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Nix zu verlieren

Turbulente Roadmovie-Komödie um einen betrogenen Ehemann, der mit einem unfreiwilligen Partner auf Rachefeldzug geht.


Nix zu verlieren

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Erhältlich seit:
30.06.2005

Originaltitel: Nothing to Lose

Komödie

USA 1997
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Martin Lawrence
Tim Robbins
John C. McGinley

Regie: Steve Oedekerk
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Nix zu verlieren

Nick Beam ist beruflich erfolgreich und glücklich verheiratet - denkt er jedenfalls. Als er jedoch eines Tages verfrüht nach Hause kommt, ertappt er seine Frau beim Sex mit seinem Boß. Außer sich vor Wut, setzt der Werbekaufmann sich ins Auto und rast davon. Da wird er an einer roten Ampel auch noch von dem Kleingangster T. Paul überfallen. Nick gerät vollkommen außer Kontrolle und jagt mit seinem Beifahrer mitten in die Wüste von Arizona. Dort überredet Nick Paul, doch zusammen mit ihm bei seinem Chef einzubrechen...

Zündende Gags am laufenden Band machen aus diesem klassischen buddy-movie einen jederzeit würdigen Vertreter seines Genres. Mit zwei temperamentvollen, sich wunderbar ergänzenden Stars in den Hauptrollen - Tim Robbins ("Die Verurteilten") ungewohnt charmant-witzig und Martin Lawrence ("Bad Boys") in einer Paraderolle als Schandmaul -, ist Steve Oedekerks ("Ace Ventura - Jetzt wird's wild") Action-Komödie eine einfallsreiche, taufrisch wirkende 90er-Jahre-Variante des Eddie-Murphy-Klassikers "Nur 48 Stunden". Nicht nur für Slapstick-Fans.

Nix zu verlieren

15 Jahre nachdem "Nur 48 Stunden" die Blaupause für die actionorientierte Buddy-Komödie schuf, erlebt das letzthin erschöpft scheinende Subgenre mit einer weiteren Schwarz-Weiß-Kombination gutgelaunte Mini-Renaissance: Als "seltsames Paar" schlagen sich "Bad Boy" Martin Lawrence und Tim Robbins mit verblüffend erfolgreichem Resultaten durch ein haarsträubendes Wahnsinns-Szenario, in dem sich Wortwitz, Slapstick und Situationskomik jenseits jeglicher Wahrscheinlichkeit zu einem unablässigen Pointengewitter vereinen. Zu recht darf Buena Vista hoffen, mit dem pfiffigen Roadtrip von Steve Oedekerk (Regie/Drehbuch "Ace Ventura - Jetzt wird's wild", Drehbuch "Der verrückte Professor") einen Sleeperhit an der Hand zu haben.

Verblüfft hatte man im Vorfeld noch registriert, daß Tim Robbins seiner Weltklasse-Regieleistung "Dead Man Walking" eine vermeintlich hirnlose Kumpelkomödie folgen läßt - zu allem Überfluß an der Seite des schlimmen Fingers Martin Lawrence, der während der Dreharbeiten für Negativ-Schlagzeilen gesorgt hatte, als er im Drogenrausch auf offener Straße mit einer unregistrierten Waffe herumfuchtelte.

