Bilder erzählt, weniger mit Worten in diesem unprätentiösen Mix aus Versuchsanordnung und sanftem Beziehungsporträt. Das Leben ist ein langer Fluss, auch wenn man erst Mitte/Ende 30 ist. mk.

Mitte Ende August

Verliebt und glücklich wie am ersten Tag, erreichen Thomas (Milan Peschel) und Hanna (Marie Bäumer) ihr neues Haus auf dem Land, wo sie den Sommer zusammen verbringen wollen. Alles scheint gut. Doch unerwartet kündigt sich Friedrich (André Hennicke) an, der Bruder von Thomas, der gerade von Frau und Kind verlassen wurde. Als kurz darauf noch die junge Augustine (Anna Brüggemann), Hannas Patenkind, zu Besuch kommt, beginnt für das Paar eine Zeit, in der erst ihre Liebe und Loyalität - und schließlich ihr Respekt bis an die Grenzen ausgelotet werden. So nimmt eine erotisch aufgeladene Vierecksgeschichte ihren Lauf und zwischen heimlichen Umarmungen, verstohlenen Küssen, Unbehagen und Enttäuschung wird die Liebe von Hanna und Thomas auf eine harte Probe gestellt...

Zwei Männer, zwei Frauen und ein einsam gelegenes Haus im Grünen: Frei nach Goethes 1809 erschienenem Roman "Wahlverwandtschaften" begegnet uns in Sebastian Schippers stimmungsvollem Film MITTE ENDE AUGUST ein Paar, dessen Liebe vor ihrer größten Herausforderung steht.

Quelle: Senator

Darsteller:  Marie Bäumer   als Hanna
  Milan Peschel   als Thomas
  Anna Brüggemann   als Augustine
  André Hennicke   als Friedrich
  Gert Voss   als Bo
  Agnese Zeltina   als Galina Petrova
 
Regie:  Sebastian Schipper  
Buch:  Sebastian Schipper  
Musik:  Vic Chesnutt  
Kamera:  Frank Blau  
Produzent:  Sebastian Zühr  
  Henning Ferber  
  Marcus Welke  
 

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