Der kleinkarierte Anwalt Harry Fabian beschließt eines Tages, seiner schlecht gehenden Kanzlei Lebewohl zu sagen und als Box-Promoter sein Glück zu versuchen. Er will endlich seinen Anteil am Kuchen der Erfolgreichen. Aber je länger Fabian seine wenigen Freunde um ein paar lausige Dollars anbettelt, desto tiefer zieht er sich eigenhändig in den Dreck. Als ihm seine Geliebte Helen, die einzige, die wirklich zu ihm steht, ihre gesamten Ersparnisse zur Verfügung stellt, wittert der Loser seine letzte Chance. Doch Fabian hat seine Rechnung ohne den allmächtigen König der Boxringe, Boom Boom Grossman, gemacht. Dieser hat ganz spezielle Methoden, um mit unliebsamen Konkurrenten fertigzuwerden.
Nach Jules Dassins "Film noir"-Klassiker "Die Ratte von Soho" aus dem Jahre 1950 hat der Produzent ("Rocky") und spätberufene Regisseur ("Schuldig bei Verdacht") Irwin Winkler ein packendes Großstadt-Drama über einen ewigen Verlierer in Szene gesetzt. Die Rolle des Losers gibt Robert De Niro mit unnachahmlicher Präzision, er zeigt jede Facette seines desolaten Charakters - die Verletzlichkeit, die Naivität, die maßlose Selbstüberschätzung. In seiner Aura verblassen selbst so prächtige Nebendarsteller wie Jessica Lange, Eli Wallach und Jack Warden. Doch trotz De Niros schauspielerischer Wucht wird das ruhige, fast betuliche und oft sentimentale Werk wohl nur qualitätsbewußte Video-User in seinen Bann ziehen.