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Mr. Deeds

Remake eines Frank Capra-Klassikers mit Adam Sandler als Milliardär wider Willen.


Mr. Deeds (Special Edition)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
25.03.2003

Komödie

USA 2002
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 6

Adam Sandler
Winona Ryder
John Turturro

Regie: Steven Brill
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Landei erobert den Big Apple: Adam Sandler als naiver Gutmensch, der 40 Milliarden Dollar erbt.

Lüge statt Liebe: Babe Bennett hält Deeds zum Narren Großansicht

Lüge statt Liebe: Babe Bennett hält Deeds zum Narren

Longfellow Deeds, bescheidener und allzeit hilfsbereiter Pizzabäcker aus der tiefsten Provinz von Mandrake Falls, staunt nicht schlecht, als eines Tages feingekleidete Herrschaften an seine Tür klopfen und ihm eröffnen, ein bis dato doch sehr entfernter Verwandter in New York habe ihm nichts weniger als ein Firmenimperium im Wert von 40 Milliarden Dollar hinterlassen.

Antreten kann Deeds das Erbe sofort, wenn er mag: Der Hubschrauber wartet bereits hinter der Dorfkirche. Natürlich legen derweil längst Vorstandsherrschaften mit unlauteren Absichten ihre Fallstricke aus, plant doch Oberaktionär Chuck Cedar (Peter Gallagher) seit längerem die Zerschlagung des Unternehmens zugunsten der eigenen Brieftasche.

Auch die Regenbogenpresse tritt auf den Plan, denn was gibt es lustigeres, als wenn ein Neureicher auf die Nase fällt. Starreporterin Babe Bennett (Winona Ryder) höchstpersönlich soll sich an den Emporkömmling ranschmeißen und gegebenenfalls selbst für handfeste Skandale sorgen. Deeds jedoch nennt ein Höchstmaß an praktischer Intelligenz sein eigen und verhält sich keineswegs wie ein trottelig naives Landei...

Mr. Deeds (Special Edition)

Vor kurzem noch in Cannes durch seine Mitwirkung im Wettbewerbsbeitrag "Punch Drunk Love" geadelt, wagt sich US-Starkomiker Adam Sandler an neue Herausforderungen. Auf den Spuren von Hollywood-Aristokrat Gary Cooper schlüpft er in die Rolle eines provinziellen Gutmenschen, der durch eine Erbschaft Milliardär wird und dem Zynismus der Metropole durch traditionelle Tugenden wie Ehrlichkeit und Güte eine Lektion erteilt. Ein Kinomärchen also, das die Freunde romantischer Komödien ebenso bedient wie die Feinde snobistischer Großstadthaie, die hier von einem "fish out of water" gezähmt werden. Unwahrscheinlich sind damit Identifikationsprobleme mit dem Protagonisten oder eine weitere Enttäuschung wie "Little Nicky", der weltweit hinter Sandlers kommerziellem Potenzial zurückblieb.

