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Mystic River

Sensationell besetztes Drama über drei Jugendfreunde, die sich wiedertreffen, als eine ihrer Töchter ermordet wird.


Mystic River (2 DVDs)

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Erhältlich seit:
25.06.2004

Drama/ Thriller

USA 2003
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 16

Sean Penn
Tim Robbins
Kevin Bacon

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Sensationell besetztes Drama über drei Jugendfreunde, die sich wiedertreffen, als eine ihrer Töchter ermordet wird.

Sean Penn und Kevin Bacon in einem Drama um Freundschaft und Verlust (Foto: Warner) Großansicht

Sean Penn und Kevin Bacon in einem Drama um Freundschaft und Verlust (Foto: Warner)

Beim Spielen werden der taffe Jimmy, der unbedarfte Sean und der unauffällige Davey von zwei Männern unterbrochen, die sich als Polizisten ausgeben, sich jedoch als Kinderschänder erweisen und Davey entführen. Erst nach vier Tagen unsäglicher Pein kann er entkommen.

30 Jahre später leiden immer noch alle drei unter den Erlebnissen von einst: Jimmy ist ein harter Kerl geworden, der nach zweijährigem Knastaufenthalt als Besitzer eines kleinen Ladens den Ball flach hält und mit der bestimmten Annabeth zwei Töchter hat.

Den permanent verunsicherten Davey lässt das Martyrium von einst nicht los - trotz glücklicher Ehe mit der Cousine von Jimmys Ehefrau und einem gemeinsamen Sohn machen ihm die Dämonen schwer zu schaffen.

Nach Jahren trifft man sich auf der Straße wieder (Foto: Warner) Großansicht

Nach Jahren trifft man sich auf der Straße wieder (Foto: Warner)

Verbrechen verbindet

Als Unbekannte bei der Polizei ein Verbrechen melden, tritt auch Sean wieder in ihr Leben: Er ist mittlerweile Cop und hat den Fall übernommen. Opfer des gemeldeten Verbrechens ist ausgerechnet Jimmys älteste Tochter, die brutal getötet wurde. Als er auf verstörende Hinweise stößt, muss er außerdem Jimmys Wut und Rachedurst unter Kontrolle bringen.

Mit einem sensationellen Ensemble angeführt von Sean Penn, Tim Robbins, die beide für ihre Rolle den Oscar erhielten, Kevin Bacon, Laurence Fishburne und einer so spannenden wie sensiblen Inszenierung meldet sich Clint Eastwood nach dem Thriller "Blood Work" als Regisseur eines tragischen Dramas über Verlust, Vergeltung und Freundschaft zurück, das auf einem Roman von Dennis Lehane basiert. Clint Eastwood beweist einmal mehr, dass er zu den Größten seines Faches gehört.

Mystic River (2 DVDs)

Düster und mächtig sind die Gewässer, durch die sich Clint Eastwood in "Mystic" River", seiner 24. Regiearbeit, manövriert. Natürlich sind dem einstigen Mann ohne Namen Themen wie Gewalt, moralische Verantwortung und der Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart nicht fremd, aber selten ging er so konzentriert, intensiv und konsequent zu Werke wie in der Verfilmung von Daniel Lehanes "Spur der Wölfe" über drei Jugendfreunde in Boston, die einst von einer Gewalttat voneinander entfremdet wurden und deren Wege sich nach einer neuerlichen Gewalttat wieder kreuzen. Ohne die Thrillerstruktur jemals zu vernachlässigen, nutzt Eastwood die packende Prämisse für ein faszinierendes Psychogramm dreier auf unterschiedliche Weise getriebener Männer, die erkennen müssen, dass alle ihre Taten bisweilen unabsehbare Folgen haben. Sean Penn, Kevin Bacon und Tim Robbins brillieren in den Hauptrollen dieses Films in der Eastwood-Tradition von "Pale Rider" oder "Erbarmungslos".

Tatsächlich nimmt "Mystic River" einen Ausnahmeplatz im Schaffenswerk des mittlerweile 76-jährigen Filmemachers ein. Obwohl nach Aussage aller Beteiligten ebenfalls im patentierten Eastwood-Stil entstanden, für keine Einstellung mehr als drei Klappen zu brauchen, ist diese Ballade um Schicksal, Rache, Schuld und Sühne anders als seine vergangenen Regiearbeiten, insbesondere seine entspannten Krimis nach Belletristikvorlagen ("Absolute Power", "Ein wahres Verbrechen", "Blood Work"), keinen Deut schludrig. Ohne auf Atmosphäre zu verzichten, verschwendet Eastwood hier keine Sekunde, lässt er die präzisen Widescreen-Kompositionen niemals nach Außen drängen. In perfekt arrangierten Bildern und aufeinander abgestimmten Szenen entsteht eine Konzentration auf die Mitte der Leinwand, eine Konzentration, deren Intensität atemberaubend ist. Vermutlich auch ein Verdienst des wie unter Strom stehenden Sean Penn, der den Film mit einer seiner besten Darstellungen dominiert und lenkt.

