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Mod Squad - Cops auf Zeit

Entweder ihre Strafe absitzen oder Spitzel für die Polizei spielen - vor dieser Wahl stehen drei jugendliche Straftäter. Als Spitzel haben sie aber bald eine Menge Ärger am Hals. Mittelmäßiger Teenie-Thriller, der unentschlossen zwischen Actionfilm und Slapstick schwankt.


Mod Squad - Cops auf Zeit

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Erhältlich seit:
10.08.2000

Originaltitel: The Mod Squad

Thriller

USA 1998
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Claire Danes
Omar Epps
Giovanni Ribisi

Regie: Scott Silver
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Drei jugendliche Delinquenten, die Drogenkriminelle Julie, der Brandstifter Lincoln und der Gelegenheitsdieb Pete, geraten an den sozial engagierten Detective Greer, der sie vor die Wahl stellt, entweder ihre Strafe abzusitzen oder als Undercoverspitzel für das L.A.P.D. zu arbeiten. Die Kids entscheiden sich für letzteres, nur um prompt in Mordverdacht zu geraten, als Greer bald darauf erschossen aufgefunden wird. Auf eigene Faust und ohne jede Hilfe nehmen sie die Ermittlungen auf und stoßen in ein Wespennest von Korruption.

Nach dem Vorbild einer betagten TV-Serie und dem Motto "Solange Teenager mitspielen, werden es schon Teenager anschauen" präsentiert Newcomer Scott Silver ("Johns") einen leidlich unterhaltsamen Teenie-Thriller, der nicht immer so genau weiß, wann er ernsthafter Actionfilm oder Slapstick-orientierte Krimikomödie sein will. "Romeo & Julia"-Star Claire Danes macht als zentraler Charakter eine Topfigur, und für größere Drehbuchlöcher entschädigen Wortwitz und Verfolgungsjagden.

Hollywood kann es nicht lassen, im schier unerschöpflichen Ideenpool von nostalgischen TV-Serien nach Inspiration zu angeln. Doch auf jeden großen Wurf wie "Mission: Impossible" oder "Auf der Flucht" kommmen stets wenigstens drei Flops vom Kaliber "Mit Schirm, Charme und Melone" oder "Flipper". Eher zweitgenannter Kategorie läßt sich auch die Filmadaption der Krimiserie "The Mod Squad" zurechnen, die in den USA von 1968 bis 1973 ausgestrahlt wurde. Die drei als Undercovercops rekrutierten jugendlichen Misfits, die bei der Verbrechensbekämpfung keine Waffen tragen dürfen, werden zwar von den vielversprechenden Jungmimen Claire Danes ("William Shakespeare's Romeo & Julia"), Giovanni Ribisi ("Der Soldat James Ryan") und Omar Epps ("Scream 2") porträtiert, dennoch kann sich der altbackene Aufguß nicht einmal annähernd mit einer beliebigen Folge der ähnlich konzipierten 80er-Serie "21 Jump Street" messen, die einst Johnny Depp als Karrieresprungbrett gereichte.

Scott Silvers ("Johns") Inszenierung gleicht ein ums andere Mal einer fotogen präsentierten Levis-Werbung (die Firma brachte eine spezielle "Mod Squad"-Kollektion auf den Markt), doch weder Spannungsbogen noch Schauspielerführung zählen zu den ausgewiesenen Stärken des jungen Regisseurs. Abgesehen von der Besetzung des Protagonisten-Kleeblatts, einigen optischen Musikvideo-inspirierten Spielereien in punkto Schnitt und Ausleuchtung und einem Modern-Rock-Soundtrack wartet dieses kränkelnde Retro-Remake mit einer verschlafen vorgetragenen Story von Mord, Teenprostitution, Drogenhandel und Polizeikorruption auf. Auch die Anreicherung der oft albernen Dialoge mit den obligatorischen Profanitäten und bieder-angedeutete Sexszenen können nicht darüber hinwegdeuten, daß diese MGM-Veröffentlichung ihr Verfallsdatum längst überschritten hat. Selbst die schauspielerischen Leistungen sind nicht ohne Makel: Danes' schlagkräftige, ehemalige Junkiebraut Julie strahlt statt der angepeilten Coolheit eher arrogante Blasiertheit aus. Momente fragiler Gefühle (Josh Brolin als ihr Exfreund erweist sich als lausiger Zuhälter) haben wenig Tiefgang, so daß sich auch zwischen ihr und Ribisi nicht der kleinste Funken Emotionalität regen will. Ribisi als der auf die schiefe Bahn geratene Sohn aus reichem Haus bleibt hier seiner in "Ganz normal verliebt" erprobten und reichlich nervtötenden Masche mit peinlichem Effekt treu. Lediglich Epps als afroamerikanischer Brandstifter versteht es, sich recht elegant durch das Geschehen zu manövrieren, das vom jugendlichen Zielpublikum in den USA mit kalter Schulter ignoriert wurde. ara.

Darsteller:  Claire Danes   als Julie
  Omar Epps   als Line
  Giovanni Ribisi   als Pete
  Dennis Farina   als Captain Adam Greer
  Josh Brolin   als Billy Waiters
  Steve Harris   als Detective Briggs
  Richard Jenkins   als Detective Robert Mothershed
  Michael Lerner   als Howard
  Larry Brandenburg   als Eckford
  Lionel M. Smith   als Lanier
  Sam McMurray   als Tricky
  Michael O'Neill   als Greene
  Stephen Kay   als Bald Dude
  Bodhi Pine Elfman   als Gilbert Skinny Freak
 
Regie:  Scott Silver  
Buch:  Stephen Kay  
  Scott Silver  
  Kate Lanier  
Musik:  BC Smith  
Kamera:  Ellen Kuras  
Produzent:  Ben Myron  
  Alan Riche  
  Tony Ludwig  
 

Fassungen

 

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Features

 

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