
Kansas City, Ende der 30er Jahre: Anwalt Walter Bridge und seine Frau India leben in trautem Nichtverstehen nebeneinander. Ihre Kinder Ruth, Carolyn und Douglas haben gleichfalls ihre Schwierigkeiten mit dem konservativen Patriarchen. Bridge, von einiger Gefühlskälte und prinzipientreuer Strenge, ahnt nicht, daß er den Zusammenhalt der Familie gefährdet. Ruth flieht vor dem Vater nach New York, Carolyn heiratet den Erstbesten und Douglas, tief in seiner Pubertät steckend, macht der Mutter das Leben zur Hölle. India, die ein Dasein im Schatten ihres Gatten fristet, sucht sich zu befreien. Doch alle Anstrengungen verlaufen im Sande. Das Leben geht weiter.
Hervorragende Verfilmung der Romane "Mr. Bridge" (1959) und "Mrs. Bridge" (1969) von Evan S. Connell durch den renommierten Regisseur James Ivory ("Zimmer mit Aussicht", "Großstadtsklaven"). Paul Newman und seine Gattin Joanne Woodward ("Glasmenagerie"), die für ihre Leistung 1991 mit einer "Oscar"-Nominierung gewürdigt wurde, spielen das Ehepaar Bridge mit eindrucksvoller Intensität. Die brillante und detailversessene Verfilmung einer Ehe ohne gegenseitiges Verständnis vor dem Hintergrund des II. Weltkriegs ist ein niveauvolles und hochklassiges Videoereignis. Begrenzte Umsatzchancen sind zu befürchten.