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Nichts bereuen

Angenehm unprätentiös und realistisch erzählte Coming-of-Age-Geschichte eines 19Jährigen zwischen Zivildienst und unberechenbarer Liebe.


Nichts bereuen

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Drama/ Komödie

Deutschland 2001
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Daniel Brühl
Jessica Schwarz
Denis Moschitto

Regie: Benjamin Quabeck
Ascot Elite Home Entertainment

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Nichts bereuen

Der 19-jährige Daniel ist verwirrt, passieren doch so viele Dinge auf einmal: Da interessiert sich seine heimliche Liebe Luca plötzlich für ihn, nur um ihm wenig später einen Korb zu geben; gleichzeitig hegt er Gefühle für seine Arbeitskollegin Anna. Ein alter Herr, den er als Zivi zu betreuen hat, stirbt, und er überwirft sich mit seinem besten Freund. Ein Tankstellen-Überfall macht seine momentane Katastrophenphase komplett. Bevor Daniel jedoch vollends resigniert, wird ihm klar, dass man das Leben einfach nicht planen kann...

Benjamin Quabeck konnte mit seinem Debüt den Regie-Förderpreis auf dem Filmfest München 2001 gewinnen. Die Verfilmung seines eigenen Romans ist gefühlvoller Selbstfindungstrip und zugleich sympathische Coming-of-Age-Story. Stilsicher inszeniert und ohne pseudo-jugendliches Verständnispathos vermittelt Quabeck die Nöte seines Helden mit erfrischender Ironie. "Schule"-Star Daniel Brühl, Viva-Moderatorin Jessica Schwarz und der Rest des Ensembles agieren souverän, sodass der Film auch jenseits der Twens Fans finden dürfte.

Nichts bereuen

Ausgezeichnet mit dem Regieförderpreis der HypoVereinsbank beim Münchner Filmfest, kommt dieser in seiner Frische und ungezwungenen Erzählungssorgfalt bemerkenswerte Debütfilm des jungen Benjamin Quabeck in die Kinos. Basierend auf seinem eigenen Roman erzählt er angenehm unprätentiös von den ersten Erfahrungen eines 19-Jährigen beim Erwachsenwerden und dürfte sein Publikum sicher nicht nur in dieser Altersgruppe finden, sondern generationsübergreifend bei allen Filmliebhaber-Jahrgängen.

Quabeck beendete sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg mit "Nichts bereuen", in dem Zusammenhang ein schön programmatischer Titel. Erstaunlich stilsicher konzentriert er sich auf eine unaufdringliche, lakonische Erzählstruktur, wird nie geschwätzig, weder verbal noch inszenatorisch, und lässt dadurch seinen Figuren die Chance zu Spannungen und Geheimnis. Daniel (melancholisch: Daniel Brühl) hat das Abi hinter sich und setzt seine ganze Hoffnungen auf das wahre Leben und die große Liebe. Aber, wie so häufig, kommt es anders, als er denkt. Die schöne Luca (Jessica Schwarz), die er seit seinem "ersten Mal" vor vier Jahren heimlich liebt, bleibt romantisch unerreichbar für ihn. Der Zivi-Job, den ihm sein Vater ausgerechnet bei der Kirche besorgt hat, entpuppt sich als unerträglich und dient Daniel schließlich nur zu einer melodramatischen Selbstdarstellung in Sachen Liebeskummer in dem er sich ganz einfach selbst ans Kreuz hängt. Benjamin Quabeck gelingt es, auch nur den geringsten Hauch von Seifenopern-Pathos zu vermeiden, sondern wahrt fast so etwas wie erzählerisch-ironischen Abstand. Dadurch bekommt der Film eine gewisse Leichtigkeit des Seins und einen Realismus, der Neugier weckt und das Interesse an den Figuren und der Geschichte motiviert. Bei seinem neuen Zivi-Job in der Altenpflege lernt er die Diakonie-Schwester Anna (Marie-Lou Sellem) kennen und entdeckt Gefühle, die er bislang nur für Luca empfand. Er kommt völlig durcheinander, als die sich plötzlich wieder bei ihm meldet, um nach einem erneuten Treffen Unvereinbarkeit festzustellen. Die Zeit der Katastrophen scheint in seinem Leben angebrochen, als er mit seinem besten Freund in einen kapitalen Streit gerät, ein von ihm betreuter alter Herr stirbt und auch noch ein Tankstellenüberfall dazu kommt. Bevor er sich als Pechvogel selbst bejammert, begreift Daniel, dass Leben das ist, was dazwischen passiert, was man nicht planen und vorbereiten kann. Das Unberechenbare und Unvorhersehbare ist es, worauf es sich einzustellen lohnt. Da gibt es nichts zu bereuen, dafür aber alles zu gewinnen. Auch im Kino. fh.