Dem Film sind Spannungen jedweder Art nicht anzusehen. Im Gegenteil: Im gleichen Maße, in dem das Vorbild "Nur 48 Stunden" Inhalte und Archetypen des Kinos der frühen achtziger Jahre in einen packenden Policier kanalisierte, in dem ebenso scharf geschossen wie gequatscht wurde, holt "Nichts zu verlieren" aus zum gnadenlosen Rundumschlag, in dem hinter zahllosen verrückten Situationen ein gewisses soziales Sendebewußtsein lauert und, wie es sich für unsere Zeit gehört, nichts und niemand so ist, wie es zunächst scheint. Regisseur Oedekerk bringt Robbins und Lawrence als gehörnten Yuppie und verzweifelten Gelegenheitsgauner zusammen und läßt sie bei einer gemeinsamen Odyssee durch das amerikanische Hinterland Abenteuer erleben, die sich in ihrer Absurdität zunehmend steigern und die beiden zu einem eingeschworenen Team zusammenschweißen. Als die beiden sich schließlich entschließen, bei Robbins' Chef einzubrechen, von dem Robbins glaubt, er sei der Liebhaber seiner Frau, ist das erst der Beginn einer Tour de Force der Irrungen und Verwicklungen. Eine Anzahl von kunterbunten Neben- und Randfiguren - darunter zwei gesuchte Schwerverbrecher (Giancarlo Esposito und John C. McGinley als Yang zu Robbins' und Lawrence' Yin), eine schlagkräftige Schwiegermutter, ein tanzfreudiger Polizist - sorgen für Lacher, wenn die beiden Hauptdarsteller kurz die Zügel schleifen lassen. Kurz, wohlgemerkt: Das dynamische Duo hat sichtlichen Spaß, jede sich bietende Chance für neue Albernheiten zu nutzen. Ein unkonventioneller Faustkampf, beabsichtigte und unbeabsichtigte Raubzüge durch Tankstellen und Supermärkte und vor allem eine grandiose Cliffhanger-Sequenz, in der Lawrence buchstäblich auf dem Grat zwischen Leben und Tod balanciert, sind dabei die Höhepunkte einer Komödie, die ihr Genre nicht unbedingt neu erfinden will, dafür aber alle bewährten Zutaten gewinnbringend einsetzt, um als eine Art "Best of"-Spaß, angesiedelt zwischen Power-Späßen à la "Ein Ticket für Zwei" und Warners "Loony Tunes"-Comics, von der ersten bis zur letzten Minute zu unterhalten: Für einen Lacher setzt "Nichts zu verlieren" gerne auch einmal seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Kein Problem, bei diesen Stars: Tim Robbins überzeugt mit jungenhaftem Charme, während Martin Lawrence mit seinem losen Mundwerk beweist, daß sein "Bad Boys"-Kollege Will Smith seit "ID4" und "MIB" beim Publikum zu Unrecht die Nase vorn hat: Der einstige Sitcom-Star liefert die womöglich lustigste Vorstellung eines schwarzen Komödianten seit Eddie Murphy in "Nur 48 Stunden" von der Leine gelassen wurde. ts.

Darsteller:  Martin Lawrence   als T. Paul
  Tim Robbins   als Nick Beame
  John C. McGinley   als Davis (Rig) Lanlow
  Giancarlo Esposito   als Charlie Dunt
  Kelly Preston   als Ann
  Michael McKean   als Philip Barrow
  Rebecca Gayheart  
  Susan Barnes  
  Irma P. Hall  
  Patrick Cranshaw  
 
Regie:  Steve Oedekerk  
Buch:  Steve Oedekerk  
Musik:  Robert Folk  
Kamera:  Donald E. Thorin  
Produzent:  Martin Bregman  
  Dan Jinks  
  Michael S. Bregman  

Unfall am Set von "Bad Boys 2"

Blieb unfallfrei: Will Smith

Blieb unfallfrei: Will Smith

Bei den Dreharbeiten zur Fortsetzung zum Actionfilm "Bad Boys" mit Will Smith ("Men in Black 2") und Martin Lawrence ("Nix zu verlieren") in den Hauptrollen kam es zu einem gefährlichen Unfall bei einer Stunt-Szene.

Es wurde gerade eine Autoverfolgungsjagd in Miami gedreht, als der Fahrer des Kamerafahrzeugs, Andy Gill, die Kontrolle über den Wagen verlor und zwei Straßenlaternen umpflügte. Smith und Lawrence befanden sich zur Zeit des Unfalls nicht am Set. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand schwer verletzt...

 

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Martin Lawrence

Nichts bringt ihn aus der Ruhe. Dafür lässt er sein Gesicht umso deutlicher in jenen Verrenkungen der Mimik sprechen, mit denen es Jim...

 

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Tim Robbins

Mit seinem stets freundlich lächelnden, beinahe fetten Kindergesicht mit dem schmalen Kinn unter wulstigen Lippen wird er von seinen Partnern im...