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Nichts zu verzollen

In seiner neuen bissigen Komödie spielt Dany Boon mit nationalen Vorurteilen und lässt französische und belgische Grenzbeamte aufeinander los.


Nichts zu verzollen

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Erhältlich seit:
28.11.2011

Originaltitel: Rien à declarer

Komödie

Frankreich 2011
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Dany Boon
Benoît Poelvoorde
Philippe Magnan

Regie: Dany Boon
Prokino Filmverleih GmbH

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Nichts zu verzollen

An der belgisch-französischen Grenze pflegen die Zöllner kurz vor dem Schengener Abkommen noch in kleinen Scharmützeln gegenseitige Vorurteile, insbesondere der frankophobe Ruben Vandevoorde mit Gegenüber Mathias Ducatel. Nach einer schlagkräftigen Kontroverse müssen die beiden Streithähne gemeinsam zum mobilen Patrouillendienst. Durch das Hochtunen ihres R4s gelingt es dem Duo, Drogenkuriere abzufangen. Ihre beginnende Freundschaft geht in die Brüche, als Ruben von der Affäre Mathias' mit seiner Schwester Wind bekommt.

Nach "Willkommen bei den Sch'tis" legt Dany Boon seine nächste Komödie vor. Deren populärer Humor reizt die nahe Grenze zum Klamauk aus, überschreitet sie jedoch nie. Dass das gelingt, liegt an den perfekt besetzten Darstellern bis in die Nebenrollen, Benoît Poelvoorde als Spezialist im Schikanieren und für verbale Unflätigkeiten, Boon in einer Mischung aus Chuzpe, Charme und Cholerik. Zusammen mit den ausgetüftelten Bauten und deren Ausstattung und der präzisen Kamera eine runde Sache.

Nichts zu verzollen

In seiner neuen bissigen Komödie spielt Dany Boon mit nationalen Vorurteilen und lässt französische und belgische Grenzbeamte aufeinander los.

Die Franzosen konnten's kaum erwarten, allein in den ersten zwei Wochen stürmten mehr als fünfeinhalb Millionen Zuschauer das Kino und lachten sich scheckig beim nationalen Kleinkampf im belgisch-französischen Grenzkaff Cuorquain.

Es ist die Zeit kurz vor dem Schengener Abkommen, ein Europa ohne Zollschranken steht an. Für die stationären Grenzkontrollen das Ende einer Ära, bald gibt es "Nichts zu verzollen", sie werden überflüssig sein. Das geeinte Europa ist in ihren Köpfen noch nicht angekommen, die Belgier, allen voran der frankophobe Ruben Vandevoorde, liefern sich kleine Macht-Scharmützel mit den arroganten "Camemberts". Sein größter Gegenspieler Mathias Ducatel trifft sich insgeheim seit einem Jahr mit dessen Schwester, die sich nicht traut, ihrer Familie das Verhältnis mit dem Feind zu beichten. Nach einer schlagkräftigen Kontroverse müssen die beiden Streithähne gemeinsam zum mobilen Patrouillendienst. Erst nach dem Hochtunen ihres R4-Motors, gelingt es dem Duo mit der alten Rostlaube, Drogenkuriere abzufangen. Die beginnende Freundschaft geht in die Brüche, als Ruben von der Love-Affair Wind bekommt.

Der neuerliche Erfolg beweist, dass "Willkommen bei den Sch'tis" kein Zufallstreffer war, Dany Boon hat ein Händchen für populären Humor. Sein Blick auf menschliche Schwächen ist nie bösartig, sondern liebevoll. Auch wenn sie sich noch so dumm anstellen, man mag diese Helden in Uniform trotz ihrer Naivität und Verbohrtheit. Die nahe Grenze zum Klamauk wird ausgereizt, aber nie überschritten - weder bei der Persiflage auf Super-Cops noch bei den an schlichtem Gemüt kaum zu übertreffenden Schmugglern. Alles hängt an Benoît Poelvoordes Verkörperung eines Spezialisten im Schikanieren und verbalen Unflätigkeiten. Als sein Gegenpart profiliert sich Stand-up-Comedian Boon in einer Mischung aus Chuzpe, Charme und Cholerik und guckt dabei treu wie ein Hund, dass man ihn schnell ins Herz schließt. Bis in die kleinste Nebenrolle von skurrilen Verlierern und Versagern ist die Komödie perfekt besetzt. Kaum zu übertreffen an Ironie ist das Ehepingpong zwischen Karin Viard und François Damiens. "Nichts zu verzollen" besticht außerdem mit ausgetüftelten Bauten und Ausstattung, wie das Restaurant "No man's land" oder die rustikale belgische bzw. sehr bürokratische wirkende französische Zollstation. Zusammen mit einer präzisen Kamera gelang Boon eine runde Sache, die das Budget von 22 Mio. Euro wert ist. mk.

Darsteller:  Dany Boon   als Mathias Ducatel
  Benoît Poelvoorde   als Ruben Vandevoorde
  Philippe Magnan   als Mercier
  Nadège Beausson-Diagne   als Nadia Bakari
  Zinedine Soualem   als Lucas Pozzi
  Guy Lecluyse   als Gregory Brioul
  Christel Pedrinelli   als Olivia Vandevoorde
  Joachim Ledeganck   als Leopold Vandevoorde
  Julie Bernard   als Louise Vandevoorde
  Jean-Paul Dermont   als Vater Vandevoorde
  Bouli Lanners   als Bruno Vanuxem
  Eric Godon   als Willems
  Karin Viard   als Irène Janus
  François Damiens   als Jacques Janus
  Laurent Gamelon   als Duval
  Bruno Lochet   als Tiburce
  Laurent Capelluto   als La Balle
 
Regie:  Dany Boon  
Buch:  Dany Boon  
  Yaël Boon  
Musik:  Philippe Rombi  
Kamera:  Pierre Aïm  
Produzent:  Jérôme Seydoux  
 

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Dany Boon

Französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Stand-Up-Comedian, der mit Sketchen aus der nordfranzösischen Heimat begann, wurde Dany Boon...