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Leihvideo
Erhältlich seit:
01.08.2008
Deutschland 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12
Juliane Köhler
Axel Prahl
Leonard Carow
Regie: Sylke Enders
Warner Home Video Germany

Zwei durch die Liebe verwundete Menschen lernen in einer schicksalhaften Begegnung, ihre persönlichen Traumata zu überwinden und dem Leben die Stirn zu bieten.
Sylke Enders dritter Spielfilm handelt nicht mehr von Teenie-Problemen wie "Kroko" oder "Hab mich lieb", sondern von zwei reifen Menschen mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe. Alex will sich nicht verlieren, sondern ihre Gefühle kontrollieren, deshalb vermeidet sie Nähe. Ganz anders dagegen Piet, für den Liebe eine Art alles zusammenhaltender Emotional-Klebstoff ist und der fast bis zur Nötigung Nähe sucht. Dass die beiden überhaupt zusammen kommen, liegt an seinem Sohn Tom, der sich an Alex' Fersen hängt und sie als Mutterersatz betrachtet. Die spröde Frau ist gerade nach einem Gefängnisaufenthalt in das Häuschen ihrer Großmutter in einer ostdeutsche Provinzstadt zurückgekehrt, den Ort unbeschwerter Kindheit, und will nur eines, nämlich vergessen. Sie empfindet den Zwölfjährigen erst als Belästigung, dann aber als Fenster zur Außenwelt mit ihren Widersprüchen und Verlockungen. Sukzessive öffnet sich Alex, die ihren Mann fast tot prügelte und dafür ihren Preis zahlte, dem stets in Launigkeit badenden Piet, der im Innern noch nicht den Suizid seiner Frau verarbeitet hat und sich mit neuem Glück mit einer neuen Frau zu betäuben sucht. Doch daraus wird nichts. Niemand kann aus seiner Haut heraus und Schuldgefühle vor der Zeit überwinden. Erst als der Junge gegen den gewalttätigen Vater opponiert und die Situation eskaliert, erkennen die Älteren, dass es nicht reicht, sich wegzuducken, sondern die bewusste Übernahme von Verantwortung ein Schritt zum Neuanfang sein kann.
Das vorzüglich aufspielende Ensemble Juliane Köhler in großer emotionaler und nur langsam auftauender Starre und Axel Prahl in polternder Fröhlichkeit sorgen beim gewagten Balancieren entlang der schmerzlichen Abgründe des Alltags durch Vielschichtigkeit und eine sich bestens ergänzende Performance dafür, dass die Schwere des Themas nicht zu Boden drückt und trotz aller Sperrigkeit das Interesse an der Entwicklung der Figuren nicht erlahmt, lassen einige Ungereimtheiten vergessen. "Mondkalb" ist ein Film der Ungewissheiten und Unwägbarkeiten, serviert keine vorgefertigten Lösungen. Das macht ihn nicht leicht konsumierbar, aber dafür psychologisch spannend. mk.
Auf der Suche nach einem Neuanfang zieht Alex (Juliane Köhler) ins Haus ihrer verstorbenen Großmutter, um sich in der Kleinstadt ihrer Kindheit zurückzuziehen. Sie will sich raushalten - aus Gesprächen, Beziehungen, dem Leben. Auch der 12jährige Tom (Leonard Carow) ist abgetaucht. Wie ein Geist heftet er sich an Alex' Fersen. Er lässt sich nicht abwimmeln, genauso wenig wie der redselige Piet (Axel Prahl), der Tom Vater und Mutter zugleich sein muss und der Alex für sich gewinnen möchte. Ganz allmählich beginnen sie sich zu öffnen und einander anzunähern. Das ist ein Anfang - doch dann zündet Tom das Auto seines Vater an...
MONDKALB ist das berührende Porträt von Menschen, die in unterschiedlichen Welten leben und deren Wege sich schicksalhaft kreuzen. So unvereinbar ihre Auffassungen von Leben und Liebe zu sein scheinen, so sehr sehnen sie sich nach Nähe. Langsam öffnen sie sich einander, aber keiner von ihnen kann aus seiner Haut. Bis sie begreifen, dass sie füreinander Verantwortung übernehmen müssen.
Regisseurin Sylke Enders, die für ihren ersten Kinofilm KROKO mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet wurde, inszenierte ihr vielschichtiges Drehbuch stilsicher mit einem Ensemble exzellenter Darsteller, angeführt von Juliane Köhler (AIMÉE UND JAGUAR, NIRGENDWO IN AFRIKA) und Axel Prahl (HALBE TREPPE, DU BIST NICHT ALLEIN) sowie der beeindruckenden Entdeckung Leonard Carow in der Rolle des Sohnes Tom.
Mit einem Ensemble exzellenter Darsteller angeführt von Juliane Köhler (AIMÉE UND JAGUAR, NIRGENDWO IN AFRIKA) und Axel Prahl (HALBE TREPPE, DU BIST NICHT ALLEIN) portraitiert MONDKALB Menschen, die in unterschiedlichen Welten leben und deren Wege sich schicksalhaft kreuzen.
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Juliane Köhler | als Alex Niemann | |
|---|---|---|---|
| Axel Prahl | als Piet Hatzky | ||
| Leonard Carow | als Tom Hatzky | ||
| Ronald Kukulies | als Tobias Wallraff | ||
| Niels Bormann | als Mirco | ||
| Udo Schenk | als Harald Niemann | ||
| Gabriele Grawe | als Nachbarin | ||
| Isabelle Ertmann | als Gerlinde Rabenstein | ||
| Christina Wilcke | als Marlies Ruttger | ||
| Frank Hildebrandt | als Kikki | ||
| Regie: | Sylke Enders | ||
| Buch: | Sylke Enders | ||
| Musik: | Bert Wrede | ||
| Kamera: | Frank Amann | ||
| Produzent: | Juri Wiesner | ||
Mondkalb in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Entfallene Szenen, Interviews, Trailer, Bildergalerie
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Juliane Köhler
Deutsche Schauspielerin. Sie arbeitet gern mit Regisseurinnen, weil die sie verstehen, und die Frauen, so sie den Stoff in- und auswendig...
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Axel Prahl
Regisseur Andreas Dresen, mit dem Axel Prahl mehrere Kinospielfime drehte, bescheinigt seinem Lieblingsdarsteller "Grundwärme, Bodenständigkeit und...
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