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Nackt

Dialogintensive Komödie von Doris Dörrie über drei Paare, die Vergänglichkeit der Liebe und die Phasen einer Beziehung.


Nackt

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.06.2003

Drama

Deutschland 2002
Laufzeit: 97 Min.
FSK: ab 12

Heike Makatsch
Benno Fürmann
Alexandra Maria Lara

Regie: Doris Dörrie
Universum Film

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Wer kann seinen Liebespartner "blind" ertasten? Doris Dörrie macht die Probe aufs Exempel und schickt drei Paare auf einen gewagten Psychotrip.

Charlotte (Nina Hoss)und Boris (Jügen Vogel)

Charlotte (Nina Hoss)und Boris (Jügen Vogel)

Sie liebten sich, jetzt sind sie getrennt: Felix (Benno Fürmann) und Emilia (Heike Makatsch) kommen damit nicht wirklich klar. Das einstige Liebespaar trifft zu einem netten Abend bei langjährigen Freunden ein. Doch alle sind angespannt.

Im schikken Penthouse von Charlotte und Dylan (Nina Hoss, Mehmet Kurtulus), die dank Börsenspekulation plötzlich reich sind, zeigt das Liebesthermometer Null Grad. Einzig das dritte Paar Annette und Boris (Alexandra Maria Lara, Jürgen Vogel) spürt noch das berühmte Kribbeln im Bauch und denkt, dass es ewig so weitergeht.

Um die Stimmung anzuheizen erzählt Emilia beim Dinner, dass Paare, die seit über 20 Jahren zusammenleben, mit verbundenen Augen den Körper des Partners nicht mehr erkennen. Das will keiner glauben, und so wird die Probe aufs Exempel gemacht. Ein gewagter Test mit Folgen.

Die Temperatur steigt: Die Pärchen heizen richtig ein

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Ein nachdenkliches, geistreiches Vergnügen gönnt sich Erfolgsregisseurin Doris Dörrie mit dieser prickelnden Verfilmung nach ihrem eigenen Buch "Happy".

Am Ende des intelligenten Psycho-Spiels, das die Ups und Downs im Liebesalltag dreier Paare ungeschönt auf den Tisch bringt, sind alle nackt - nicht nur körperlich.

Dem Team aus Deutschlands Schauspieler-Oberliga gelingt es überzeugend, schwierige Fragen in der Partnerschaft, aber auch unter Freunden, auf den Punkt zu bringen. Und am Ende bleibt das berühmte Fünkchen Hoffnung.

Nackt

Wie die Liebe, der sie sich in ihrer Arbeit emotional analytisch, dabei aber optimistisch und mit unaufdringlicher romantischer Sehnsucht nähert, wirkt auch Doris Dörries Karriere als Filmemacherin wie ein Langzeitexperiment mit unkontrollierbaren Variablen. Nach ihrem mosaikartigen Liebesreigen "Bin ich schön?" und ihrer auf Video gedrehten Meditationskomödie "Erleuchtung garantiert" findet ihr neuer Film erneut einen ungewöhnlichen Ansatz für vertraute Themen. "Nackt" ist die komische und melancholische Bestandsaufnahme dreier Beziehungen - konstruiert als Dreiakter und interpretiert von Schauspielern, die mit ihren Namen, vor allem aber ihren Darstellungen eine gute Resonanz in den Kinos sichern sollten.

Die Vergänglichkeit des Glücks, die Suche nach dem Punkt, wo Euphorie von Routine abgelöst wird und selbstverständlich wird, was zuvor als Geschenk wahrgenommen wurde, sowie die Korrelation von Wohlstand und emotionaler Verarmung - das sind einige der wichtigsten Themen in dieser Verfilmung von Dörries 2001 veröffentlichtem Drama "Happy". Eigensinnig und heilige amerikanische Drehbuchregeln ignorierend, eröffnet die Regisseurin "Nackt" mit einer fast 20-minütigen, wortintensiven, auf einen Schauplatz reduzierten Vorstellung von Emilia (Heike Makatsch) und Felix (Benno Fürmann). Ein Paar, das seit kurzem getrennt lebt und am deutlichsten die schleichende und letztlich für jeden erstickende Beziehungsnivellierung repräsentiert. Trotz ihrer Entfremdung geht das Duo zu einer Dinnereinladung gemeinsamer Freunde - wie auch Annette (Alexandra Maria Lara) und Boris (Jürgen Vogel), das sympathischste, weil noch glückliche Paar des Films, das vom Miteinander noch elektrisiert wirkt und für die heitere, romantische Note des Films zuständig ist. Schließlich fehlen noch die Gastgeber Charlotte (Nina Hoss) und Dylan (Mehmet Kurtulus), denen unerwarteter Reichtum nicht nur die materielle, sondern auch die emotionale Spannung genommen hat. Während gelegentliche Videoshots fast symbolisch bescheiden an vergangene, glücklichere Momente erinnern, ist die Gegenwart der Paare als ironischer Kontrast in prallen Farben und Cinemascope festgehalten. Mittel- und Höhepunkt des Films ist ein Partyspiel, bei dem zwei nackte Paare mit verbundenen Augen, aber intaktem Tastsinn den jeweiligen Partner erkennen müssen, was als Indiz für die Qualität ihrer Beziehung gewertet werden soll. Hier wie auch in den anderen Akten des Films sind Stärken und Schwächen sichtbar. Amüsante Momentaufnahmen, witzige Dialoge und verbale Klugheit wechseln ab mit Lebensweisheiten und philosophisch-poetischen Exkursen (Er: "Ich seh dich an." Sie: "Aber Du siehst mich nicht.") in Signalfarben, die schon mal prätentiös und bedeutungsschwanger klingen können. In den besten Momenten schaut man in sich hinein, erkennt sich in diesen repräsentativ konstruierten Leben wieder, die von allen sechs Darstellern mit Leidenschaft ausgefüllt werden. kob.

