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Moonlight Mile

Hochkarätig besetztes, berührendes Familien- und Beziehungsdrama über die Liebe und deren Verlust.


Moonlight Mile

Leihvideo

Erhältlich seit:
28.10.2003

Drama

USA 2002
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12

Jake Gyllenhaal
Dustin Hoffman
Susan Sarandon

Regie: Brad Silberling
Universum Film

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"Stadt der Engel"-Regisseur Brad Silberling macht mit großem Gefühlskino Mut zum Neuanfang in der Liebe.

Ist Liebe nach einem schmerzhaftem Verlust noch möglich? Joe trifft Bertie

Ist Liebe nach einem schmerzhaftem Verlust noch möglich? Joe trifft Bertie

Kurz vor der Hochzeit wird ein junges Mädchen zufälliges Opfer eines schießwütigen Psychopathen. Der angereiste Verlobte Joe Nast bleibt bei den Eltern Ben und Jojo Floss, arbeitet bald im Immobilienbüro des "Schwiegerpapas", der sich über den jungen Kumpel und Tochterersatz freut.

Alles scheint in Ordnung, das Leben geht weiter. Aber nur vordergründig. Denn der Verlust schmerzt: Die schriftstellernde Jojo leidet unter Schreibblockade und überspielt ihre Trauer mit Ironie, Ben flüchtet sich in sinnlose Aktivitäten.

Und Joe kriegt ein schlechtes Gewissen, als er sich in die hübsche Barfrau Bertie Knox (Ellen Pompeo) verguckt. Der nette Typ will niemanden enttäuschen und gerät dabei immer mehr in ein Netz aus Lügen und Verdrängung, bis er den Knoten mutig durchschlägt und ein lang gehütetes Geheimnis preisgibt.

In "Moonlight Mile", dem neuen Film von "Stadt der Engel"-Regisseur Brad Silberling, stehen Dustin Hoffman und Susan Sarandon erstmals gemeinsam vor der Kamera, bei dieser tollen Kombination wird ein Blick oder ein simples Fingerschnippen schon zum Ereignis. Aber an der Seite dieser Ausnahme-Schauspieler behaupten sich tapfer Jake Gyllenhaal und Ellen Pompeo, die sich mit dem Erwachsenwerden herumschlagen.

"Moonlight Mile" ist ein filmischer Glücksfall mit Herz. Bei dieser manchmal sehr humorigen Mischung aus Komödie und Tragödie die Taschentücher nicht vergessen!

Moonlight Mile

Unverkennbar von Herzen kommt Brad Silberlings dritter Spielfilm, ein gewagter und fast durchgehend hinreißender Balanceakt zwischen absurd komischer Coming-of-Age-Komödie und bittersüßer Trauerarbeit auf Zelluloid. In der Tradition an irreverentem Kino à la "Die Reifeprüfung" aber auch mit spürbaren Anklängen an "Almost Famous" erzählt Silberling nach autobiografischen Motiven von einem jungen Mann, der im Haus seiner Schwiegereltern in Spe den gewaltsamen Tod seiner Verlobten drei Tage vor der Hochzeit verkraften muss. Nicht zuletzt dank des fulminant aufspielenden Darstellerteams - Jake Gyllenhaal sowie Dustin Hoffman und Susan Sarandon als Ehepaar - ein kleines Juwel, das in den USA aufgrund seiner unbequemen Thematik bedauerlicherweise unentdeckt blieb.

Der Tod steht Brad Silberling gut: In seinen bisherigen Arbeiten als Spielfilmregisseur - den Blockbuster-Erfolgen "Casper" und "Stadt der Engel" - ließ sich die Sterblichkeit des Menschen und die Beschäftigung mit dem Danach thematisch als roter Faden entdecken. Genauso wie Cameron Crowe erst einmal eine Reihe von Filmen benötigte, die ihm das nötige Selbstvertrauen für sein großes autobiografisches Werk, "Almost Famous", gab, musste sich eben auch Silberling erst einmal an das Thema herantasten, das ihn antreibt: Ende der achtziger Jahre war seine damalige Verlobte kurz vor der Hochzeit Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Dieses traumatische Erlebnis bildet den Kern für Silberlings sehr zärtlichen, unverkennbar persönlichen Film, den er in den frühen siebziger Jahren ansiedelte. Die einzelnen Konflikte spitzte er allerdings noch einmal zu, und so gelingt ihm das scheinbar Unmögliche: eine Komödie über Tod und Trauer, in der dennoch keine falschen oder aufgesetzten Töne anklingen.

