DVD Kaufvideo

Mörderische Freunde

Thriller-"Cocktail für eine Leiche" der Neunziger auf der Teen-Horror-Welle.


Mörderische Freunde

Kaufvideo

Erhältlich seit:
01.06.2005

Originaltitel: Dead Man's Curve

Horror

USA 1997
Laufzeit: 87 Min.
FSK: ab 12

Matthew Lillard
Michael Vartan
Randall Batinkoff

Regie: Dan Rosen
Warner Home Video Germany

Bild 1 von 1

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Mörderische Freunde

Chris, Tim und Rand teilen sich auf dem College ein Zimmer. Gerne würden sie in Harvard studieren, doch dafür sind ihre Noten zu schlecht. Da entdeckt Chris eine interessante Klausel in der Schulordnung: Sollte ein Student Selbstmord begehen, wird dem Zimmergenossen zur psychischen Entlastung ein Einser-Zeugnis angeboten. Daraufhin beschließen Tim und Chris, Rand umzubringen. Das funktioniert auch tadellos, doch leider wird Rands Leiche nie gefunden...

Unterhaltsamer Horror-Thriller, in den "Last Supper"-Autor Dan Rosen jede Menge makaber-humorvolle Elemente eingebaut hat. Nicht zuletzt wegen seines Hauptdarstellers Matthew Lillard ("Scream") schwimmt dieser Genre-Mix aus Spaß und Gänsehaut auch auf der Teen-Horror-Welle mit. Trotz der etwas unausgereiften Dramaturgie ist dieser Thriller-"Cocktail (für eine Leiche") ideal für ein junges Publikum, das sich an spritzigen Dialogen und gekonnt gesetzten Schockeffekten ergötzen will.

Mörderische Freunde

Im "Scream"-Milieu attraktiver, mental fragiler College-Kids spielt Dan Rosens Regiedebüt über den Erfindungsreichtum guter amerikanischer Studenten, die dem bedrohten Aufstieg zur Bildungselite originell nachhelfen. Dabei glänzt Autor Rosen mit schwarzem Humor, Zynismus und komischen Populärkulturzitaten, opfert aber seine innovative (von der US-Komödie "Dead Man On Campus" freilich ebenfalls aufgegriffene) Prämisse einem Glaubwürdigkeit reduzierenden Zwang zur Überproduktion von Plot-Wendungen.

Als Ideenpool für bissige Dialoge und skurrile Situationskomik ist Rosen, der Stacy Title 1996 mit dem Drehbuch zu "The Last Supper" einen leider an der Kinokasse ignorierten Kritikererfolg bescherte, ein beachtliches Talent. Probleme aber hat Rosen mit seinen nicht gerade tief ausgeloteten Figuren, deren Beziehungen zueinander statuiert, aber nicht begründet sind. Vor allem aber damit, seine Plots bis zum letzten Akt stringent weiterzuentwickeln, ohne den Zuschauer mit Unglaubwürdigkeitsbeschuß zu narkotisieren. Schwächen und Stärken Rosens zeigen sich auch in seinem satirischen Thriller "Mörderische Freunde", der zwei Studenten, die unbedingt nach Harvard wollen, einen kuriosen Weg finden läßt, ihre Noten zu verbessern und gleichzeitig ihren wenig geliebten Zimmergenossen auszusortieren. Bis in die Zehenspitzen alkoholisiert, fliegt der verhaßte Widerling Rand (Randall Batinkoff) eines Abends über die Klippen in die Tiefe. Flugunterricht erteilen seine Zimmergenossen Tim (Matthew Lillard in seinem nach "Punk" und "Senseless" dritten September-Film) und Chris (Michael Vartan), die den tragischen Abgang als Selbstmord tarnen und dafür mit einem Notenbonus belohnt werden. Denn so kompensiert das College gemäß einer wenig bekannten Klausel die traumatische Trauerarbeit der engsten Freunde des Opfers. Weil aber Rands Leiche verschwunden bleibt, wittern erfahrene Thrillerfans dramaturgische Täuschungsmanöver, bleiben aber dank des lustvoll politisch unkorrekten Tons amüsiert am Ball. Bis sich das Überraschungskarussell überdreht, und zentrale Figuren (Vartans naiver Holzkopf und Lillards sichtbar durchgeknallter, aber von niemanden in Frage gestellter Maniac) unerträglich werden. So bleibt "Mörderische Freunde" ein gerade für ein junges Publikum durchaus unterhaltsamer, wenngleich nicht ausgereifter Thriller, der nicht mit Dramatik, wohl aber Komik (schon jetzt ein Klassiker: die schrille Hommage an "Die durch die Hölle gehen") Highlights setzen kann. kob.

Darsteller:  Matthew Lillard   als Tim
  Michael Vartan   als Chris
  Randall Batinkoff   als Rand
  Keri Russell   als Emma
  Tamara Craig Thomas   als Natalie
  Anthony Griffin   als Detective Shipper
  Bo Dietl   als Detective Amato
  Kevin Ruf   als Ernie
  Henry Strozier   als Kanzler Alexander
  Dana Delany   als Dr. Ashley
 
Regie:  Dan Rosen  
Buch:  Dan Rosen  
Musik:  Shark  
Kamera:  Joey Forsyte  
Produzent:  Michael Amato  
  Theodore Schipper  
  Jeremy Lew  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Matthew Lillard

Als irrer Massenmörder in Wes Cravens "Scream" ging er in die Genre-Filmgeschichte ein. Matthew Lillard hat in seiner Filmografie...