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Mystic River

Sensationell besetztes Drama über drei Jugendfreunde, die sich wiedertreffen, als eine ihrer Töchter ermordet wird.


Mystic River

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Erhältlich seit:
12.02.2010

Drama/ Thriller

USA 2003
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 16

Sean Penn
Tim Robbins
Kevin Bacon

Regie: Clint Eastwood
Warner Home Video Germany

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Sensationell besetztes Drama über drei Jugendfreunde, die sich wiedertreffen, als eine ihrer Töchter ermordet wird.

Sean Penn und Kevin Bacon in einem Drama um Freundschaft und Verlust (Foto: Warner) Großansicht

Sean Penn und Kevin Bacon in einem Drama um Freundschaft und Verlust (Foto: Warner)

Beim Spielen werden der taffe Jimmy, der unbedarfte Sean und der unauffällige Davey von zwei Männern unterbrochen, die sich als Polizisten ausgeben, sich jedoch als Kinderschänder erweisen und Davey entführen. Erst nach vier Tagen unsäglicher Pein kann er entkommen.

30 Jahre später leiden immer noch alle drei unter den Erlebnissen von einst: Jimmy ist ein harter Kerl geworden, der nach zweijährigem Knastaufenthalt als Besitzer eines kleinen Ladens den Ball flach hält und mit der bestimmten Annabeth zwei Töchter hat.

Den permanent verunsicherten Davey lässt das Martyrium von einst nicht los - trotz glücklicher Ehe mit der Cousine von Jimmys Ehefrau und einem gemeinsamen Sohn machen ihm die Dämonen schwer zu schaffen.

Nach Jahren trifft man sich auf der Straße wieder (Foto: Warner) Großansicht

Nach Jahren trifft man sich auf der Straße wieder (Foto: Warner)

Verbrechen verbindet

Als Unbekannte bei der Polizei ein Verbrechen melden, tritt auch Sean wieder in ihr Leben: Er ist mittlerweile Cop und hat den Fall übernommen. Opfer des gemeldeten Verbrechens ist ausgerechnet Jimmys älteste Tochter, die brutal getötet wurde. Als er auf verstörende Hinweise stößt, muss er außerdem Jimmys Wut und Rachedurst unter Kontrolle bringen.

Mit einem sensationellen Ensemble angeführt von Sean Penn, Tim Robbins, die beide für ihre Rolle den Oscar erhielten, Kevin Bacon, Laurence Fishburne und einer so spannenden wie sensiblen Inszenierung meldet sich Clint Eastwood nach dem Thriller "Blood Work" als Regisseur eines tragischen Dramas über Verlust, Vergeltung und Freundschaft zurück, das auf einem Roman von Dennis Lehane basiert. Clint Eastwood beweist einmal mehr, dass er zu den Größten seines Faches gehört.

Mystic River

Düster und mächtig sind die Gewässer, durch die sich Clint Eastwood in "Mystic" River", seiner 24. Regiearbeit, manövriert. Natürlich sind dem einstigen Mann ohne Namen Themen wie Gewalt, moralische Verantwortung und der Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart nicht fremd, aber selten ging er so konzentriert, intensiv und konsequent zu Werke wie in der Verfilmung von Daniel Lehanes "Spur der Wölfe" über drei Jugendfreunde in Boston, die einst von einer Gewalttat voneinander entfremdet wurden und deren Wege sich nach einer neuerlichen Gewalttat wieder kreuzen. Ohne die Thrillerstruktur jemals zu vernachlässigen, nutzt Eastwood die packende Prämisse für ein faszinierendes Psychogramm dreier auf unterschiedliche Weise getriebener Männer, die erkennen müssen, dass alle ihre Taten bisweilen unabsehbare Folgen haben. Sean Penn, Kevin Bacon und Tim Robbins brillieren in den Hauptrollen dieses Films in der Eastwood-Tradition von "Pale Rider" oder "Erbarmungslos".

