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Nirvana

Virtual-Reality-Thriller mit einer Prise existenzialistischer Philosophie und in phänomenalem Design.


Nirvana

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Erhältlich seit:
26.02.2010

Science Fiction/ Thriller

Italien/Frankreich/Großbritannien 1997
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12

Christopher Lambert
Diego Abatantuono
Sergio Rubini

Regie: Gabriele Salvatores
epiX Media AG

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Nirvana

Jimi arbeitet gerade an der Realisierung des Computerspiels "Nirvana". Doch ehe er damit fertig ist, befällt ein hochinfektiöser Virus das gesamte System. Die Folge: Der Protagonist des Spiels wird sich bewußt, daß er nicht wirklich lebt und fordert deshalb seinen Herrn und Meister auf, das Spiel - und damit ihn selbst - zu vernichten. Doch die Macht über seine Schöpfung hat Jimi längst verloren, und so beginnt ein verwirrend-faszinierender Wettlauf zwischen Phantasie und Wirklichkeit, bei dem nicht abzusehen ist, wer am Ende der Sieger sein wird.

Mit seinem futuristischen Cyberspace-Thriller lotet Oscar-Preisträger Gabriele Salvatores ("Mediterraneo") jene High-Tech-Dimensionen aus, die schon Kathryn Bigelow ("Strange Days") oder Iain Softley ("Hackers") zum Thema ihrer Filme gemacht haben. Die aufregende Gratwanderung zwischen künstlicher und realer Welt wird durch opulente Bilder und rauschhafte Farbenpracht hervorragend transportiert. "Highlander" Christopher Lambert erweist sich als idealer Protagonist zwischen den Fronten von Schein und Sein.

Nirvana

"Die Zukunft ist ein Spiel", prophezeit der Untertitel zu "Nirvana", mit dem sich Gabriele Salvatores, fünf Jahre nach dem Oscargewinn für "Mediterraneo", wieder in den deutschen Kinos zurückmeldet. Doch in der Gegenwart erweist sich seine futuristische Reflexion über die Entmenschlichung der realen und Humanisierung der virtuellen Realität als nur müßig unterhaltsames Vergnügen, dem es zwar nicht an Ambition und Taktik, wohl aber am Spielerischen mangelt.

"Sie müssen gefährlicher, komplexer werden, sonst langweilt sich der Spieler", erklärt Programmierer Jimi (Christopher Lambert) seiner Schöpfung Solo (Diego Abatantuono) die Anforderungen an Computerspiele, die zu erfüllen auch "Nirvana" genützt hätte. Komplex und nicht nur aufgrund moralischer Fragestellungen interessant ist die Ausgangsposition dieses Science-fiction-Dramas: der Dialog zwischen lebender und toter Materie, zwischen Schöpfer und Geschöpf, zwischen konkreter und vorgetäuschter Realität. Protagonist Jimi, der sich seit seiner Trennung von seiner großen Liebe (fast nur in kurzen Videostatements präsent: Emmanuelle Seigner) aus seiner eigenen Wirklichkeit zurückgezogen hat, muß binnen dreier Tage die Arbeit an dem neuen, satte Gewinne versprechenden Computerspiel Nirvana beenden. Als jedoch Solo, Nirvanas zentrale Figur, durch einen Virus ein Bewußtsein entwickelt, sich als nicht existent erkennt und seine Löschung fordert, entschließt sich Jimi, diesem Wunsch zu entsprechen und das Game aus der Datenbank seines Auftraggebers, eines japanischen Großkonzerns, zu entfernen. Ein Ziel, ein Auftrag, nur der Weg dorthin verspricht nur für Jimi Aufregung. In der Realität des Zuschauers aber stellt sich Spannung nicht ein, denn die sich an den hierarchischen Ebenen eines Computerspiels orientierende Struktur des Films, das Springen von Figur zu Figur, bis endlich der Problemlöser gefunden ist, ermüdet ohne echte Höhepunkte. Interessanter dagegen das nur von wenigen Computereffekten illustrierte virtuelle Niveau, auf dem die einzige Figur mit Bewußtsein Solo (nomen est omen!), andere vergeblich von ihrer Künstlichkeit zu überzeugen versucht, und der Unmöglichkeit, Nirvana zu erreichen, den Kreislauf Geburt-Tod-Wiedergeburt zu durchbrechen. Einflüsse asiatischer Religionen sind unübersehbar, wie auch die literarischen Entwürfe William Gibsons oder cineastische Vorbilder wie "Blade Runner", der allerdings ungleich spannender und tiefgründiger verwandte Fragen humaner und moralischer Natur diskutierte. Auch in Atmosphäre und Ausstattung zeigt sich "Nirvana" von Ridley Scotts Klassiker inspiriert, muß sich aber aufgrund sichtbarer Budgetgrenzen in den Bildausschnitten auf die kleine Lösung beschränken. Letztere mag sich auch an den Kinokassen abzeichnen, wo schon Enki Bilals "Tykho Moon" scheiterte, der Ambition und Unterhaltung ebenfalls nicht harmonisieren konnte. kob.

Nirvana

Eine Metropole in der Zukunft: Computerspiele sind das Leben von Softwaredesigner Jimi. Seine neuste Kreation: Nirvana. Ehe er es fertigstellen kann, befällt ein hochinfektiöser Virus das gesamte System. Wodurch sein Protagonist Solo ein Bewusstsein entwickelt und ihn bittet, seine Existenz zu löschen. Doch die Macht über seine Schöpfung hat Jimi längst verloren - auf realer und virtueller Ebene beginnt eine atemlose und phantastische Reise...

Atemberaubender Sci-Fi-Thriller mit Highlander Christopher Lambert als Spieledesigner, der die Grenzen von Fiktion und Realität durchbricht.

Quelle: epiX Media

Darsteller:  Christopher Lambert   als Jimi Dini
  Diego Abatantuono   als Solo
  Sergio Rubini   als Joystick
  Stefania Rocca   als Naima
  Amanda Sandrelli   als Maria
  Emmanuelle Seigner   als Lisa
  Claudio Bisio   als Corvo Rosso
  Ugo Conti   als Tourist
  Paolo Rossi   als Joker
  Leonardo Gajo   als Gaz Gaz
  Gigio Alberti   als Doktor
  Bebo Storti   als Meditierender Mann
  Silvio Orlando  
  Antonio Catania  
 
Regie:  Gabriele Salvatores  
Buch:  Gabriele Salvatores  
  Pino Cacucci  
  Gloria Corica  
Musik:  Mauro Pagani  
  Federico De Robertis  
Kamera:  Italo Daniele Petriccione  
Produzent:  Vittorio Cecchi Gori  
  Rita Cecchi Gori  
  Maurizio Totti  
 

Nirvana in der Fotoshow

 

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