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Nicholas Nickleby

Hinreißende Adaptation des Charles-Dickens-Klassikers über einen jungen Lehrer, der im 19. Jahrhundert gegen die Unterdrückung und Misshandlung seiner Schüler kämpft.


Nicholas Nickleby

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Erhältlich seit:
13.03.2009

Historienfilm/ Drama

USA/Großbritannien/Deutschland/Niederlande 2002
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12

Charlie Hunnam
Romola Garai
Jamie Bell

Regie: Douglas McGrath
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Kampf zwischen Gut und Böse: Bei Charles Dickens siegt der Idealist.

Nicholas erfährt im Internat nur wenig Zuneigung (Foto: Solo Film) Großansicht

Nicholas erfährt im Internat nur wenig Zuneigung (Foto: Solo Film)

England, Mitte des 19. Jahrhunderts. Der junge Nicholas Nickleby steht mit Mutter und Schwester nach dem Tod des Vaters mittellos auf der Straße.

Um ein paar Pfund zu verdienen, arbeitet er als Lehrer in einem Internat auf dem Land, dessen sadistischer Direktor den Kindern die Hölle auf Erden bereitet.

Als das Ekelpaket wieder mal den schwachen Smike malträtiert, verprügelt ihn Nickleby und flieht mit dem Opfer, schließt sich einer freien Theatertruppe an und kehrt nach London zurück, wo ihn der reiche Widerling von Onkel mit abgründigem Hass verfolgt.

Gemeinsam mit Smike schlägt sich Nicholas durchs Leben (Foto: Solo Film) Großansicht

Gemeinsam mit Smike schlägt sich Nicholas durchs Leben (Foto: Solo Film)

Happy End erwünscht

Die vierte Verfilmung von Charles Dickens berühmtem Roman erinnert an ein zauberhaftes Märchen, in dem der Gute die Bösen mit großem persönlichen Mut bekämpft und gewinnt.

Den hübschen und tugendhaften Helden spielt der charmante Charlie Hunnam, dem man wünscht, dass er am Ende so richtig glücklich wird.

Nicholas Nickleby

Aus dem Jahre 1838 stammt Charles Dickens' wenig bekannter Roman "Nicholas Nickleby", den nun Douglas McGrath fürs Kino bearbeitet hat. Die inzwischen vierte Leinwandadaption des klassischen Stoffes vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse setzt auf pittoreske Originalschauplätze, aufwändiges (Kostüm-)Design sowie ein sorgfältig ausgewähltes Schauspielerensemble. Eingedenk der bei Alt und Jung ungebrochenen Popularität der zahlreichen Dickens-Verfilmungen, von David Leans Meilenstein "Geheimnisvolle Erbschaft" (1946) bis hin zum gefälligen TV-Mehrteiler "David Copperfield" (1999), darf Solo Film mit soliden Besucherzahlen rechnen.

Knapp tausend Seiten ist die Vorlage dick, über acht Stunden dauerte die legendäre Bühneninszenierung der Royal Shakespeare Company, gerade mal gut zwei Stunden braucht Regisseur und Drehbuchautor Douglas McGraths für seine Interpretation von "Nicholas Nickleby" - und doch scheint nichts aus der von Dutzenden von Figuren und zahlreichen Handlungssträngen geradezu überbordenden Vorlage zu fehlen. McGrath, seit seinem Regiedebüt "Emma" erfahren im Umgang mit Literaturklassikern, bleibt in der Essenz nahe an Dickens' Schelmenroman, in dem der Autor von "Oliver Twist" einmal mehr die sozialen Missstände im frühviktorianischen England aufs Heftigste anprangert.

Tragik und Komik, gnadenloser Realismus und märchenhafte Verklärung liegen nah beieinander, wenn der Titelheld (naiver Gutmensch: Charlie Hunnam) sich nach dem Tod des geliebten Vaters plötzlich um Mutter und Schwester kümmern soll. Beim reichen Onkel (erschreckender Bösewicht: Christopher Plummer) in London sucht das Landei um Hilfe nach und wird vom ebenso rücksichtslosen wie geldgierigen Oheim postwendend als Hilfslehrer ans düstere Jungeninternat Dotheboys Hall vermittelt - sprich abgeschoben. Dort angekommen, muss er feststellen, dass die Schutzbefohlenen vom sadistischen Wackford Squeers (gewohnt souverän: Jim Broadbent) und dessen bitterböser Gattin (furchteinflößende Furie: Juliet Stevenson) eher tyrannisiert als ausgebildet werden und vor allem - dank Schulgeld - als Einnahmequelle und billige Arbeitskräfte dienen. Besonders hart meint es das Schicksal mit dem geistig Behinderten Smike (Jamie "Billy Elliot" Bell), der schlimmer als ein Sklave behandelt wird.