Anders als in den thematisch zumindest verwandten Filmen "In the Bedroom" und "Das Zimmer des Sohnes" wird in "Moonlight Mile" nicht die Normalität vor der Tragödie gezeigt. Wenn der Zuschauer den zurückhaltenden Heroen Joe und seine schrulligen Schwiegereltern in Spe - den fahrigen Immobilienmakler Ben Floss und die resolut-schlagfertige Schriftstellerin JoJo - kennenlernt, stecken sie in ihrem kleinen Städtchen in Massachusetts mitten in den Vorbereitungen für Trauerfeierlichkeiten: Deren Tochter Diana wurde von tödlichen Kugeln getroffen, als ein Streit am Nebentisch eines Restaurants außer Kontrolle geraten war. Nun stehen die drei Protagonisten vor dem Trümmerhaufen ihres Lebens. Wie kann das Leben weitergehen? Wie geht man mit der Leere um? Was kann die Zukunft bringen? Schnell rücken aber auch ganz pragmatische Probleme in den Mittelpunkt. Soll die Anwältin der Familie floss die Todesstrafe für den Todesschützen fordern? Joe muss sich entscheiden, ob er tatsächlich in das Geschäft von Ben einsteigen soll. Erschwert werden seine Entscheidungen von dem Wissen, dass Diana ihren Eltern an besagtem Tag gestehen wollte, dass das junge Paar die Absage der Hochzeit und die einvernehmliche Trennung beschlossen hatte. Und dann klopft auch noch die Liebe an der Tür, in Gestalt der quirligen Barbesitzerin Bertie (Entdeckung:Ellen Pompeo), die selbst an einem Schicksalsschlag zu knapsen hat.

Wunderbar ruhig und schlau folgt Brad Silberling seinen Figuren, dass man sich als Zuschauer schnell in ihrem Leben zurechtfindet. Wie sie ihre Beziehungen meistern und sich miteinander arrangieren, das hat der Filmemacher in ganz wunderbare Szenen mit gewitzten, schlagfertigen Dialogen gepackt. Nicht nur der liebevolle gewählte Soundtrack mit Pretiosen der frühen Siebziger trägt dazu bei, dass immer wieder das Kino des New Hollywood evoziert wird, wie es Hal Ashby oder Mike Nichols in ihren leichtesten Momenten pflegten. Ein bisschen glatt lösen sich die Dilemmas, ein bisschen zu sehr verlässt sich Silberling auf den Sound der Zeit - und dennoch ist es unmöglich, keine Gänsehaut zu bekommen, wenn der sympathische Tobey-Maguire-Lookalike beim Prozess gegen den Mörder seiner Verlobten endlich Farbe bekennen muss. Und dass Susan Sarandon und Dustin Hoffman mit all ihren Macken ein Filmpaar für die Ewigkeit sind, muss nicht länger betont werden. Denn "Moonlight Mile" ist die Art von Film, die es einfach versteht, immer wieder Sonnenstrahlen durch eine noch so dichte Wolkendecke zu zaubern - und zu verzaubern. cm.

Darsteller:  Jake Gyllenhaal   als Joe Nast
  Dustin Hoffman   als Ben Floss
  Susan Sarandon   als Jojo Floss
  Holly Hunter   als Mona Camp
  Ellen Pompeo   als Bertie Knox
  Richard T. Jones   als Ty
  Allan Corduner   als Stan Michaels
  Dabney Coleman   als Mike Mulcahey
  Aleksia Landeau   als Cheryl
  Careena Melia   als Diana Floss
 
Regie:  Brad Silberling  
Buch:  Brad Silberling  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Phedon Papamichael  
Produzent:  Mark Johnson  
  Brad Silberling  

Gyllenhaal verweigert Nacktszene

Kaum ein Jungschauspieler würde ein Angebot vom großen Bernardo Bertolucci ausschlagen. Jake Gyllenhaal schon. Der Grund: Er hätte vor laufender Kamera die Hosen runter lassen müssen.

Wird wohl nie Erotik-Star: Jake Gyllenhaal

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Und das passte Gyllenhaal überhaupt nicht. In einem Interview erklärte er: "Ich zeige gerne mein bestes Stück, wenn es hilft, eine Geschichte zu erzählen. Aber trotzdem habe ich einfach keine Lust, dass jeder am Set meinen blanken Hintern bewundern kann. Und wenn ich mich schon ausziehe, möchte ich selbst entscheiden, wie viel ich von meinem Körper zu sehen ist."

Bernardo Bertolucci, der den 22-Jährigen in seinem neuen Werk "The Dreamers" besetzen wollte, ließ sich aber auf keine Diskussionen ein. Jetzt sucht sich der italienische Meisterregisseur eben ein anderes Jungtalent.

Bleibt für Gyllenhaal nur zu hoffen, dass diese Episode keinen Karriereknick nach sich zieht. Schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Chance, mit einer Filmikone wie Bertolucci zu drehen.

Bange muss dem Youngster jedoch nicht sein. Schließlich ist er ab 3. Mai in den deutschen Kinos zu sehen: In "Moonlight Mile" spielt er Joe, dessen Freundin kurz vor der Hochzeit stirbt. Um seine Trauer nicht alleine verarbeiten zu müssen, zieht er bei seinen verhinderten Schwiegereltern ein. Doch als er sich neu verliebt, bricht in seinem Umfeld das Chaos aus...

Und wenn der Film die Kinokassen klingeln lässt, dürfte auch Gyllenhalls Karriere kein Stein mehr im Weg liegen.

 

Moonlight Mile in der Fotoshow

 

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