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Mr. Holland's Opus

Wehmütig-sentimentales, sich über 30 Jahre erstreckendes Porträt eines Lehrers, der seine Schüler in der Liebe zur Musik und zum Leben unterrichtet.


Mr. Holland's Opus

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Erhältlich seit:
14.01.2005

Drama

USA 1995
Laufzeit: 140 Min.
FSK: ab 6

Richard Dreyfuss
Glenne Headly
Olympia Dukakis

Regie: Stephen Herek
Warner Home Video Germany

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Mr. Holland's Opus

Glenn Holland träumt von einer großen Karriere als Komponist. Da er Geld braucht, nimmt er eine Stelle als Musiklehrer an einer High School an - eine Übergangslösung, wie er meint. Als seine Frau schwanger wird, muß Holland seine Ambitionen aufgeben. Stattdessen entdeckt er sein Talent für Pädagogik. Hollands unkonventioneller Unterricht begeistert alle Schüler. Doch dann wird sein Sohn Cole taub geboren. Jetzt benützt der leidenschaftliche Musiker seine Arbeit, um sich seiner Vater-Pflichten völlig zu entziehen.

Stephen Hereks unspektakuläres Porträt eines verhinderten Musikers gehörte zu den eindringlichsten Filme des Jahres. Der Regisseur von "Die drei Musketiere" hat hier das Kunststück vollbracht, eine alltägliche Geschichte dramaturgisch so geschickt zu inszenieren, daß sie sich zur großen Fabel über das Leben an sich entwickelt. Ermöglicht wird dies nicht zuletzt dank der unvergeßlich charismatischen Vorstellung des Oscar-Preisträgers Richard Dreyfuss. Eine großartige, hemmungslos romantische Musiker-Parabel.

Mr. Holland's Opus

Von der Turbulenz seines Debüts "Critters" und dem flippigen Blödsinn von "Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit" ist nichts geblieben im jüngsten Projekt des Erfolgsgaranten Stephen Herek. "Mr. Holland's Opus" ist ein eher ernstes Melodram über den prägenden Einfluß des Lehrberufs und die Unverzichtbarkeit musischer Erziehung. Mr. Holland (Richard Dreyfuss) sieht sich als seriöser Musiker, schreibt an einer großen Symphonie, muß aber die Arbeit an diesem Opus immer wieder zurückstellen, weil ihn Existenzängste plagen. Um sich und seine Frau (Glenne Headly) ernähren zu können, nimmt er schließlich an einer High School den Posten des Musiklehrers an. Natürlich erweisen sich die Schüler als musikalische Neandertaler, die Holland erst aus ihrer Höhle führen muß. Hier befindet man sich im gewohnten Herek-Territorium - mit der heterogenen Klasse als Nachfolger der "Mighty Ducks". Aus dem steif unterrichtenden Zwangs-Gelehrten wird nach einem Erkenntnissprung eine engagierte, sich mit unorthodoxen Methoden für die Schüler einsetzende Respekstsperson. In der Bewältigung von Konflikten bewegt sich Hereks Film in der versöhnlichen Naivität des Disney-Universums: Die Welt hat Probleme, aber keine, die sich nicht relativ leicht lösen ließen. Zu intensiverem Nachbohren bleibt trotz opulenter Laufzeit keine Zeit, denn "Mr. Holland's Opus" umspannt 30 Jahre, will mit Archivaufnahmen und Songs auch einen Crashkurs in Zeitgeschichte leisten und führt nach etwa einer Stunde mit der Taubheit von Hollands Sohn ein Problem ein, das den Konfliktschwerpunkt von der Schule in die Familie verlagert. Der dramaturgischen Frontenvielfalt dieses Films, die noch durch eine jugendliche Verführerin und einen bildungspolitischen Affront ergänzt wird, kann dieses Opus nur mit einer Angriffs- und sofortigen Rückzugstaktik begegnen. Hereks Film wirkt wie eine Neunziger-Jahre-Version des Lehrermelodrams "Guten Morgen, Miss Fink": menschlich, warmherzig, sentimental und ohne Ecken und Kanten. Kritisch-realistische Töne, etwas mehr Humor (W.H. Macys Rolle als Moral-Zerberus, der Schülerinnen die Rocklänge abmißt, wünschte man sich ausgebaut), hätten diesem Film gutgetan. Aber erfahrungsgemäß denkt der Zuschauer in der Abstimmung solcher Komponenten anders. Somit könnte "Mr. Holland's Opus" an der Kasse durchaus den richtigen Ton treffen. kob.

Darsteller:  Richard Dreyfuss  
  Glenne Headly  
  Olympia Dukakis  
  Jay Thomas  
  William H. Macy  
  Alicia Witt  
  Jean Louisa Kelly  
  Nicholas John Renner  
  Joseph Anderson  
  Anthony Natale  
 
Regie:  Stephen Herek  
Buch:  Patrick Sheane Duncan  
Musik:  Michael Kamen  
Kamera:  Oliver Wood  
Produzent:  Ted Field  
  Michael Nolin  
  Robert W. Cort  
 

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Features

 

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