
Der Yuppie Bob Jones, Besitzer einer gutgehenden Werbeagentur, erfährt von seinem Arzt, daß er unheilbar an Krebs erkrankt ist. In seiner Verzweiflung beginnt er für sein noch ungeborenes Kind ein Heimvideo aufzunehmen, damit es später einmal weiß, wer sein Vater war. Dieser "Seelenstrip", gepaart mit den Besuchen bei einem chinesischen Heiler, wecken Bob aus seiner Lethargie. Er erkennt, daß seine Ängste und Agressionen nicht von dem unausweichlichen Ende herrühren, sondern in der eigenen Vergangenheit begründet liegen.
Bruce Joel Rubin, Drehbuchautor von "Ghost" und "Jacob's Ladder", beschäftigt sich auch bei seinem Regie-Debüt mit dem Tod. In dieser spirituellen, New-Age-angehauchten Odyssee eines Mannes, der sich selbst sucht - und findet -, glänzt Michael Keaton in der Hauptrolle, während Nicole Kidman die undankbare Rolle des schmückenden Beiwerks zukommt. Der Film, vom Kinopublikum nicht gerade gut aufgenommen, ist relativ harter Tobak und setzt Geduld und Einfühlungsvermögen voraus. Im Kielwasser von "Philadelphia", einem anderen Werk über das Sterben, ist "My Life" auf Video aber für manche Überraschung gut.