Er ist einer von drei Kindheitsfreunden, die man in einem längeren Prolog als rotzige, aber doch harmlose Straßenkids kennen lernt: Beim Spielen werden der taffe Jimmy, der unbedarfte Sean und der unauffällige Davey von zwei Männern unterbrochen, die sich als Polizisten ausgeben, aber als Kinderschänder erweisen und Davey entführen. Erst nach vier Tagen unsäglicher Pein kann er entkommen. 30 Jahre später leiden immer noch alle Drei unter den Erlebnissen von einst: Jimmy ist ein harter Hund geworden, der nach zweijährigem Knastaufenthalt als Besitzer eines kleinen Ladens den Ball flach hält und mit der bestimmten Annabeth zwei Töchter hat. Den permanent verunsicherten Davey lässt das Martyrium von einst nicht los - trotz glücklicher Ehe mit der Cousine von Jimmys Ehefrau und einem gemeinsamen Sohn machen ihm die Dämonen schwer zu schaffen. Als Unbekannte bei der Polizei ein Verbrechen melden, tritt auch Sean wieder auf den Plan: Er ist mittlerweile Cop und laboriert an der schmerzhaften Trennung von seiner Frau. Opfer des gemeldeten Verbrechens ist ausgerechnet Jimmys älteste Tochter, die brutal geschlagen und erschossen wurde. Parallel zur Polizei leitet er seine eigene Ermittlungen, um Rache üben zu können, und setzt damit eine Tragödie in Gang.

Stück um Stück legt Eastwood Schichten der Psyche der drei Männer frei und tastet sich durch ein undurchsichtiges Gestrüpp an Informationen, das über den Umweg über die Vergangenheit neue Einblicke in die Geschehnisse in der Gegenwart erlaubt. Eine Fülle von Details und kleinen Hinweisen ergeben nach und nach ein immer monströseres Bild von verkorksten Leben, von Menschen, die aufgrund der Last ehemaliger Taten den Überblick im Hier und Jetzt verloren haben. Mit höchster Ökonomie sammelt Eastwood die Daten, um schließlich in einem parallel montierten Showdown die finstersten Bilder seiner Karriere zu evozieren. Alldieweil zeigt er sich geradezu besessen im Zeigen der wahren Auswirkungen von Gewaltverbrechen, als wollte er für die en passant errichteten Leichenberge vergangener Filme Abbitte leisten.

So entsteht ein packender Film, der so gar nichts von der typischen Versöhnlichkeit gängiger Alterswerke haben will. "Mystic River" ist ein American Gothic, eine beklemmende Moritat in der Ahnenfolge von "Die Nacht des Jägers", "The Wild Bunch" und letztlich auch "Erbarmungslos", die trotz minimaler Fehlgriffe (Eastwoods selbst komponierter Score) jetzt schon das Prädikat "Klassiker" verdient. ts.

Darsteller:  Sean Penn   als Jimmy Markum
  Tim Robbins   als Dave Boyle
  Kevin Bacon   als Sean Devine
  Laurence Fishburne   als Whitey Powers
  Marcia Gay Harden   als Celeste Boyle
  Laura Linney   als Annabeth Markum
  Kevin Chapman   als Val Savage
  Tom Guiry   als Brendan Harris
  Emmy Rossum   als Katie Markum
  Spencer Treat Clark   als Silent Ray Harris
  Andrew Mackin   als John O'Shea
  Adam Nelson   als Nick Savage
  Robert Wahlberg   als Kevin Savage
  Jenny O'Hara   als Esther Harris
  John Doman   als Fahrer
  Cameron Bowen   als Dave, jung
  Jason Kelly   als Jimmy, jung
  Connor Paolo   als Sean, jung
  Miles Herter   als Seans Vater
  Cayden Boyd   als Michael Boyle
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  Brian Helgeland  
Musik:  Clint Eastwood  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Judie Hoyt  
  Robert Lorenz  

Bacon hat's satt

"Ihr seid alle so doof!"

Fühlt sich verkohlt: Kevin Bacon (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Fühlt sich verkohlt: Kevin Bacon (Foto: Kurt Krieger)

Kevin Bacon ist der Hunger auf Filmkritiken vergangen. Weil ihn Boulevardblätter ebenso wie seriöse Medien permanent in die Pfanne hauen, schäumt der Mime vor Wut. Dabei geht es gar nicht um seine Schauspielkunst - die steht seit "Mystic River" außer Frage.

Stein des Anstoßes ist sein Nachname: "Bacon" bezeichnet im Englischen eine beliebte Metzgerei-Auslegeware, nämlich Schinkenspeck. Dementsprechend wortwitzig geben sich Journalisten, wenn der Schauspieler Schlagzeilen macht.

Schindluder! Schabernack!

Die Sprachklaubereien seien immer die selben, ärgert sich Bacon. "Sizzling bacon" ("brutzelnder Speck") sei mindestens ebenso beliebt wie Redewendungen der Art "he's bringing home the bacon" ("Er bringt das Geld nach Hause.").

"Die Leute kommen zu mir und fragen mich, ob ich meinen Nachnamen erfunden hätte", schnaubt Bacon. "Glaubt mir: Ich wäre nie auf so eine Idee gekommen."

Aktueller Anlass für die wortspielerischen Lobeshymnen der Kritik ist Bacons Auftritt in "The Woodsman", der ab 5. Mai auch in Deutschland zu sehen ist. Darin beeindruckt der Schauspieler als verurteilter Kinderschänder auf dem steinigen Weg zurück ins normale Leben.

Kevins Lieblingswortspiel mit seinem Namen liegt indes schon einige Jahre zurück: "Am besten ist mir im Gedächtnis geblieben, als ich mit Meryl Streep zur Premiere von "Am wilden Fluß" ging. Da gab es ein Fast-Food-Restaurant, dass ein 'Movie Star Special' auf seine Speisekarte setzte: Ein Burger mit zwei 'Streeps of Bacon'."

 

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