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Leihvideo
Erhältlich seit:
23.01.2009
Originaltitel: A Thousand Years of Good Prayers
USA 2007
Laufzeit: 79 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)
Henry O
Feihong Yu
Pavel Lychnikoff
Regie: Wayne Wang
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

Gewohnt souverän erzählt Wayne Wang vom Zusammenprall der Kulturen und Generationen und kreist um Themen wie Liebe und Einsamkeit, Kommunikationsmangel und Freiheitswunsch.
Nach Ausflügen ins Mainstream-Kino wie der Fantasy-Fabel "Manhattan Love Story" kehrt Wayne Wang zu seinen Wurzeln zurück, zu den Fragen und Problemen menschlichen Zusammenseins. Herr Shi reist aus dem fernen China nach Amerika, um seiner frisch geschiedenen Tochter beizustehen. Doch die zeigt sich nach über zehnjähriger Trennung nicht gerade erfreut über den Besuch. Während der Vater immer noch glaubt, Yilan wie ein Kind bevormunden zu müssen, hat die junge Frau schon lange im "american way of life" ihre Nische gefunden, sich in die fremde Gesellschaft assimiliert. Trotzdem lässt sie sich brav Riesenberge von Reis in die Schale schaufeln und vom Papa gängeln, der mit guten, aber überflüssigen Ratschlägen nicht geizt und sich in ihr Leben einmischt. Der Alte geht ihr auf die Nerven und sie flüchtet sich in ein demonstratives Schweigen, an dem seine Erziehungsversuche abprallen. Auf seinen Ausflügen in die Welt außerhalb des kühl eingerichteten Appartements trifft der Chinese Charaktere, die Wayne Wang in dem kleinen Ort Spokane im Mittleren Westen fand und die ihre Lebensgeschichten mit einbringen - darunter eine blonde Bikini-Schönheit, die vorgibt zu studieren, ein verkrachter CIA-Agent sowie zwei von Tür zu Tür missionierende Mormonen. Besondere Zuneigung fasst er zu einer älteren Iranerin, mit der ihn bald eine zarte Freundschaft verbindet, sie treffen sich regelmäßig auf einer Bank und verstehen sich ausgezeichnet, teilen sich mangels Englisch mit Händen und Füßen mit.
Sehr zurückhaltend und unaufgeregt zeichnet Wang basierend auf Yiyun Lis' Kurzgeschichte "A Thousand Years of Good Prayers" die Fremdheit zwischen Vater und Tochter, die Kommunikationslosigkeit, die auch daraus resultiert, dass Yilan in einer "Sprache aufgewachsen ist, in der man nicht gelernt hat, seine Gefühle auszudrücken", in einem von rigiden Regeln zusammen gehaltenen und Individualität verpönenden China. Er beherrscht die Kunst der Verdichtung und betrachtet die beiden mit großer Zärtlichkeit in ihrer Widersprüchlichkeit und ihren Schwächen. Erst das schmerzliche Lüften streng gehüteter Familiengeheimnisse macht Annäherung und Verständnis möglich. mk.
| Darsteller: | Henry O | als Mr. Shi | |
|---|---|---|---|
| Feihong Yu | als Yilan | ||
| Pavel Lychnikoff | als Boris | ||
| Vida Ghahremani | als Madame | ||
| Regie: | Wayne Wang | ||
| Buch: | Yiyun Li | ||
| Musik: | Lesley Barber | ||
| Kamera: | Patrick Lindenmaier | ||
| Produzent: | Wayne Wang | ||
| Rick Cowan | |||
| Yukie Kito | |||
Mr. Shi und der Gesang der Zikaden in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Trailer
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