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Mord nach Plan

Hitchcock-Hommage, bei der Sandra Bullock als Polizistin zwei Teenage-Killer zu überführen versucht.


Mord nach Plan

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Erhältlich seit:
12.12.2002

Originaltitel: Murder by Numbers

Thriller

USA 2002
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 16

Sandra Bullock
Ben Chaplin
Ryan Gosling

Regie: Barbet Schroeder
Warner Home Video Germany

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Sandra Bullock auf der Jagd nach zwei mörderischen Schülern, die nur eines an ihrer Tat interessiert: sie soll möglichst perfekt sein.

Den Tätern auf der Spur: Cassie und Sam (Foto: Warner) Großansicht

Den Tätern auf der Spur: Cassie und Sam (Foto: Warner)

Mörder haben Motive. Wenn Täter und Tat aber keinerlei Bezug zueinander haben, kann die Polizei das Verbrechen auch nicht aufklären.

Das ist zumindest die Theorie von zwei kalten, intelligenten High-School-Jugendlichen, die in dem Thriller "Mord nach Plan" ein fremdes Mädchen töten. Damit beginnen sie ein spannendes und zuweilen schockierendes Katz- und Maus-Spiel mit der Indizienexpertin Cassie Mayweather (Sandra Bullock).

Richard und Justin (faszinierend gespielt von den beiden Independent-Film Newcomern Ryan Gosling und Michael Pitt) sind enge Freunde und der bewunderte Mittelpunkt ihrer High-School-Klasse.

Trotz engelhafter Erscheinung ist Cassie hart im Nehmen (Foto: Warner) Großansicht

Trotz engelhafter Erscheinung ist Cassie hart im Nehmen (Foto: Warner)

Rebellischer Einfall

Während "rich kid"-Richard mit Sportwagen und Designer-Klamotten Schwarm aller Mädchen ist, beeindruckt der eher introvertierte Justin mit seiner, von Literatur und Nietzsche-Philosophie geprägten, Intelligenz. In der Schule hält er ein Referat über den Begriff "Freiheit", mit einem radikalen Fazit: "Freiheit ist Verbrechen, denn wer wirklich frei sein will, handelt radikal egozentrisch, stellt sich selbst über das Wohl der Allgemeinheit".

Die Freunde erwägen, in einer perversen Art von Rebellion gegen gesellschaftliche Konventionen, einen Mord zu begehen. Um ihre persönliche Überlegenheit und die Möglichkeit eines perfekten Mordes unter Beweis zu stellen, als intellektuelle Herausforderung quasi.

Am Tatort wird vergeblich nach Spuren gesucht (Foto: Warner) Großansicht

Am Tatort wird vergeblich nach Spuren gesucht (Foto: Warner)

Weibliche Intuition

Die Kriminalbeamtin Cassie Mayweather (Sandra Bullock) gerät schnell auf falsche Fährten als sie den Mord an einem Mädchen - die Horror-Schüler hatten sie einfach auf der Straße angesprochen und mitgenommen - aufklären soll. Vor allem ihr Partner Sam (Ben Chaplin) setzt auf die übliche Spurenanalyse von Haaren und Stoffresten, die allerdings, die Kids sind schließlich nicht auf den Kopf gefallen, nicht viel bringt.

Eine eher zufällige Begegnung mit Richard aber lässt Cassie folgern, dass "mit diesem Typen etwas nicht stimmt". In seiner Überheblichkeit beginnt der Soziopath auch eine Kraftprobe und ein Verwirrspiel mit der unerwartet hartgesottenen Polizistin, das den beiden Mord-Buben schließlich zum Verhängnis wird.

Regisseur und Produzent Barbet Schroeder ist seit 30 Jahren berühmt und bekannt für provokante Filme ("Barfly", "Desperate Measures"), konnte bei der Entstehung aber natürlich nicht ahnen, wie aktuell das Thema Schule und Gewalt zum Filmstart bei uns sein würde.

