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Mütter und Töchter

Sensibles Ensembledrama um drei Frauen verschiedenen Alters. Eine verbitterte Frau um die 50, die in ihrer Jugend ihre Tochter zur Adoption freigegeben hat, ihre Tochter, die mit ihren Gefühlen nicht umgehen kann, und eine Frau, die ein Kind adoptieren will.


Mütter und Töchter

Leihvideo

Erhältlich seit:
14.09.2011

Originaltitel: Mother and Child

Drama

USA/Spanien 2009
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

Naomi Watts
Annette Bening
Kerry Washington

Regie: Rodrigo García
Universum Film

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Mütter und Töchter

Karen ist Physiotherapeutin und pflegt abends ihre Mutter, die sie dazu brachte, als 14-Jährige ihre Tochter nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Seitdem fühlt sie sich schuldig. Nach dem Tod der Mutter begibt sie sich auf die Suche nach dem Kind. Elizabeth ist eine exzellente Anwältin, die mit ihrem Chef ein sexuell aufregendes Verhältnis ohne Liebe anfängt. Als sie schwanger wird, bricht sie die Liaison ab, stirbt bei der Geburt. Die glücklich verheiratete Lucy kann keine Kinder bekommen und darf das Baby von Elizabeth adoptieren.

Schicksalhaftes Drama über eine Mutter, die versucht, ihre vor 30 Jahren zur Adoption freigegebene Tochter zu finden. Die Gefahr eines in Sentimentalität abrutschenden Melodrams umschifft Regisseur Rodrigo García gelassen. Vor allem das kunstvolle Verweben der drei Geschichten und die optimale Besetzung verhindern einen zu starken Druck auf die Tränendrüse. Es glänzen insbesondere Annette Bening und Naomi Watts mit beeindruckenden Performances.

Mütter und Töchter

Schicksalhaftes Drama über eine Mutter, die versucht, ihre vor 30 Jahren zur Adoption freigegebene Tochter zu finden.

Das Schicksal verbindet die Lebenswege dreier Frauen, die nichts voneinander wissen. Karen ist Physiotherapeutin und pflegt abends ihre Mutter, die sie dazu brachte, als 14Jährige ihre nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Seitdem fühlt sie sich schuldig und wütend auf sich selbst, sperrt sich gegen Beziehungen und empfindet große Sehnsucht nach ihrem Kind, das sie nie aufwachsen sehen durfte. Nach dem Tod der Mutter begibt sie sich auf die Suche nach ihm. Elizabeth ist eine exzellente, aber bindungsunfähige Anwältin, die sich auf die Karriere stürzt und mit ihrem farbigen Chef ein sexuell aufregendes Verhältnis ohne Liebe anfängt. Schnell wird klar, dass sie die Tochter von Karen ist. Als sie schwanger wird, bricht sie die Liaison ab, stirbt bei der Geburt. Die glücklich verheiratete Lucy kann keine Kinder bekommen und darf nach einigen Schwierigkeiten das Baby von Elizabeth adoptieren. Zwischen den Frauen steht als ruhender Pol Ordensschwester Joanne die Adoptivkinder vermittelt und am Ende in ihren Akten einen Brief entdeckt, der viel Leid hätte verhindern können.

Die Gefahr eines in Sentimentalität abrutschenden Dramas umschifft Rodrigo García, Sohn des Nobelpreisträgers und Schriftstellers Gabriel Garcá Marquéz, gelassen. Vor allem das kunstvolle Verweben der drei Geschichten und die optimale Besetzung verhindern einen zu starken Druck auf die Tränendrüse. Annette Bening toppt als in sich zerrissene Frau, die nicht ahnt, dass ihre Tochter ebenfalls in Los Angeles lebt, noch ihre Performance in "The Kids Are All Right", Naomi Watts überzeugt als zutiefst emotional zerrüttete und verletzte Person, die sich in Zynismus und Coolness flüchtet. Während Benings Figur im Verlauf der Handlung offener wird, verschließt sich Watts zunehmend in Härte. Die Fokussierung auf diese beiden Frauen hätte genug Stoff geboten und hält auch den Zuschauer Dreiviertel des Films gefangen. Nicht unbedingt zwingend ist die Einführung von Lucy, gut gespielt von Kerry Washington als künftige Adoptivmutter zwischen Unsicherheit, Hoffnung und dem eisernen Willen nach einem Kind. Durch Lucy bricht der in sich geschlossene und intime Kreis. Auf die Fragen, was bedeutet Familie, welche Relevanz haben biologische Eltern, geht Adoption mit Identitätsverlust einher, vermeidet García trotz großer Gefühle eine erlösende und damit falsche Antwort. mk.

Darsteller:  Naomi Watts   als Elizabeth
  Annette Bening   als Karen
  Kerry Washington   als Lucy
  Samuel L. Jackson   als Paul
  Jimmy Smits   als Paco
  S. Epatha Merkerson   als Ada
  Cherry Jones   als Schwester Joanne
  David Morse   als Tom
  Elizabeth Peña   als Amanda
  Amy Brenneman   als Dr. Eleanor Stone
  Alexandria M. Salling   als Karen (mit 14)
  Connor Kramme   als Tom (mit 14)
  Eileen Ryan   als Nora
  David Ramsey   als Joseph
  Kay D'Arcy   als Karen's Patient
 
Regie:  Rodrigo García  
Buch:  Rodrigo García  
Musik:  Edward Shearmur  
Kamera:  Xavier Pérez Grobet  
Produzent:  Julie Lynn  
  Lisa Maria Falcone  
 

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