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Mütter & Söhne - Some Mother's Son

Bewegendes Drama um das Schicksal zweier Rebellenmütter im Bürgerkrieg von Nordirland.


Mütter & Söhne - Some Mother's Son

Leihvideo

Erhältlich seit:
09.09.1997

Originaltitel: Some Mother's Son

Drama

Irland/Großbritannien/USA 1996
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 12

Helen Mirren
Fionnula Flanagan
Aidan Gillen

Regie: Terry George
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Mütter & Söhne - Some Mother's Son

Die Lehrerin Kathleen Quigley wird unversehens in den nordirischen Bürgerkrieg hineingezogen, als ihr Sohn Gerad und dessen Freund Frank als IRA-Kämpfer verhaftet werden. Zunächst ist sie entsetzt, aber gemeinsam mit Franks Mutter beginnt sie bald, die Protestaktionen für bessere Haftbedingungen zu unterstützen. Als Bobby Sands, der legendäre Führer der IRA-Häftlinge, an den Folgen seines Hungerstreikes stirbt, sehen sich die Mütter plötzlich gezwungen, über Leben und Tod ihrer Söhne entscheiden zu müssen.

Auf den britischen Inseln sorgte der von Jim Sheridan ("Mein linker Fuß") geschriebene Film für erregte Gemüter - obgleich nicht die politische Dimension der auf realen Begebenheiten beruhenden Story im Vordergrund steht, sondern vielmehr die menschlichen Tragödien des seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieges. Exzellent besetzt und feinfühlig inszeniert hinterfragt der Film die festgefahrenen Fronten und vorgeblich hehren politischen Ziele, womit er bei Freunden anspruchsvoller Stoffe regen Zuspruch finden sollte.

Mütter & Söhne - Some Mother's Son

Jim Sheridan ist ein ernster Mensch. Nachdem er Mitte der achtziger Jahre bereits als avantgardistischer Theatermacher aufgefallen war, zeigte er sich bei seinem Debüt als Filmregisseur gleichermaßen ambitioniert - und hatte auf Anhieb Erfolg. Seine einfühlsame Charakterstudie "Mein linker Fuß" überzeugte das Publikum, heimste gleich fünf Oscar-Nominierungen ein und machte seinen Hauptdarsteller Daniel-Day Lewis zum Star. Vier Jahre später sorgte Sheridan dann mit dem IRA-Drama "Im Namen des Vaters" erneut für großes Aufsehen. Und trotz der immensen Proteste, die ihm damals von englischer Seite entegenflammten, läßt Sheridan nicht locker und schlägt mit "Mütter & Söhne" ein weiteres Kapitel der kontrovers diskutierten IRA-Historie auf.

Diesmal allerdings zeichnet Sheridan nur als Produzent und Drehbuchautor verantwortlich. Die Regie überließ er seinem Kollegen Terry George, mit dem zusammen er bereits das Skript zu "Im Namen des Vaters" verfaßt hat. Der Debütant, der bisher hauptsächlich als Journalist und Dramatiker in Erscheinung getreten ist, weiß seine Chance entschlossen beim Schopf zu packen. In nüchternen und dennoch stets packenden Bildern erzählt er die Geschichte eines tragisch verlaufenden Hungerstreiks im Nordirland des Jahres 1981. Nach dem blutigen Bombenanschlag auf einen englischen Armee-Transporter geraten die beiden IRA-Aktivisten Gerard Qigley und Frank Higgins in britische Gefangenschaft. Im Knast treffen sie auf Bobby Sands, ein zur Legende gewordener Kämpfer der Untergrundbewegung, dessen charismatische Ausstrahlung sie zunehmend fasziniert. Die drei stilisieren sich zu Märtyrern christlicher Tradition und verweigern schließlich aus Protest gegen die unmenschlichen Haftbedingungen jegliche Nahrungsaufnahme. Während sich ihr gesundheitlicher Zustand immer weiter verschlechtert, kämpfen die Mütter von Gerard und Frank draußen verzweifelt um das Leben ihrer Söhne. Doch alle Interventionen, auch auf höchster politischer Ebene, nützen nichts. Als Bobby Sands nach 66 Tagen qualvoll stirbt, kommen Kathleen Quigley erstmals Zweifel, ob die hehren politischen Ziele die ungezählten Menschenopfer denn auch wirklich wert sind. Als sie dann auch noch die Nachricht von Franks Tod erhält, werden diese Zweifel schließlich zur Gewißheit.

Harter Tobak, gewiß, und für viele Kinogänger vielleicht zu hart. Ein politisch interessiertes Publikum müßte dennoch zu gewinnen sein, da die bewährten Partner George/Sheridan sich nicht zu pedantischen Pädagogen aufschwingen, sondern mit den klassischen Mitteln des Erzählkinos die geschichtlichen Tatsachen auf ihre menschlichen Dramen hin abklopfen. Letztlich ist es nämlich nicht der Befreiungskampf der IRA, der bewegt, sondern der verzweifelte Kampf einer Mutter um ihren Sohn. Und das macht diese irisch-britisch-amerikanische Co-Produktion - trotz des durchaus aufklärerischen Impetus - zu einem wahrhaft aufregenden Film. geh.

Darsteller:  Helen Mirren   als Kathleen Quigley
  Fionnula Flanagan   als Annie Higgins
  Aidan Gillen   als Gerard Quigley
  David O'Hara   als Frank Higgins
  John Lynch   als Bobby Sands
  Tim Woodward   als Harrington
  Tom Hollander   als Farnsworth
  Ciarán Hinds   als Danny Boyle
  Gerard McSorley  
  Geraldine O'Rawe  
  Dan Gordon  
  Grainne Delany  
 
Regie:  Terry George  
Buch:  Terry George  
  Jim Sheridan  
Musik:  Bill Whelan  
Kamera:  Geoffrey Simpson  
Produzent:  Jim Sheridan  
  Arthur Lappin  
  Edward Burke  
 

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