Richard versucht Cassie einzuschüchtern (Foto: Warner) Großansicht

Richard versucht Cassie einzuschüchtern (Foto: Warner)

Langeweile führt zum Tod

Er zeichnet genaue Psychogramme zweier verwöhnter und gelangweilter Jugendlicher, ohne jemals in falsche Sympathie für sie zu fallen. Er ist eher auf der Seite der Polizistin Cassie, einer rauen Frau mit Vergangenheit, die von Sandra Bullock mit einer bisher kaum gekannten Vielschichtigkeit gespielt wird.

"Mord nach Plan" ist ein spannender, herausragender Psychothriller, der unangenehmen Fragen nicht aus dem Weg geht und Anlass sein wird für viele Diskussionen - nicht nur an Schulen.

Mord nach Plan

Nach der Darstellung einer ungehobelten FBI-Agentin in "Miss Undercover" schlüpft Sandra Bullock erneut in die Rolle einer taffen Gesetzeshüterin. Doch diesmal handelt es sich nicht um eine charmante romantische Komödie, sondern um einen auf optischen Hochglanz polierten Kriminalthriller. Dabei steht die zudem als ausführende Produzentin fungierende Hauptdarstellerin nicht allein im Scheinwerferlicht. Ebenbürtig von Interesse in dieser routinierten Hitchcock-Hommage Barbet Schroeders sind die beiden charismatischen Nachwuchstalente Ryan Gosling ("The Believer") und Michael Pitt ("Hedwig and the Angry Inch") als kaltblütig mordende Teenager, die aus purer Langeweile versuchen, den "perfekten Mord" zu begehen.

Wie bei des Suspense-Großmeisters "Ein Cocktail für ein Leiche" dienen die beiden jugendlichen Killer Richard Loeb und Nathan Leopold als Vorlage, die 1924 in Chicago ein beliebig ausgesuchtes Opfer umbrachten, um ihre philosophisch begründete Überlegenheit zu demonstrieren. Abgesehen von einer gewissen Modernisierung ändert Drehbuchautor Tony Gayton, der auch den Drogenfreak-Thriller "Salton Sea" mit Val Kilmer verfasste, kaum etwas an der Prämisse, bestenfalls fügt er noch das Porträt einer von ihren eigenen Dämonen gebeutelten Polizistin hinzu. Die Charakterisierung dieser abgebrühten Einzelgängerin wird von Barbet Schroeder ("Die Affäre der Sunny von B.") mit einiger Detailgenauigkeit versehen, widmete er sich doch bereits in dem Psychothriller "Weiblich, ledig, jung sucht..." den seelischen Abgründen einer weiblichen Protagonistin.

Die kompetente Kommissarin des Morddezernats, Cassie Mayweather (Bullock), wird von ihren Kollegen "die Hyäne" genannt. Sie lebt allein auf einem Hausboot, trinkt wie ein Matrose und behandelt ihren neuesten (Sex)Partner Sam Kennedy (Ben Chaplin, der zuletzt von Nicole Kidman in "Birthday Girl" herumkommandiert wurde) mit machohafter Herablassung. Gemeinsam bearbeiten sie den Fall einer jungen ermordeten Frau. Schon nach kurzer Zeit führt ein Schuhabdruck am Tatort zu dem priviligierten Schüler Richard Haywood (Gosling). Der Junge hat scheinbar alles: gutes Aussehen, Geld, Intellekt und ein Alibi. Doch Cassie kann sich des Gefühls nicht erwehren, das etwas nicht mit ihm stimmt. Eine Reihe von Indizien deuten auf den Hausmeister der Highschool (Chris Penn), der flüchtet und kurze Zeit darauf scheinbar Selbstmord begeht. Aber Cassie ist nach wie vor davon überzeugt, dass der selbstsichere Richard und sein begabter, schüchterner Mitschüler Justin Pendleton (Pitt) die wahren Täter sind. Ein spannendes Katz- und Mausspiel beginnt.

