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Kaufvideo
Erhältlich seit:
13.03.2009
USA/Großbritannien/Deutschland/Niederlande 2002
Laufzeit: 127 Min.
FSK: ab 12
Charlie Hunnam
Romola Garai
Jamie Bell
Regie: Douglas McGrath
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Aus dem Jahre 1838 stammt Charles Dickens' wenig bekannter Roman "Nicholas Nickleby", den nun Douglas McGrath fürs Kino bearbeitet hat. Die inzwischen vierte Leinwandadaption des klassischen Stoffes vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse setzt auf pittoreske Originalschauplätze, aufwändiges (Kostüm-)Design sowie ein sorgfältig ausgewähltes Schauspielerensemble. Eingedenk der bei Alt und Jung ungebrochenen Popularität der zahlreichen Dickens-Verfilmungen, von David Leans Meilenstein "Geheimnisvolle Erbschaft" (1946) bis hin zum gefälligen TV-Mehrteiler "David Copperfield" (1999), darf Solo Film mit soliden Besucherzahlen rechnen.
Knapp tausend Seiten ist die Vorlage dick, über acht Stunden dauerte die legendäre Bühneninszenierung der Royal Shakespeare Company, gerade mal gut zwei Stunden braucht Regisseur und Drehbuchautor Douglas McGraths für seine Interpretation von "Nicholas Nickleby" - und doch scheint nichts aus der von Dutzenden von Figuren und zahlreichen Handlungssträngen geradezu überbordenden Vorlage zu fehlen. McGrath, seit seinem Regiedebüt "Emma" erfahren im Umgang mit Literaturklassikern, bleibt in der Essenz nahe an Dickens' Schelmenroman, in dem der Autor von "Oliver Twist" einmal mehr die sozialen Missstände im frühviktorianischen England aufs Heftigste anprangert.
Tragik und Komik, gnadenloser Realismus und märchenhafte Verklärung liegen nah beieinander, wenn der Titelheld (naiver Gutmensch: Charlie Hunnam) sich nach dem Tod des geliebten Vaters plötzlich um Mutter und Schwester kümmern soll. Beim reichen Onkel (erschreckender Bösewicht: Christopher Plummer) in London sucht das Landei um Hilfe nach und wird vom ebenso rücksichtslosen wie geldgierigen Oheim postwendend als Hilfslehrer ans düstere Jungeninternat Dotheboys Hall vermittelt - sprich abgeschoben. Dort angekommen, muss er feststellen, dass die Schutzbefohlenen vom sadistischen Wackford Squeers (gewohnt souverän: Jim Broadbent) und dessen bitterböser Gattin (furchteinflößende Furie: Juliet Stevenson) eher tyrannisiert als ausgebildet werden und vor allem - dank Schulgeld - als Einnahmequelle und billige Arbeitskräfte dienen. Besonders hart meint es das Schicksal mit dem geistig Behinderten Smike (Jamie "Billy Elliot" Bell), der schlimmer als ein Sklave behandelt wird.
Um Freundschaft geht es hier, um Toleranz und Menschlichkeit, um Humanität und Nächstenliebe, kurzum, um den ewigen Traum von einer besseren Welt. Hart zeichnet McGrath die Gegensätze, reich und arm, gut und böse, hässlich und schön knallen mit voller Wucht aufeinander. Es fällt folglich nicht schwer, in diesem aufwändig gestalteten Kostümfilm Position zu beziehen und Partei zu ergreifen, mit Nickleby mitzufiebern, wenn er pfiffig und phantasievoll den vermeintlich aussichtslosen Kampf gegen seinen Onkel und dessen fiesen Intrigen aufnimmt. Mit stets passenden Bildern illustriert Mike-Leigh-Kameramann Dick Pope, lichtdurchflutet im ländlichen Idyll, düster und grau in den verwinkelten, schmutzigen Gassen Londons, die Handlung, während Oscar-Preisträgerin Rachel Portmans ("Emma") epischer Soundtrack, durchsetzt mit luftigen Klarinetten- und Flötensoli, diese präzise kommentiert. In Kombination mit dem naturalistisch anmutenden Produktionsdesign von Eve Stewart sowie dem groß aufspielenden Ensemble - aus dem Plummer herausragt - ergibt dies eine weitere sehenswerte Dickens-Variante, die insgesamt in puncto Struktur, Aufbau, Timing und Ästhetik - und das ist keinesfalls abwertend gemeint - dem Fernsehen näher steht als dem Kino. geh.
Diese schwungvolle Geschichte um Intrigen, Leidenschaft und Vergeltung - wie könnte man sie nicht lieben? Von einem unvergleichlichen Ensemble lebhaft, spritzig und phantastisch gespielt, ist "Nicholas Nickleby" ein zeitloses Meisterwerk. Die, für einen Golden Globe[r] nominierte Adaption von Charles Dickens' großem Roman schildert ein romantisches Abenteuer, das man wieder und wieder erleben möchte!
Als seine Familie in der Stunde der Not hintergangen wird, muss der junge Nicholas (Charlie Hunnam) zeigen, was in ihm steckt. Begleiten Sie ihn auf eine filmische Reise, die von Kritikern einmütig als Fest für Augen und Ohren gefeiert wird!
Quelle: Fox
| Darsteller: | Charlie Hunnam | als Nicholas Nickleby | |
|---|---|---|---|
| Romola Garai | als Kate Nickleby | ||
| Jamie Bell | als Smike | ||
| Christopher Plummer | als Ralph Nickleby | ||
| Jim Broadbent | als Wackford Squeers | ||
| Tom Courtenay | als Newman Noggs | ||
| Heather Goldenhersh | als Fanny Squeers | ||
| Alan Cumming | als Mr. Folair | ||
| Edward Fox | als Sir Mulberry Hawk | ||
| Anne Hathaway | als Madeline Bray | ||
| Barry Humphries | als Mrs. Crummles / Mr. Leadville | ||
| Nathan Lane | als Vincent Crummles | ||
| Timothy Spall | als Charles Cheeryble | ||
| Gerard Horan | als Ned Cheeryble | ||
| Juliet Stevenson | als Mrs. Squeers | ||
| Kevin McKidd | als John Browdie | ||
| Nicholas Rowe | als Lord Verisopht | ||
| Sophie Thompson | als Miss Lacreevy | ||
| David Bradley | als Mr. Bray | ||
| Stella Gonet | als Mrs. Nickleby | ||
| Andrew Havill | als Mr. Nickleby | ||
| Helen Coker | als Tilda | ||
| Roger Ashton-Griffiths | als Arzt | ||
| Mark Dexter | als Ralph Nickleby, jung | ||
| Amber Batty | als Mrs. Ralph Nickleby | ||
| Regie: | Douglas McGrath | ||
| Buch: | Douglas McGrath | ||
| Musik: | Rachel Portman | ||
| Kamera: | Dick Pope | ||
| Produzent: | Simon Channing Williams | ||
| John Hart | |||
| Jeffrey Sharp | |||
Nicholas Nickleby in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Französisch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg., Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
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