Um Freundschaft geht es hier, um Toleranz und Menschlichkeit, um Humanität und Nächstenliebe, kurzum, um den ewigen Traum von einer besseren Welt. Hart zeichnet McGrath die Gegensätze, reich und arm, gut und böse, hässlich und schön knallen mit voller Wucht aufeinander. Es fällt folglich nicht schwer, in diesem aufwändig gestalteten Kostümfilm Position zu beziehen und Partei zu ergreifen, mit Nickleby mitzufiebern, wenn er pfiffig und phantasievoll den vermeintlich aussichtslosen Kampf gegen seinen Onkel und dessen fiesen Intrigen aufnimmt. Mit stets passenden Bildern illustriert Mike-Leigh-Kameramann Dick Pope, lichtdurchflutet im ländlichen Idyll, düster und grau in den verwinkelten, schmutzigen Gassen Londons, die Handlung, während Oscar-Preisträgerin Rachel Portmans ("Emma") epischer Soundtrack, durchsetzt mit luftigen Klarinetten- und Flötensoli, diese präzise kommentiert. In Kombination mit dem naturalistisch anmutenden Produktionsdesign von Eve Stewart sowie dem groß aufspielenden Ensemble - aus dem Plummer herausragt - ergibt dies eine weitere sehenswerte Dickens-Variante, die insgesamt in puncto Struktur, Aufbau, Timing und Ästhetik - und das ist keinesfalls abwertend gemeint - dem Fernsehen näher steht als dem Kino. geh.

Nicholas Nickleby

Diese schwungvolle Geschichte um Intrigen, Leidenschaft und Vergeltung - wie könnte man sie nicht lieben? Von einem unvergleichlichen Ensemble lebhaft, spritzig und phantastisch gespielt, ist "Nicholas Nickleby" ein zeitloses Meisterwerk. Die, für einen Golden Globe[r] nominierte Adaption von Charles Dickens' großem Roman schildert ein romantisches Abenteuer, das man wieder und wieder erleben möchte!

Als seine Familie in der Stunde der Not hintergangen wird, muss der junge Nicholas (Charlie Hunnam) zeigen, was in ihm steckt. Begleiten Sie ihn auf eine filmische Reise, die von Kritikern einmütig als Fest für Augen und Ohren gefeiert wird!

Quelle: Fox

Darsteller:  Charlie Hunnam   als Nicholas Nickleby
  Romola Garai   als Kate Nickleby
  Jamie Bell   als Smike
  Christopher Plummer   als Ralph Nickleby
  Jim Broadbent   als Wackford Squeers
  Tom Courtenay   als Newman Noggs
  Heather Goldenhersh   als Fanny Squeers
  Alan Cumming   als Mr. Folair
  Edward Fox   als Sir Mulberry Hawk
  Anne Hathaway   als Madeline Bray
  Barry Humphries   als Mrs. Crummles / Mr. Leadville
  Nathan Lane   als Vincent Crummles
  Timothy Spall   als Charles Cheeryble
  Gerard Horan   als Ned Cheeryble
  Juliet Stevenson   als Mrs. Squeers
  Kevin McKidd   als John Browdie
  Nicholas Rowe   als Lord Verisopht
  Sophie Thompson   als Miss Lacreevy
  David Bradley   als Mr. Bray
  Stella Gonet   als Mrs. Nickleby
  Andrew Havill   als Mr. Nickleby
  Helen Coker   als Tilda
  Roger Ashton-Griffiths   als Arzt
  Mark Dexter   als Ralph Nickleby, jung
  Amber Batty   als Mrs. Ralph Nickleby
 
Regie:  Douglas McGrath  
Buch:  Douglas McGrath  
Musik:  Rachel Portman  
Kamera:  Dick Pope  
Produzent:  Simon Channing Williams  
  John Hart  
  Jeffrey Sharp  
 

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