Darsteller:  Daniel Brühl   als Daniel
  Jessica Schwarz   als Luca
  Denis Moschitto   als Dennis
  Josef Heynert   als Axel
  Sonja Rogusch   als Maria
  Marie-Lou Sellem   als Schwester Anna
 
Regie:  Benjamin Quabeck  
Buch:  Hendrik Hölzemann  
Musik:  Lee Buddah  
Kamera:  David Schultz  

Deutscher Filmpreis, die 52te

Auch das Publikum kann Preise vergeben: Die diesjährigen Kandidaten für den Deutschen Filmpreis.

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Nominiert als Bester Spielfilm: "Nirgendwo in Afrika"

Minister Julian Nida-Rümelin, der aus seiner Vorliebe für die deutsche Kinokultur kein Hehl macht, gab am Freitag den 19. April im Berliner Hotel Adlon die Nominierungen bekannt. Durch den Abend führte die Leipziger Darstellerin Manon Straché.

Der kürzlich verstorbene Billy Wilder wurde von Journalist und Schriftsteller Hellmuth Karasek und von Regisseur Volker Schlöndorff mit einem persönlichen Nachruf bedacht.

Ganz heiß - der Publikumspreis: Am 26. April startet das Gewinnspiel um die beiden Auszeichnungen "Deutscher Kinofilm des Jahres" und "Schauspielerin bzw. Schauspieler des Jahres". Einsendeschluss ist der 1. Juni 2002, mitmachen kann man unter www.deutscherfilmpreis.de.

Die Nominierungen

Bester Spielfilm: "Bella Martha", "Halbe Treppe", "Heaven", "Nirgendwo in Afrika", "Das weiße Rauschen" und "Wie Feuer und Flamme".

Bester Dokumentarfilm: "Black Box BRD", "A woman and a half - Hildegard Knef"

Bester Kinder- und Jugendfilm: "Hilfe, ich bin ein Fisch", "Das Sams"

Beste Hauptdarstellerin: Karoline Eichhorn für "Der Felsen", Martina Gedeck für "Bella Martha", Juliane Köhler für "Nirgendwo in Afrika"

Bester Hauptdarsteller: Daniel Brühl für "Nichts bereuen", "Das weiße Rauschen" und "Vaya con dios". Ulrich Noethen für "Das Sams". Antonio Wannek für "Der Felsen" und "Wie Feuer und Flamme".

Beste Nebendarstellerin: Anabelle Lachatte für "Das weiße Rauschen", Eva Mattes für "Das Sams". Marie-Lou Sellem für "Mein Bruder, der Vampir", " Nichts bereuen" und "Hilfe, ich bin ein Junge!".

Bester Nebendarsteller: Martin Feifel für "Was tun, wenn's brennt?", Remo Girone für "Heaven" und Matthias Habich für "Nirgendwo in Afrika"

Beste Regie: Andreas Dresen für "Halbe Treppe", Dominik Graf für "Der Felsen" und Caroline Link für "Nirgendwo in Afrika".

2,815 Millionen Euro stehen gesamt als Prämien für die 16 Preise aus - 10.000 davon gehen sicher an Michael "Bully" Herbig für "Der Schuh des Manitu": Er wird für seinen Erfolg mit einem Sonderpreis der Jury geehrt, dem Filmpreis in Gold.

Die 52. Verleihung des Deutschen Filmpreises findet am 14. Juni 2002 im Berliner Tempodrom am Anhalter Bahnhof statt. Die Zusammenfassung der Gala zur Verleihung des Deutschen Filmpreises wird am 16. Juni 2002 von Sat.1 um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

 

Nichts bereuen in der Fotoshow

 

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Daniel Brühl

Er besuchte nie eine Schauspielschule und ist doch DER Jungstar des deutschen Films. Daniel Brühls sanfte sensible Art macht ihn zwischen Teen-...

 

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Jessica Schwarz

Deutsche Schauspielerin. Aparte Brünette. Jessica Schwarz ist vorwiegend in nervösen, hastigen Rollen mit tupferartiger Charakterisierung...