Vorbild für Regisseur Steven Brills optimistisches Plädoyer für die wahren Werte des Lebens ist Frank Capras Klassiker "Mr. Deeds geht in die Stadt", der seinem Regisseur 1936 nicht nur den zweiten Oscar, sondern auch die erste Namensnennung über dem Titel, damals noch ein Privileg, einbrachte. Capras Screwball-Comedy, beseelt vom unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen, war eine spielerisch leichte, aber geistreiche Abrechnung mit der Werteverschiebung in der Zeit der großen Depression. Was Capra mit missionarischer Überzeugung in die Welt hinaustrug, ist in der heutigen Zeit noch stärker als Märchen ausgewiesen. Und so sollte "Mr. Deeds" auch gesehen werden, der sich nach Aussagen der Filmemacher als freie Adaption versteht. Vergleiche mit dem Vorbild führen unweigerlich zur Verklärung von gestern, weil Coopers Brillanz, gutherzigen Provinzialismus unendlich charmant erscheinen zu lassen, aber auch Jean Arthurs quirliger Zauber nicht reproduzierbar sind. Löst man sich von Gegenüberstellungen, die das Publikum von heute in der Regel ohnehin kaum machen wird, erweist sich "Mr. Deeds" als sympathische Plattform für die Stärken seines Stars. Im Unterschied zu Kollegen wie Chris Rock, Chris Tucker oder Martin Lawrence verkauft sich Sandler sehr erfolgreich als einfacher uneitler Durchschnittsmensch: resistent gegen die Peinlichkeiten des Lebens und emotionale Wärme vermittelnd. Nach "Eine Hochzeit zum Verlieben" und "Big Daddy" ist das auch deutlich in "Mr. Deeds" zu sehen. Mit dem Tod eines ihm bis dahin unbekannten Verwandten wird Longfellow Deeds (Sandler) urplötzlich zum Erbe eines 40 Milliarden-Dollar-Vermögens. Erstaunlich unbeeindruckt, zieht der liebenswerte Pizzeriabesitzer aus Mandrake Falls nach New York, wo ihn schnell die Piranhas umkreisen. Der geldgierige und verschlagene Firmenmanager Chuck (Peter Gallagher) will das Imperium des Verstorbenen hinter Deeds' Rücken zersplittern und verkaufen, während TV-Reporterin Babe Bennett (Winona Ryder) sich Deeds als hilflose Provinzpflanze nähert, um mit versteckter Kamera Bilder eines von New York gedemütigten Einfaltspinsels zu liefern. Natürlich geht Deeds der vermeintlich tugendhaften Seelenverwandten auf den Leim, wird von der gesellschaftlichen Elite verspottet, überzeugt aber schließlich alle als prinzipientreuer Landritter, der verhätschelten Footballstars Charakterunterricht erteilt oder der Schickeria die Grenzen verbaler Macht aufzeigt. In beiden Fällen mit der Faust. Der Motor dieses neuen Modells Mann sind alte Werte, die im besten Pioniergeist zur Not eben auch mit physischer Stärke vertreten werden. Dies nicht nur von Sandler, sondern auch von einer Kleinstadtfreundin, mit der sich Ryder prügeln muss, um ihre spätere Reue auch wahrhaftig wirken zu lassen. Der Witz der Taten dominiert also den des Wortes, was auch genau den Stärken Sandlers entspricht. Komisches Prunkstück des Films ist Deeds' Beziehung zu seinem Butler Emilio, mit dem John Turturro seine Galerie exzentrischer Charakterporträts um einen hinreißenden Neuzugang erweitert. Womit vielleicht realisierbar würde, was nun wirklich niemand einem Sandler-Film je zugetraut hätte: die Chance auf eine Oscar-Nominierung. kob.

Darsteller:  Adam Sandler   als Longfellow Deeds
  Winona Ryder   als Babe Bennett
  John Turturro   als Emilio Lopez
  Allen Covert   als Marty
  Peter Gallagher   als Chuck Cedar
  Jared Harris   als Mac McGrath
  Erick Avari   als Cecil Anderson
  Conchata Ferrell   als Jan
  Harve Presnell   als Preston Blake
  Steve Buscemi   als Crazy Eyes
  J. B. Smoove   als Reuben
  Derek Hughes   als Kellner
  Roark Critchlow   als William
  Peter Dante   als Murph
  Gideon Jacobs   als Jimmy
  Brandon Molale   als Kevin Ward
  Blake Clark   als Buddy Ward
  John McEnroe   als John McEnroe
  Rev. Al Sharpton   als Rev. Al Sharpton
 
Regie:  Steven Brill  
Buch:  Tim Herlihy  
Musik:  Teddy Castellucci  
Kamera:  Peter Lyons Collister  
Produzent:  Jack Giaraputto  
  Sid Ganis  

Winona schwänzt die eigene Premiere

Langsam wird's ernst für Winona

Langsam wird's ernst für Winona

Vor nicht allzu langer Zeit war Winona Ryder noch recht cool, was den Vorwurf des Ladendiebstahls angeht: Frech hatte sie sich in einem "Befreit Winona"-T-Shirt gezeigt.

Aber jetzt wird die angebliche Diebin doch nervös. Zur Premiere ihres neuen Films "Mr. Deeds" mit Adam Sandler, ein Remake des Frank Capra-Klassikers, erschien die "Dracula"-Actrice nicht. Ihr Sprecher dazu:

"Sie ist derzeit mit anderen Dingen beschäftigt. Sie hat bisher alles gegeben, um den Film zu promoten."

 

Mr. Deeds (Special Edition) in der Fotoshow

 

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Das Publikum liebt oder hasst ihn wahlweise mit gleicher Leidenschaft: Als Komiker, Drehbuchautor, Produzent und Musiker erlebt Adam Sandler...

 

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