Tatsächlich nimmt "Mystic River" einen Ausnahmeplatz im Schaffenswerk des mittlerweile 76-jährigen Filmemachers ein. Obwohl nach Aussage aller Beteiligten ebenfalls im patentierten Eastwood-Stil entstanden, für keine Einstellung mehr als drei Klappen zu brauchen, ist diese Ballade um Schicksal, Rache, Schuld und Sühne anders als seine vergangenen Regiearbeiten, insbesondere seine entspannten Krimis nach Belletristikvorlagen ("Absolute Power", "Ein wahres Verbrechen", "Blood Work"), keinen Deut schludrig. Ohne auf Atmosphäre zu verzichten, verschwendet Eastwood hier keine Sekunde, lässt er die präzisen Widescreen-Kompositionen niemals nach Außen drängen. In perfekt arrangierten Bildern und aufeinander abgestimmten Szenen entsteht eine Konzentration auf die Mitte der Leinwand, eine Konzentration, deren Intensität atemberaubend ist. Vermutlich auch ein Verdienst des wie unter Strom stehenden Sean Penn, der den Film mit einer seiner besten Darstellungen dominiert und lenkt.

Er ist einer von drei Kindheitsfreunden, die man in einem längeren Prolog als rotzige, aber doch harmlose Straßenkids kennen lernt: Beim Spielen werden der taffe Jimmy, der unbedarfte Sean und der unauffällige Davey von zwei Männern unterbrochen, die sich als Polizisten ausgeben, aber als Kinderschänder erweisen und Davey entführen. Erst nach vier Tagen unsäglicher Pein kann er entkommen. 30 Jahre später leiden immer noch alle Drei unter den Erlebnissen von einst: Jimmy ist ein harter Hund geworden, der nach zweijährigem Knastaufenthalt als Besitzer eines kleinen Ladens den Ball flach hält und mit der bestimmten Annabeth zwei Töchter hat. Den permanent verunsicherten Davey lässt das Martyrium von einst nicht los - trotz glücklicher Ehe mit der Cousine von Jimmys Ehefrau und einem gemeinsamen Sohn machen ihm die Dämonen schwer zu schaffen. Als Unbekannte bei der Polizei ein Verbrechen melden, tritt auch Sean wieder auf den Plan: Er ist mittlerweile Cop und laboriert an der schmerzhaften Trennung von seiner Frau. Opfer des gemeldeten Verbrechens ist ausgerechnet Jimmys älteste Tochter, die brutal geschlagen und erschossen wurde. Parallel zur Polizei leitet er seine eigene Ermittlungen, um Rache üben zu können, und setzt damit eine Tragödie in Gang.

Stück um Stück legt Eastwood Schichten der Psyche der drei Männer frei und tastet sich durch ein undurchsichtiges Gestrüpp an Informationen, das über den Umweg über die Vergangenheit neue Einblicke in die Geschehnisse in der Gegenwart erlaubt. Eine Fülle von Details und kleinen Hinweisen ergeben nach und nach ein immer monströseres Bild von verkorksten Leben, von Menschen, die aufgrund der Last ehemaliger Taten den Überblick im Hier und Jetzt verloren haben. Mit höchster Ökonomie sammelt Eastwood die Daten, um schließlich in einem parallel montierten Showdown die finstersten Bilder seiner Karriere zu evozieren. Alldieweil zeigt er sich geradezu besessen im Zeigen der wahren Auswirkungen von Gewaltverbrechen, als wollte er für die en passant errichteten Leichenberge vergangener Filme Abbitte leisten.

So entsteht ein packender Film, der so gar nichts von der typischen Versöhnlichkeit gängiger Alterswerke haben will. "Mystic River" ist ein American Gothic, eine beklemmende Moritat in der Ahnenfolge von "Die Nacht des Jägers", "The Wild Bunch" und letztlich auch "Erbarmungslos", die trotz minimaler Fehlgriffe (Eastwoods selbst komponierter Score) jetzt schon das Prädikat "Klassiker" verdient. ts.