Darsteller:  Heike Makatsch   als Emilia
  Benno Fürmann   als Felix
  Alexandra Maria Lara   als Annette
  Jürgen Vogel   als Boris
  Nina Hoss   als Charlotte
  Mehmet Kurtulus   als Dylan
 
Regie:  Doris Dörrie  
Buch:  Doris Dörrie  
Musik:  Ivan Hajek  
  Liquid Loop  
Kamera:  Frank Griebe  
Produzent:  Norbert Preuss  

Nackt oder nicht, das ist die Frage

Die Ex-VIVA-Moderatorin und der Beau aus "Anatomie" sind die Stars in Dorris Dörries neuer Komödie "Nackt".

Ob mit oder ohne Krone - Makatsch und Fürmann gehören zur Königsklasse der deutschen Schauspieler Großansicht

Ob mit oder ohne Krone - Makatsch und Fürmann gehören zur Königsklasse der deutschen Schauspieler

» In "Nackt" geht es um die Beziehungsprobleme dreier Paare. Welches hat Eurer Ansicht nach die besten Chancen für eine gemeinsame Zukunft?

HEIKE MAKATSCH: Ich glaube, dass es Emilia und Felix, die wir verkörpern, am weitesten geschafft haben. Sie haben sich getrennt, stehen am Ende, und damit haben sie die Möglichkeit, wieder neu anzufangen.

BENNO FÜRMANN: Ja, die beiden haben mehr Mut. Die anderen Paare erleben nicht diese Höhen und Tiefen in ihren Beziehungen.

Felix und Emilia beteiligen sich nicht am bunten Treiben

Felix und Emilia beteiligen sich nicht am bunten Treiben

» Konntet Ihr Euch in Euren Rollen wiederfinden?

HM: Das wäre zu viel gesagt. Es gab Situationen, in denen ich so ein Gefühl hatte, eins mit Emilia zu sein. Ich habe versucht, mich vorher mit ihr auseinanderzusetzen, mir einen Schuhkarton geschnappt und alles hineingetan, was mir zu Emilia eingefallen ist: Das Parfüm ihres Ex-Freundes, der Soundtrack zu "Magnolia" und ein Slip mit dem Audruck "I Love Me". Das passt zu ihr, denn sie fühlt sich verletzt und will die Liebe nicht mehr zulassen.

BF: So wie Felix bin ich nicht. Er will alles Scheiße finden, sehnt sich aber im Grunde nach so einem spießigen Nest, wie es die anderen Paare haben.

» Ihr seid die einzigen, die sich im Film nicht ausziehen müssen.

HM: Da hatten wir Glück. Man tritt Millionen von Zuschauern nicht gerade mit Freude nackt gegenüber. Aber ich hätte es getan, wenn es für den Film erforderlich gewesen wäre.

BF: Ich sagte sofort, dass ich meine Unterhose anbehalte. Nein, das stimmt nicht. Aber es hätte im Fall von Emilia und Felix auch keinen Sinn gemacht. Sie brauchen erst mal diese Distanz, um nicht wieder in die Schleife der Routine zu geraten.

Heike hatte in ihrer Rolle und beim Dreh jede Menge zu Lachen

Heike hatte in ihrer Rolle und beim Dreh jede Menge zu Lachen

» Könntet Ihr Eure nackten Partner mit verbundenen Augen ertasten?

HM: Ich glaube, dass ich es könnte.

BF: Klar! Ich weiß nicht, ob es solche Versuche schon gegeben hat. Jedenfalls ist es eine spannende Vorstellung.

 

Nackt in der Fotoshow

 

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Heike Makatsch

Die ehemalige VIVA- und Bravo-TV-Moderatorin meisterte in Rekordzeit den Weg von der naiven Fröhlichkeitsfee zur Charakterdarstellerin mit...

 

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Benno Fürmann

Kraftvoll, vital, zupackend, draufgängerisch, gutaussehend mit durchtrainiertem Körper, zu melancholischen Tönen, manischen Anwandlungen,...