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'Ne günstige Gelegenheit

Burlesk verfilmte Gangsterstory mit eigenwilliger Situationskomik von Kamera-Ass Gernot Roll.


'Ne günstige Gelegenheit

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Erhältlich seit:
12.07.2001

Originaltitel: 'Ne günstige Gelegenheit

Komödie

Deutschland 1999
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12

Benno Fürmann
Armin Rohde
Rebecca Immanuel

Regie: Gernot Roll
Warner Home Video Germany

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'Ne günstige Gelegenheit

Geschäftlich in Sachen Sex-Spielzeug unterwegs, trifft Gosbert auf die Prostituierte Charlotta, die ihn um Hilfe bittet: Einer ihrer Freier hat einen Herzschlag erlitten und muss verschwinden, da sie sich illegal in Deutschland aufhält. Kurzerhand wandert der Mann in eine Mülltonne und dessen BMW-Schlüssel in Gosberts Besitz. Im Kofferraum des Autos findet dieser das mutmaßliche Entführungsopfer Lorenz Kellermann. Gosbert wittert 'ne günstige Gelegenheit und beschließt, das Kidnapping mit seinem Kumpel Abo und Carlotta zu Ende zu bringen...

Eine verzwickte, burlesk aufbereitete Gaunerkomödie, inszeniert von Gernot Roll, einem der besten deutschen Kameramänner. Gut das amüsant-frische Spiel des Hauptdarsteller-Trios Benno Fürmann, Armin Rohde und Herbert Knaup, etwas weniger gut die eigenwillige, manchmal gar plumpe Situationskomik, bei der die Helden sich durch eigene Dummheit immer wieder selbst ein Bein stellen. Sicherlich kein Lehrstück in Sachen feinsinniger Humor, für Anhänger deutschen Frohsinns jedoch geradezu ein Muss.

'Ne günstige Gelegenheit

Kamera-Ass Gernot Roll kann's nicht lassen. Nach "Ballermann 6" und "Tach, Herr Dokter" treibt es ihn wieder zur Regie, hin zur populären Komödie. Mit dem amüsanten Trio Benno Fürmann, Armin Rohde und Herbert Knaup erprobt er die Grenzen des Humors.

Nachdem die deutschen Beziehungskomödien nicht mehr so richtig beim Publikum funktionieren, folgt die Welle der Buddy-Movies "made in Germany". Nach dem Prinzip "Dumm und dümmer" versuchen die Protagonisten durch schlichte Intelligenz und liebevolle Naivität zu überzeugen. Für den Underdog Gosbert Klee läuft alles schlecht. Er träumt vom Kilimandscharo und vom warmen Afrika, während er in einem kalten Wohnwagen auf dem Campingplatz friert. Als sein Kumpel Abo, Besitzer der verrotteten Anlage, den Gasofen in Gang bringen will, fliegt ihm das Domizil auf vier Rädern um die Ohren. Gosbert bleibt nicht viel, außer dem Ärger mit seinem arroganten Chef, der ihn demütigt und finanziell ausnutzt. Um Moneten zu verdienen, verkauft er vergammelte Kondome und vertrocknete Gleitcreme im Bordell und wird von der völlig verzweifelten Prostituierten Carlotta um Hilfe gebeten. Ein Kunde starb ihr unter den Händen bei der Arbeit weg und soll - gegen Bares selbstverständlich - entsorgt werden. Damit fangen die Probleme erst richtig an. Nicht nur, daß die Leiche zu schnell gefunden wird, der tote Typ entpuppt sich als russische Mafia-Größe, im Kofferraum seines schicken BMWs, mit dem Gosbert stolz wie Oskar herumkutschiert, steckt eine gefesselte Geisel. 'Ne günstige Gelegenheit kombinieren Gosbert und Abo und verlangen Lösegeld vom Bruder des Opfers, der aber keinen Pfennig zahlen will, sondern froh ist, daß er das unliebsame Familienmitglied vom Hals hat. Als dann noch zwei "Bandriken" samt Übersetzer den Besitzer des BMW und die brisante Ladung suchen, dabei wenig Skrupel zeigen, wird's den Klein-Ganoven mulmig.

Die eigenwillige Situtionskomik in diesem burlesken Gangsterfilm beschränkt sich auf einige unterhaltende Szenen, die einzeln betrachtet durchaus mit Witz glänzen, aber dem sehr deutschen Humor fehlt der Atem für den langen Spannungsbogen eines Kinofilms, schnell kippt Komik in Klamauk um. Trotz Tempo kommen Längen auf, auch wenn beim Trio Knaup, Rohde, Fürmann die Chemie stimmt. Auf die Publikums-Resonanz darf man gespannt sein, sollte aber die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, nachdem der ähnlich gelagerte "Bang Boom Bang" nicht die Hoffnungen erfüllte. Eingeschworene Fans der heimischen Komödie finden sicherlich 'ne günstige Gelegenheit, um abzulachen. mk.

Darsteller:  Benno Fürmann   als Gosbert Klee
  Armin Rohde   als Thilo "Abo" Abogast
  Rebecca Immanuel   als Carlotta Valdez
  Herbert Knaup   als Lorenz Kellermann
  Dietmar Mues   als Georg Rübenacker
  Hilmi Sözer   als Drakonin
  Ercan Durmaz   als Otranto
  Ellen ten Damme   als Katja Hellwein
  Michael Brandner   als Gerd Steinbach
  Karl Knaup   als Hagen Kellermann
  Prof. Hark Bohm   als Dobisch
  Horst Krause   als Alfred Röchel
 
Regie:  Gernot Roll  
Buch:  Thomas Oliver Walendy  
Musik:  Ulrich Reuter  
Kamera:  Gernot Roll  
Produzent:  Henrik Meyer  
  Wolfgang Esenwein  
 

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Features

 

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