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Mr. Magoo

"Die nackte Kanone" Leslie Nielsen erlebt haarsträubende Abenteuer in dieser cartoonhaften Genre-Parodie nach dem Comic-Klassiker.


Mr. Magoo

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Erhältlich seit:
31.12.2001

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 83 Min.
FSK: ab 6

Leslie Nielsen
Kelly Lynch
Matt Keeslar

Regie: Stanley Tong
Buena Vista Home Entertainment

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Mr. Magoo

Der extrem kurzsichtige Millionär Quincy Magoo wird aus Versehen im Naturkundemuseum eingeschlossen. In derselben Nacht bricht dort ein Gauner-Duo ein, um den wertvollen Rubin "Stern von Kurdistan" zu stehlen. Der Coup mißglückt und der Edelstein rollt Magoo genau vor die Füße. Nicht wissend, um welchen Schatz es sich hierbei handelt, nimmt er den Edelstein an sich. In der Folge wird der kauzige Magoo in eine wüste Verfolgungsjagd verwickelt, bei der er nicht nur zur Zielscheibe der Verbrecher ist, sondern auch vom FBI gesucht wird.

Als Mischung aus 007-Parodie und Slapstick-Komödie angelegt, hat Regisseur Stanley Tong ("Rumble in The Bronx") die gleichnamige 60er-Jahre-Zeichentrickserie in eine originelle Realfilm-Version umgewandelt. Trotz zahlreicher Action- und Stunt-Szenen lebt sein überdrehter Spaß vom facettenreichen Spiel des Ulkmeisters Leslie Nielsen ("Die nackte Kanone"), der als trotteliger, quasi blinder Anti-Held von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Mit Ex-Model Kelly Lynch ("Curly Sue") und Ernie Hudson ("Ghostbusters") auch in den Nebenrollen solide besetzt, dürfte "Mr. Magoo" vor allem junge Klamauk-Fans begeistern.

Mr. Magoo

Der 71jährige Komiker Leslie Nielsen ("Airplane") kann auf eine lange Reihe erfolgreicher Komödien zurückblicken, wobei er seinen größten Triumph als Frank Drebin in der absurd-überdrehten "Die Nackte Kanone"-Reihe feierte. Nun erlebt er als Titelcharakter in der Adaption des 60er-Jahre-Comics um den extrem kurzsichtigen Dosenfabrikanten ähnlich haarsträubende Abenteuer wie in seiner Agentenparodie "Agent 00".



Inszeniert wurde der mit den erwartungsgemäßen Kurzsichtigen-Gags (Magoo verwechselt beispielsweise einen Sarkophag mit einer Telefonzelle und hält die wachsfruchtige Hutdekoration einer Dame für eßbar) versehene Spaß vom Hongkong-Actionregisseur Stanley Tong, auf dessen Konto die Jackie-Chan-Vehikel "Rumble in the Bronx" und "Supercop" gehen. Obwohl die slapstickbetonte Komödie mit klischeedurchsetztem Juwelenraub-Plot auf ein geschäftiges Bond-Ambiente setzt, sind die Actionmomente doch eher der hausbackenen Art zuzurechnen. So ist eine von "Der Spion, der mich liebte"-inspirierte Verfolgungsjagd im Schnee dermaßen vorhersehbar, daß sie kaum mehr als das leichteste Schmunzeln hervorkitzeln kann. Als Comicfigur mochte der quasi-blinde und daher völlig furchtlose Mr. Magoo noch einen gewissen Charme verströmen, doch bei der Leinwandversion ist man nach kürzester Zeit versucht, ihm die dringend notwendige Brille zu wünschen - was der Komödie ihren einzigen Aufhänger

rauben würde.

Eingerahmt wird der Film mit einer Comicsequenz im Opening und den Endcredits, was deutlich die mangelnde optische Ähnlichkeit Nielsens mit der Vorlage unterstreicht. (Statt der charakteristischen Glatze trägt Nielsen aus unerfindlichem Grund lediglich eine Halbglatze.) Der millionenschwere Magoo ist ein Museums-Schirmherr und in dieser Funktion weiht er pannenreich die Ausstellung eines hochkarätigen Rubins, des Sterns von Kurdistan, ein. Zwei Juwelendiebe, die in enganliegende Catsuits gehüllte Luanne (Kelly Lynch) und der trottelige Bob (Nick Chinlund), reißen sich das Kleinod umgehend unter den Nagel. Zufälligerweise landet der Rubin auf Umwegen in Magoos Angelbox, woraufhin der von zwei rivalisierenden Agenten des FBI und CIA (Stephen Tobolowsky und Ernie Hudson) als Drahtzieher verdächtigt wird. Der eigentliche internationale Hehler wird von Malcolm McDowell dargestellt. Dessen Auktion des Rubins unter diversen Unterweltbossen wird von Magoo inflitriert, indem er sich recht unterhaltsam als der extrem gefährliche Mr. Peru der Piranha ausgibt. Ihren Ausklang findet die genreparodierende Klamotte mit einem standardgerechten Happy End. Die Figuren sind allesamt cartoonhafte Abziehbilder und die extreme Vorhersehbarkeit der Handlung läßt "Mr. Magoo" trotz seiner relativ kurzen Laufzeit zu einem langatmigen Vergnügen geraten. ara.

Darsteller:  Leslie Nielsen   als Mr. Magoo
  Kelly Lynch   als Luanne Leseur
  Matt Keeslar   als Waldo
  Nick Chinlund   als Bob Morgan
  Stephen Tobolowsky   als Agent Chuck Stupak
  Ernie Hudson   als Agent Gus Anders
  Jennifer Garner   als Stacey Sampanahoditra
  Malcolm McDowell   als Austin Cloquet
  Miguel Ferrer   als Ortega Peru
 
Regie:  Stanley Tong  
Buch:  Pat Proft  
  Tom Sherohman  
Musik:  Michael Tavera  
Kamera:  Jingle Ma  
Produzent:  Ben Myron  
 

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