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Mordshunger

TV-Verfilmung der gleichnamigen Romanvorlage von Frank Schätzing.


Mordshunger

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Erhältlich seit:
26.05.2008

Kriminalfilm

Deutschland 2007
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

Hans-Werner Meyer
Henry Hübchen
Bettina Zimmermann

Regie: Robert Pejo
Universum Film

Bild 1 von 13

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Mordshunger

Selbst die Autoren der jeweiligen Romanvorlage halten es für Unfug, eine Verfilmung mit dem Buch zu vergleichen. Frank Schätzing macht gleichfalls lebhaft gute Miene zu dem Film "Mordshunger"; aber vielleicht verbirgt er dahinter auch nur sein Entsetzen.

Viele der Gedanken, die seinem Helden, dem Gourmet-Kommissar Romanus Cüpper, im Roman en passant durch den Kopf gehen, hat ihm Dorothee Schön nun in den Mund gelegt. Dies führt zum Beispiel dazu, dass Cüpper am Rheinufer steht, wo kurz zuvor eine Leiche gefunden wurde, und über die ungleiche Höhe der beiden Türme des Kölner Doms sinniert. So was wirkt zwangsläufig unmotiviert und hat prompt zur Folge, dass man sich nun seinerseits so seine Gedanken macht; etwa über das Phänomen, dass sich in Filmen aus Köln das Leben und Sterben so oft auf der eigentlich falschen Rheinseite ("Schääl Sick") abspielt, weil man von dort den besten Blick auf den Dom hat.

"Mordshunger" war Schätzings erster Roman überhaupt. Auch wenn es paradox erscheint, weil ein späteres Werk wie "Der Schwarm" mehr als doppelt so umfangreich ist: Wie allen Debütwerken haftet dem Krimi eine gewisse Redseligkeit an, die sich auch auf den Film übertragen hat. Im Gegensatz zur zweiten Schätzing-Adaption durch RTL, "Die dunkle Seite", hat man in diesem Film nie das Gefühl, jede neue Szene berge ein neues Geheimnis. Das liegt sicher auch an einer gewissen Ungeduld, die sich irgendwann einstellt. Nostalgiker würden Robert Pejos Inszenierung vielleicht "im besten Sinne altmodisch" nennen, aber tatsächlich mutet sie eher altbacken an.

Dummerweise ahnt man außerdem lange vor dem Kommissar, wer hinter dem Komplott steckt, dem Inka von Barneck zum Opfer gefallen ist. Getreu der neuen Lust an optischer Gewalt wird der schwerreichen Konzernchefin zu Beginn die Kehle aufgeschlitzt, bevor sie über ein Geländer auf einen Flügel kracht. Gatte Fritz (Henry Hübchen) scheidet als Verdächtiger aus, obwohl er das beste Motiv hat: Die Liebe war erkaltet, aber nach einer Scheidung wäre er dank eines Ehevertrags so mittellos gewesen wie zuvor. Fritz von Barneck hat jedoch gleich zwei Alibis, was Cüpper dann doch stutzig macht: Dank eines verheimlichten Zwillingsbruders, den er auch bei der Gattin gern als Doppelgänger eingesetzt hat, kann von Barneck in der Tat an zwei Orten gleichzeitig sein. Das allein ist aber nur die halbe Lösung.

Immerhin hat Autorin Dorothee Schön den trockenen Humor in den Film gerettet. Mit seinen Darstellern hingegen weiß Pejo nicht viel anzufangen. Henry Hübchen, der so genial sein kann, aber auch lustlos, wenn er nicht richtig geführt wird, spielt seine Doppelrolle mit uninspirierter Routine. Gerade im Vergleich zu "Die dunkle Seite" und den weiteren RTL-Filmen der letzten Wochen ("Das Papst-Attentat", "Das jüngste Gericht") mutet "Mordshunger" zudem ungemein sparsam an; die Drehorte sehen zum Teil aus wie die Kulissen einer Daily Soap. tpg.

Mordshunger

In "Mordshunger" serviert Frank Schätzing einen kniffligen Fall für Kommissar und Hobbykoch Romanus Cüpper (Hans-Werner Meyer) garniert mit ein bißchen Mord und einer Prise Totschlag.
Die schwerreiche und verhasste Inka von Barneck wird tot in ihrem Appartement aufgefunden. Hauptverdächtiger ist ihr Ehemann Fritz von Barneck (Henry Hübchen). Doch die Sache wird kompliziert, denn es gibt ihn gleich zweimal: War es Fritz von Barneck oder sein eineiiger Zwillingsbruder Max Hartmann, der die Tat begangen hat? Eine echte Herausforderung für Cüpper, bei der mehr als nur seine Kochkünste gefragt sind um den raffinierten Fall zu lösen...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Hans-Werner Meyer   als Romanus Cüpper
  Henry Hübchen   als Fritz von Barneck/Max Hartmann
  Bettina Zimmermann   als Eva Feldkamp
  Johannes Zirner   als Jan Rabenhorst
  Marleen Lohse   als Marion Ried
  Waldemar Kobus   als Stephan Bronski
  Christian Blümel   als Panne
  Kerstin Gähte   als Inka von Barneck
  Heiko Pinkowski   als Gopper
 
Regie:  Robert Pejo  
Buch:  Dorothee Schön  
Musik:  Frank Schätzing  
Kamera:  David Slama  
Produzent:  Ica Souvignier  
  Michael Souvignier  
  Mark Horyna  
 

Fassungen

 

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Features

 

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