Mystic River

Jimmy. Dave. Sean. Die Freunde sind gemeinsam im Arbeiterviertel von Boston aufgewachsen, bis eine furchtbare Tragödie sie getrennt hat. Jahre später führt ein grausiges Ereignis sie wieder zusammen: Jimmys 19-jährige Tochter ist kaltblütig ermordet worden. Dave steht unter Verdacht. Und Sean, inzwischen Polizist, bemüht sich das Verbrechen aufzuklären, bevor der aufgebrachte Jimmy das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Aus Brian Helgelands Drehbuchfassung zu Dennis Lehanes Roman schafft Regisseur Clint Eastwood ein Meisterwerk – einen düsteren Thriller über Familie, Freunde und verlorene Unschuld. Sean Penn, Tim Robbins und Kevin Bacon spielen die drei Freunde im Zentrum der Geschichte. Zur Besetzung – einer der überzeugendsten aller Zeiten – gehören auch Laurence Fishburne, Marcia Gay Harden und Laura Linney.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Sean Penn   als Jimmy Markum
  Tim Robbins   als Dave Boyle
  Kevin Bacon   als Sean Devine
  Laurence Fishburne   als Whitey Powers
  Marcia Gay Harden   als Celeste Boyle
  Laura Linney   als Annabeth Markum
  Kevin Chapman   als Val Savage
  Tom Guiry   als Brendan Harris
  Emmy Rossum   als Katie Markum
  Spencer Treat Clark   als Silent Ray Harris
  Andrew Mackin   als John O'Shea
  Adam Nelson   als Nick Savage
  Robert Wahlberg   als Kevin Savage
  Jenny O'Hara   als Esther Harris
  John Doman   als Fahrer
  Cameron Bowen   als Dave, jung
  Jason Kelly   als Jimmy, jung
  Connor Paolo   als Sean, jung
  Miles Herter   als Seans Vater
  Cayden Boyd   als Michael Boyle
 
Regie:  Clint Eastwood  
Buch:  Brian Helgeland  
Musik:  Clint Eastwood  
Kamera:  Tom Stern  
Produzent:  Clint Eastwood  
  Judie Hoyt  
  Robert Lorenz  

Das knallharte Genie

Kein Hollywoodstar kann eine Karriere wie diese vorweisen. Clint Eastwood ist eine Ikone, ein Mime des Minimalistischen und ein Meister hinter der Kamera. Warum es gar so lange gedauert hat, bis all diese Qualitäten entdeckt waren, bleibt bis heute ein Rätsel.

Ein Blick, wie ihn kein zweiter beherrscht Großansicht

Ein Blick, wie ihn kein zweiter beherrscht

Der Blick ist so tödlich wie unverkennbar, die Statur so eindrucksvoll wie die karge Steinlandschaft, die ihn in seinen ersten großen Kinoerfolgen umgibt. Clint Eastwood, vor kurzem 80 Jahre alt geworden, ist ein Monument des Hollywoodkinos. Spät erst, mit Anfang 30, ist der Sohn eines einfachen Fabrik- und Wanderarbeiters zu Starruhm gekommen. Die Figuren, die der Mann mit den scheinbar zu chronischen Schlitzen verengten Augen verkörpert hat, haben ihn jedoch schnell zur Ikone werden lassen. An Kassenerfolgen hat es ihm wahrlich nicht gemangelt. Nur die Anerkennung in Form der wichtigsten Auszeichnung, die Hollywood zu vergeben hat - die hat lange auf sch warten lassen.

Verwunderlich eigentlich, denn viele seiner Figuren sind nicht nur Teil der jüngeren Kinogeschichte, sie sind integraler Bestandteil der Popkultur. Vom namenlosen Antihelden in Sergio Leones Dollar-Trilogie zum Selbstjustiz praktizierenden Cop Harry Callahan alias Dirty Harry: Mit nur zwei Charakteren hat es Eastwood zum Prototypen des wortkargen Einzelgängers gebracht, zum Revolverhelden, der im Spaghetti-Western ebenso überzeugen kann wie im pervertierten Großstadtdschungel im Amerika der 70er Jahre.

