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Mr. Bean macht Ferien

Rowan Atkinson alias Mr. Bean stürzt diesmal Frankreich ins Chaos.


Mr. Bean macht Ferien

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Erhältlich seit:
16.09.2010

Originaltitel: Mr. Bean's Holiday

Komödie

Großbritannien 2007
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 6

Rowan Atkinson
Willem Dafoe
Karel Roden

Regie: Steve Bendelack
Universal Pictures Germany

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Mr. Bean ist zurück - genauso chaotisch wie eh und je.

Auch in Frankreich gibt es heimtückische Automaten (Foto: Universal) Großansicht

Auch in Frankreich gibt es heimtückische Automaten (Foto: Universal)

Mr. Bean (Rowan Atkinson) hat den andauernden Regen in England so richtig satt. Da kommt ein Lottogewinn gerade recht: eine Woche Erholung an der Côte d'Azur. Urlaubsreif und mit seiner neuen Videokamera bewaffnet macht sich der Tölpel auf ins Ausland.

Dabei zieht er von Anfang an - wie sollte es auch anders sein - eine Spur der Verwüstung durch Südfrankreich. Irgendwie schafft er es sogar in den Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes und treibt auf dem roten Teppich sein Unwesen. Gleichzeitig hält man ihn jedoch aufgrund eines Missverständnisses auch noch für einen Kidnapper, denn der kleine Stepan weicht ihm nicht mehr von der Seite, seit er seinen Vater am Bahnhof verloren hat.

Bei den Filmfestspielen ist ein gewisses Outfit erforderlich (Foto: Universal) Großansicht

Bei den Filmfestspielen ist ein gewisses Outfit erforderlich (Foto: Universal)

Zurück im Kino

Knapp zehn Jahre nach seinem ersten Kinoausflug, "Bean - Der ultimative Katastrophenfilm", der starke 5,8 Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos lockte, ist Rowan Atkinson in seiner bekanntesten Rolle zurück. Wie immer ist hierbei kein noch so entlegenes Fettnäpfchen vor ihm sicher.

Mr. Bean macht Ferien

Ein weiterer "ultimativer Katastrophenfilm" mit Rowan Atkinson, der als Zappelphilipp "Mr. Bean" diesmal als Urlauber in Frankreich für Chaos sorgt.

Fällt einem für Frankreich in Sachen Kino bei den Buchstaben BB sofort Brigitte Bardot ein, drängen sich für Großbritannien die Herren Bond und Bean auf. Lockte Ersterer in "Casino Royale" hierzulande gerade rund 5,3 Millionen Kinobesucher an, hat sich Letzterer rar gemacht. Aus dem Jahre 1997 stammt "Bean - Der ultimative Katastrophenfilm", den damals 5,8 Millionen Zuschauer sehen wollten, eine Zahl, die geradezu nach einer Fortsetzung schrie. Nun ist Mr. Bean zurück, in Hochform verschlägt es ihn vom regnerischen London ins sonnige Frankreich. Dank des Hauptgewinns bei einer Kirchentombola, auf der sich sein vermeintliches Nietenlos 6I6, richtig herum als 9I9 gelesen, als Hauptgewinn entpuppt.

Mit ebenfalls gewonnenem Camcorder bewaffnet geht's per Eurostar nach Paris, wo in der Seine-Metropole nach Beans wenig appetitanregendem Genuss einer Meersfrüchteplatte - der Charakterdarsteller Jean Rochefort glänzt als stoischer Oberkellner - der Zug nach Cannes bestiegen werden muss. "Die Ferien des Monsieur Hulot" lassen grüßen, wobei beim französischen Hit der Held fünf Minuten reiste, um dann am Strand für 90 Minuten Chaos zu sorgen, während Atkinson dies nach dem Prinzip "Der Weg ist das Ziel" umgekehrt macht. Dennoch steht der Brite mit seiner Art Komik Jacques Tati näher als dem traurigen Tramp Charlie Chaplin oder dem Bewegungswunder Buster Keaton. Sein Witz zündet langsam, will gut ausgespielt sein. Am Timing Stan Laurels hat sich Atkinson geschult, der Mini-Unachtsamkeit folgt auch bei ihm die unabwendbare Maxi-Katastrophe.

Auf sprachlicher Ebene ist dagegen Beschränkung angesagt. Auf drei Worte reduziert sich Beans "Französisch", oui, non und gracias, aller Rest ist nonverbal. So wird die Kommunikation mit seinen (unfreiwilligen) Reisebegleitern schwierig, dem aufgeweckten kleinen Russen Stéphane und der hübschen Französin Sabine. Ersteren hat er seit einem "unglücklichen" Zwischenfall am Gare de Lyon am Hals, Letztere, eine ehrgeizige Nachwuchsmimin, weil er einen Weltkriegs-Werbespot (!) für Joghurt im Wortsinn sprengt. Dabei zieht er sich den Zorn des ebenso ambitionierten wie eitlen Arthouse-Regisseurs Carson Clay - augenzwinkernd gegen den Strich besetzt: Willem Dafoe - zu; nur um beim furiosen Finale auf den Filmfestspielen von Cannes wieder auf diesen zu treffen.

Wie bei den meisten guten Komödien ist auch hier die von Hamish McColl und Robin Driscoll verfasste Story dünn, zugeschneidert auf das Mimiktalent Atkinson. Heftig hat der unglückselige Zappelphilipp wieder mit den Tücken der Technik zu kämpfen, etwa wenn sich seine Krawatte im Geldeinzugsschlitz eines Sandwich-Automaten verfängt. Gewohnt sind die Nackenschläge, die er augenrollend einstecken muss. Nacheinander verliert er Dokumente, Geld und Fahrschein, wird aus dem Zug geworfen und im Klohäuschen von einem Lastwagen überrollt. Routiniert setzt Regisseur Steve Bendelack die (zum Teil altbekannten) Slapstick-Späße in Szene, vertraut mit einer unauffälligen Inszenierung ganz auf seinen Star, auf dessen Präsenz und Rhythmusgefühl. "Mr. Bean macht Ferien" heißt dieser Film schließlich - und der Titel hält genau das, was er verspricht. geh.

Mr. Bean macht Ferien

Die Reise eines Mannes ... an den Strand!
Mit drei französischen Vokabeln im Gepäck (Oui, Non, Gracias) verlässt Mr. Bean (Rowan Atkinson) seine verregnete englische Heimat und macht sich auf einen Wahnsinns-Trip an die sonnige Côte d'Azur. Auf seiner unglaublichen Urlaubsreise gen Süden bricht der wortkarge Tollpatsch samt Videokamera über das Land der Liebe und der feinen Lebensart wie eine Naturkatastrophe herein - und sorgt sogar auf dem erhabenen Filmfestival von Cannes für mächtig Furore.

Quelle: Universal Pictures

- geschnittene Szenen
- Bean auf Französisch
- Bean ganz menschlich
- Bean in Cannes

Quelle: Universal Pictures

Darsteller:  Rowan Atkinson   als Mr. Bean
  Willem Dafoe   als Carson Clay
  Karel Roden   als Emil
  Max Baldry   als Stepane
  Jean Rochefort   als Maitre D
  Emma de Caunes   als Sabine
 
Regie:  Steve Bendelack  
Buch:  Robin Driscoll  
  Hamish McColl  
Musik:  Howard Goodall  
Kamera:  Baz Irvine  
Produzent:  Peter Bennet-Jones  
  Tim Bevan  
  Eric Fellner  
 

Mr. Bean macht Ferien in der Fotoshow

 

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