Mit dem Einstreuen von kleinen Indizien werden Verweise auf das traumatische Geheimnis in Det. Mayweathers Vergangenheit gegeben, die es Miss Bullock erlauben, in ihrer Rolle als seelisch sowie körperlich vernarbte Frau zu glänzen. Parallel dazu wird die homoerotisch nuancierte Beziehung zwischen den beiden Jungen ausgerollt. Mit zwei weniger talentierten Schauspielern hätten ihre Absinth geschwängerten Treffen in einem leerstehenden "Rebecca"-Küstenhaus, bei denen sie über Verbrechen und Freiheit sinnieren, womöglich unfreiwillig komisch gewirkt, doch Gosling und Pitt bieten faszinierende Facetten ihrer Figuren an. Ein wenig kurz kommt hingegen das eigentliche Krimielement, das der stets an psychologische Zusammenhänge interessierte Schroeder beliebig abhakt. Für das "Vertigo"-inspirierte Finale wird dann jedoch noch kräftig der Suspense angezogen. Solide Zahlen dürften dank Bullocks breiter Fangemeinde vorprogrammiert sein. ara.

Darsteller:  Sandra Bullock   als Cassie Mayweather
  Ben Chaplin   als Sam Kennedy
  Ryan Gosling   als Richard Haywood
  Michael Pitt   als Justin Pendleton
  Agnes Bruckner   als Lisa Mills
  Chris Penn   als Ray
  R.D. Call   als Captain Rod Cody
  Tom Verica   als Al Swanson
  Janni Brenn   als Ms. Elder
  John Vickery   als Restaurantmanager
  Michael Canavan   als Mr. Chechi
  Krista Carpenter   als Olivia Lake
  Nancy Osborne   als Richards Mutter
  Christine Healy   als Justins Mutter
  Sharon Madden   als Krankenschwester
  John Doolittle  
  Ralph Seymour  
  Nick Offerman  
  Adilah Barnes  
  Dennis Cockrum  
  Eric Saiet  
 
Regie:  Barbet Schroeder  
Buch:  Tony Gayton  
Musik:  Clint Mansell  
Kamera:  Luciano Tovoli  
Produzent:  Richard Crystal  
  Barbet Schroeder  
  Susan Hoffman  

Nicole liebt's ohne Slip

Nicole Kidman als<br />"Birthday Girl"

Nicole Kidman als<br />"Birthday Girl"

Nun ist mann ja von Nicole Kidman seit "Moulin Rouge" einiges an Freizügigkeit gewöhnt - allerdings nur auf der Leinwand. Doch jetzt hat sexy Nicole ein kleines aber feines privates Geheimnis preisgegeben: Sie verzichtet gern auf Dessous:

"Ich liebe das, ich habe meine Kleider schon immer am liebsten ohne Unterwäsche getragen."

Allzu neugierige Blicke mag die Ex von Tom Cruise allerdings nicht. Für ihre Rolle als Schriftstellerin Virginia Woolf in "The Hours" nach dem Bestseller von Michael Cunningham bestand sie auf einer "Nude-Suit", einem engen hautfarbenen Anzug, um bei den heißesten Szenen ihre Blöße zu bedecken.

Heiß wird auch der Kinosommer mit Nicole: Ab 29. August spielt sie das "Birthday Girl" von Ben Chaplin ("Mord nach Plan"), der Nicole als rassige Russenbraut Nadja aus einem einschlägigen Katalog bestellt.

Nadja erweist sich als sinnliche Liebhaberin, die es faustdick hinter den Ohren hat. Ihre Cousins sind russische Mafiosi und bringen den frisch verheirateten Bankangestellten dazu, seinen Arbeitgeber auszurauben.

Ben Chaplin über seine Partnerin: "Sie ist bei Liebesszenen ein absoluter Profi und kennt keine falsche Scham."

 

Mord nach Plan in der Fotoshow

 

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