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Mord und Margaritas

Schwarze Komödie über die Midlife-Crisis eines Auftragsmörders, der sich mit einem biederen Geschäftsmann anfreundet.


Mord und Margaritas

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.09.2006

Originaltitel: The Matador

Thriller/ Komödie

USA 2005
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Pierce Brosnan
Greg Kinnear
Hope Davis

Regie: Richard Shepard
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Bissige Krimisatire über einen abgetakelten Auftragskiller, der einen unbescholtenen Geschäftsmann für einen Auftrag gewinnen will.

Danny und Julian lernen sich näher kennen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Danny und Julian lernen sich näher kennen (Foto: Buena Vista)

Der Abschluss eines Deals in Mexico City soll die Pechsträhne von Danny Wright (Greg Kinnear) beenden. An der Hotelbar lernt er Julian Noble (Pierce Brosnan) kennen, mit dem er am nächsten Tag einen Stierkampf besucht. Dort gibt sich Julian als Auftragskiller zu erkennen.

Ein halbes Jahr später sehen sich die beiden Männer wieder: Julian ist nach einigen in den Sand gesetzten Jobs inzwischen selbst zur Zielscheibe von Killern geworden. Wie beim ersten Treffen bittet er Danny wieder, ihm unter die Arme zu greifen.

Der Geschäftsmann muss interessante Dinge über seinen neuen Bekannten erfahren (Foto: Buena Vista) Großansicht

Der Geschäftsmann muss interessante Dinge über seinen neuen Bekannten erfahren (Foto: Buena Vista)

Bond einmal anders

Beim Sundance Film Festival 2005 machte "Mord und Margaritas" aufgrund eines Millionendeals mit Miramax von sich reden. Clou der bissigen Krimisatire ist natürlich der Auftritt von Pierce Brosnan, der als abgetakelter, selbstgefälliger Auftragskiller sein Image des strahlenden James Bond endgültig hinter sich lässt.

In dieser geschickt zwischen schwarzer Komödie und hartem Thriller pendelnden Ballade über zwei gänzlich unterschiedliche Männer fühlt sich Brosnan - an der Seite von Greg Kinnear - jedenfalls pudelwohl.

Mord und Margaritas

Bevor Ex-Bond Pierce Brosnan die Lizenz zum Töten verlor, geriet er in diesem witzigen Sundance-Hit von 2005 als Killer in eine Sinnkrise. Ein Schelm, wer da einen Zusammenhang sieht.

Die Selbstsabotage seines Images vom letalen Weltfriedensbewahrer erwies sich für Brosnan als Segen, zeigt er doch zwischen alkoholisiertem Wrack und flirtendem Goldkettchen-Gigolo eine Karrierebestleistung. Bereits in der Ouvertüre signalisiert der Film seine Verspieltheit in der Variation des vertrauten Hitman-Genres. Wieder einmal an der Seite einer käuflichen Begleiterin erwacht, lässt sich Mordprofi Noble (Brosnan) spontan dazu inspirieren, sich wie sie die Fußnägel zu lackieren. Shepard liebt solche schrulligen Szenen, die Persönlichkeit und emotionalen Zustand kommentieren. Ist Nobles Stimmung desolat, sitzt er mit Whiskey und Riesensombrero vereinsamt im mexikanischen Hotelzimmer. Hat er sich gefangen, stolziert er mit Badehose und Stiefel provokativ durch die Hotelhalle. Autor Shepard inszenierte bereits mit 25 Jahren die mit David Bowie prominent besetzte Komödie "Houdini & Company", musste sich nach deren Flop aber mühselig Kredit zurückverdienen. Sein sechster Spielfilm ist ein unterhaltsamer Mix aus seinen komödiantischen Anfängen und den kleinen Thrillern, die er in den Jahren dazwischen drehte. Nach zackiger Einführung der professionell tötenden Hauptfigur nimmt Shepard das Tempo zurück und entwickelt ruhig die Begegnung mit einem Unbekannten, die Nobles Leben verändert. Mit einer typischen Kinoprämisse ohne Kontakt zur Realität führt er in einer Hotelbar den einsamen Killer und den braven Geschäftsmann mit dem viel sagenden Namen Wright (Greg Kinnear) zusammen. Trotz Nobles Neandertal- Umgangsformen freunden sich die Männer während eines Mexikoaufenthalts an. Der Kontakt mit dem verheirateten Mann erdet den Killer, zeigt ihm sein eigenes Vakuum auf. Auf der anderen Seite weckt Noble in Wright den Abenteurer, den er sogar in sein größtes Geheimnis einweiht und zum Spontanmord einlädt. Monate später steht Noble vor der Türe seines "einzigen Freundes". Weil er ausgebrannt zum Versager und Nervenbündel mutiert ist und jetzt selbst auf der Abschussliste steht, soll Wright ihm helfen, sein Leben zu retten.

Über die ganze Geschichte hinweg generieren die eigentlich inkompatiblen Persönlichkeiten durch ihre Reibungsflächen Komik. Shepards gut konstruiertes Drehbuch variiert einige Standards des Hitman-Genres, schwelgt aber nie im Zynismus verwandter Filme und trifft am Ende eine überraschende, aber glaubwürdig moralische Entscheidung. kob.

Darsteller:  Pierce Brosnan   als Julian Noble
  Greg Kinnear   als Danny Wright
  Hope Davis   als Carolyn "Bean" Wright
  Philip Baker Hall   als Mr. Randy
  Dylan Baker   als Lovell
  Adam Scott   als Phil Garrison
 
Regie:  Richard Shepard  
Buch:  Richard Shepard  
Kamera:  David Tattersall  
Produzent:  Pierce Brosnan  
  Beau St. Clair  
  Sean Furst  
  Bryan Furst  
 

Mord und Margaritas in der Fotoshow

 

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Features

 

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Pierce Brosnan

Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit "GoldenEye", "Der Morgen stirbt nie", "Die...

 

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Greg Kinnear

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