Ein Mann sieht rot - immer und immer wieder Großansicht

Ein Mann sieht rot - immer und immer wieder

Der Mann, der niemals aufgibt

Akribisch, fast schon verbissen, wie es sich für einen echten Workingclass-Hero gehört, hat Eastwood in den Jahren darauf seinen Status als tough guy ohne Skrupel ausgebaut. Insgesamt vier Mal brachte er als Dirty Harry seine eigene Interpretation von Gerechtigkeit auf die Leinwand, er variierte den Großstadt-Outlaw in Filmen wie "Der Wolf hetzt die Meute" oder "Der Mann, der niemals aufgibt" und kehrte mit Filmen wie "Der Texaner" oder "Pale Rider" auch immer wieder zum Westerngenre zurück.

Dass Eastwood viel mehr konnte, als nur den harten Kerl mimen, zeigte sich, wenn er aus dem Licht der Scheinwerfer zurücktrat und seine Arbeit hinter der Kamera fortführte. Seit er 1971 bei "Sadistico" das erste mal Regie geführt hatte, hielt er immer häufiger die Fäden am Set zusammen. Anfangs hielt er seinem angestammten Genre die Treue, drehte "Pale Rider", den "Texaner" oder den vierten Teil von "Dirty Harry". Mit zunehmendem Alter jedoch setzte selbst bei Eastwood eine gewisse Ruhe ein. Und allmählich vollzog sich der Wandel vom getriebenen Leinwandhelden zum umsichtigen Geschichtenerzähler.

Der Film, der die lang verdienten Ehren brachte: "Erbarmungslos" Großansicht

Der Film, der die lang verdienten Ehren brachte: "Erbarmungslos"

Späte Anerkennung

"Bird", Eastwoods Filmbiografie über den legendären Jazzmusiker Charlie Parker, markierte den Anfang. Zwar fand der Film nur ein Liebhaberpublikum, die Kritik allerdings war voll des Lobes und unterstrich dies wenig später mit einem Golden Globe für die beste Regie. Drei Jahre später wiederholte Eastwood diesen Coup mit seinem Spätwestern "Erbarmungslos" - und toppte den Erfolg kurz darauf mit dem Oscar für den besten Film und die beste Regie. 62 Jahre musste Eastwood werden, um diese Ehren zu erhalten. Und seitdem geht es Schlag auf Schlag.

Egal, was er anfasst: Filme, die das Gütesiegel Eastwood tragen, bleiben im Gedächtnis. Seine in den neunziger Jahren geschaffenen Werke - "In the Line of Fire", " Perfect World", " Absolute Power" oder "Ein wahres Verbrechen" - wirken dabei aus heutiger Perspektive nur mehr wie ein Sprungbrett zu den richtig wichtigen Filmen. Denn seit "Mystic River" ist Eastwood aus der Nominiertenliste der internationalen Filmpreise nicht mehr wegzudenken. "Million Dollar Baby" markiert dabei mit vier Oscars seinen größten Erfolg, der mutige Doppelschlag "Flags of our Fathers" und "Letters from Iwo Jima" katapultierte ihn endgültig in den Olymp der Unantastbaren.

"Gran Torino": Eastwoods letzte große Hauptrolle? Abwarten. Großansicht

"Gran Torino": Eastwoods letzte große Hauptrolle? Abwarten.

Hier sitzt er nun, fast altersmilde und reflektiert, veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit grandiose Werke wie "Gran Torino" oder zuletzt "Invictus" und streut zwischenrein die Nachricht, dass er sich als Schauspieler nun endgültig zurückziehen wolle. "Gran Torino" sollte der eigentliche Schlussstrich unter seiner Darstellerkarriere sein. Doch dann, aus Anlass seines 80sten Geburtstags, liest man wieder Zeilen wie diese: "Mit mir ist es in etwa so wie mit dem zweiten Teil von "Der weiße Hai" - wenn man denkt, das Wasser wäre wieder sicher, dann…" Wir warten voll Vorfreude. Denn bessere Überraschungs-Attacken als seine jüngeren Werke hat es in der Traumfabrik kaum je gegeben.

 

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