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Nichts als Gespenster

Fünf Reisegeschichten aus fünf Ländern erzählen mit Melancholie und lakonischem Humor von Sehnsucht nach Liebe und dem diffusen Lebensgefühl einer Generation.


Nichts als Gespenster

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Erhältlich seit:
03.04.2009

Drama/ Episodenfilm

Deutschland 2007
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Maria Simon
August Diehl
Brigitte Hobmeier

Regie: Martin Gypkens
Senator Home Entertainment

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Die eigenen Gespenster jagt eine Topstar-Riege in dieser grandiosen Bestseller-Verfilmung.

Marion sammelt in Venedig neue Eindrücke (Foto: Senator) Großansicht

Marion sammelt in Venedig neue Eindrücke (Foto: Senator)

Judith Hermann, die gefeierte Autorin, hat ihn überzeugend eingefangen in ihrem titelgebenden Roman, den Sound der Generation X. Jetzt bringt Regisseur Martin Gypkens das Gefühl auf den Punkt in seiner fulminanten Adaption, deren Besetzungsliste sich liest wie das Who is Who des jungen deutschen Films.

Er schickt sie auf die Reise, seine Helden, die lieben und sich verlieren, die suchen, ohne zu finden, unterwegs sind, ohne anzukommen. Sei es, wortkarg, über staubige US-Highways, wo Maria Simon und August Diehl eine Geisterjägerin treffen, auf Jamaika, wo Brigitte Hobmeier und Jessica Schwarz flirten, während sich über der Insel ein Hurrikan zusammenbraut, in Island, wo für Wotan Wilke Möhring und Solveig Arnarsdottir in Einsamkeit und Kälte nicht nur die Geysire brodeln, in Venedig, wo Fritzi Haberlandt in Gegenwart ihrer Eltern sofort zur Tochter wird oder einfach nur in der deutschen Provinz, wo sich Karina Plachetka in die neue Liebe (Stipe Erceg) ihrer Freundin verguckt.

Felix und Ellen haben sich nicht viel zu sagen (Foto: Senator) Großansicht

Felix und Ellen haben sich nicht viel zu sagen (Foto: Senator)

Jaja, die Liebe

Fazit: Die Liebe macht's kompliziert, wohin man auch geht, man entkommt ihr nicht - sich selbst noch weniger.

Nichts als Gespenster

Fünf Reisegeschichten aus fünf Ländern erzählen mit Melancholie und lakonischem Humor von Sehnsucht nach Liebe und dem diffusen Lebensgefühl einer Generation.

Wer Judith Hermanns Erzählband "Nichts als Gespenster" kennt, darf sich die Augen reiben. Martin Gypkens gelingt es, eigentlich unverfilmbare Episoden von Menschen rund um den Globus, die sich fern der Heimat treiben lassen, als unterhaltendes Mosaik von Beziehungen, Begegnungen und Begebenheiten auf die Leinwand zu zaubern. Oft sind es ganz alltägliche Dinge und kleine Katastrophen, die den Reisenden aus dem Trott bringen und zum Nachdenken zwingen.

Da ist das sich entfremdete junge Paar, das über die Highways der USA braust, die Frau, die ihrer besten Freundin in der deutschen Provinz den Mann der Träume ausspannt, eine andere, die in Jamaika ihren Ex-Freund besucht, die Tochter aus gutem Hause, die in Venedig ihre nervigen Eltern trifft und ein anfänglich noch "platonisches" Gespann, das in Island plötzlich Lust und Eifersucht verspürt.

Egal wo, es klappt einfach nicht zwischen den Geschlechtern, Reisen löst keine Probleme und Gefühle machen alles nur noch komplizierter, was die Menschen zu Hause nicht finden, finden sie auch nicht in der Fremde, so die nicht ganz revolutionäre, aber in gewaltigen Cinemascope-Bildern und in bester Besetzung (u.a. August Diehl, Jessica Schwarz, Janek Rieke und Fritzi Haberlandt) verkündete Quintessenz. Auch wenn sich die einzelnen, knapp aber präzise gezeichneten Figuren und Paare nie treffen und ihre Schicksale parallel laufen, so verbindet sie neben der Sprachlosigkeit trotz vieler Worte eben der verzweifelte Versuch, aus dem Netz von trügerischer Sicherheit, falschen Hoffnungen und seelischen Verletzungen auszubrechen. Die Übergänge von einem Handlungsstrang zum nächsten sind oft fließend, mal abrupt wie bei dem Wechsel von der Ziegenschlachtung in der Karibik auf die genüssliche Rouladenzubereitung in Island.

Die unterschwellige Traurigkeit wird immer wieder gebrochen durch Außen-Charaktere, die für Skurrilität und Komik sorgen - wie eine völlig durchgedrehte Gespensterjägerin in USA. Das Durch-die- Gegend-reisen und Nicht-ankommen-können versteht Gypkens als metaphorisch, seine Helden verharren im Schwebezustand im Dickicht von Deutungen und Zufällen. Der Mut zum rigorosen Neuanfang? Nur eine Chimäre. mk.

Nichts als Gespenster

In fünf Episoden ihres Lieblingsthemas der unglücklichen Liebe und der allgemeinen Verlorenheit der Generation X schickt die gefeierte Bestseller-Autorin Judith Hermann ihre Figuren in die Welt hinaus. Venedig, Jamaika, die deutsche Provinz, die Wüste Nevadas oder Island - immer wird die gewohnte Umgebung hinter sich gelassen; die Figuren sind alle auf Reisen in unterschiedliche Länder und aus unterschiedlichen Motiven - doch alle müssen sie erkennen: sich selbst kann man nie entkommen, wohin man auch geht...

Quelle: Senator

- Audiokommentar
- Behind the Scenes
- Trailer

Quelle: Senator

Darsteller:  Maria Simon   als Ellen
  August Diehl   als Felix
  Brigitte Hobmeier   als Christine
  Jessica Schwarz   als Nora
  Janek Rieke   als Kaspar
  Sólveig Arnarsdóttir   als Jonina
  Wotan Wilke Möhring   als Jonas
  Ina Weisse   als Irene
  Karina Plachetka   als Caro
  Chiara Schoras   als Ruth
  Stipe Erceg   als Raoul
  Fritzi Haberlandt   als Marion
  Christine Schorn   als Marions Mutter
  Walter Kreye   als Marions Vater
  Valur Freyr Einarsson   als Magnus
  Dale Dickey   als Annie
  Jack Impellizzeri   als Buddy
  Bonnie Hellman   als Geisterfotografin
 
Regie:  Martin Gypkens  
Buch:  Martin Gypkens  
Musik:  Martin Todsharow  
Kamera:  Eeva Fleig  
Produzent:  Andreas Eicher  
  Rolf H. Hammerstein  
  Dr. Michael Heiks  
 

Nichts als Gespenster in der Fotoshow

 

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