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No Country for Old Men

Knochentrockene Verfilmung des Romans von Cormac McCarthy über einen Mann, der auf der Jagd in der texanischen Einöde Leichen und Geld entdeckt und danach Ziel einer erbarmungslosen Hatz wird.


No Country for Old Men

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.09.2008

Thriller

USA 2007
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 16

Tommy Lee Jones
Javier Bardem
Josh Brolin

Regie: Ethan Coen, ...
Paramount Home Entertainment

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Knochentrockene Verfilmung des Romans von Cormac McCarthy über einen Mann, der auf der Jagd in der texanischen Einöde Leichen sowie Geld entdeckt und danach Ziel einer erbarmungslosen Hatz wird.

Moss muss erkennen, dass zwei Millionen das Leben schwer machen können (Foto: Universal) Großansicht

Moss muss erkennen, dass zwei Millionen das Leben schwer machen können (Foto: Universal)

Bei der Jagd im Südwesten von Texas entdeckt Llewelyn Moss (Josh Brolin) die Leichen mehrerer Männer, Beutel voller Heroin und 2,4 Millionen Dollar. Moss schnappt sich das Geld und ist fortan auf der Flucht vor dem ehemaligen Special-Forces-Mann Wells (Woody Harrelson), der im Auftrag eines Kartells handelt, und dem Psychopathen Chigurh (Javier Bardem).

Hilfe kann Moss nur von dem in die Jahre gekommenen Sheriff Bell (Tommy Lee Jones) erwarten.

Nach einer Pause in Anschluss an ein paar weniger gelungene Werke melden sich die Coen-Brüder mit neuer Energie und alter Brillanz zurück. Man fühlt sich an die präzisen und kompromisslosen Moritaten "Miller's Crossing" und "Fargo" erinnert bei dieser rastlosen Menschenhatz im amerikanischen Südwesten.

Gnade ist für Chigurh ein Fremdwort (Foto: Universal) Großansicht

Gnade ist für Chigurh ein Fremdwort (Foto: Universal)

Ein echter Coen

Die typisch lakonische Handschrift der Coens ist deutlich erkennbar, und doch fühlen sie sich stets der trocken erzählten Vorlage von Cormac McCarthy verpflichtet.

No Country for Old Men

Elektrisierend schwarzhumoriges Meisterwerk der Coen-Brüder mit Javier Bardem als todsicherer Killer im Crime-and-Western-Country von Sergio Leone, Sam Peckinpah und John Woo.

Nach den launigen "Ladykillers" und dem verzeihlichen "Härtefall" für George Clooney und Catherine Zeta-Jones, sind die Coen-Brüder wieder auf der Höhe ihrer inszenatorischen Meisterschaft mit dieser so aufregenden wie lakonischen, von schockblutigen Explosionen wie knochentrocken schwarzhumorigem Witz getränkten Expedition ins Crime-and-Western-Country von Sergio Leone, Sam Peckinpah und John Woo, deren Arten, Türen zu öffnen, auf originelle Weise variiert wird. Geerdet mit der Roman-Vorlage von Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy, dessen Neo-Western "All die schönen Pferde" Billy Bob Thornton nicht restlos überzeugend anging, adaptieren die Coens das West-Texas von 1980 als absurde philosophische Landschaft, filmisches Gold wie ihr "Fargo". Spielten dort Loser auf dem Grat zwischen Grauen und blutiger Posse, Gewalt und idyllischen Schneewüsten, so geht in "No Country For Old Men" ein begnadeter Profikiller mit grotesker Mireille-Mathieu-Frisur und Stoneface seinem Handwerk nach und spielt auf cooler Menschenjagd Graf Zaroffs "The Most Dangerous Game".

Wegen seines Muts, einen blutvollen, vollkommen humorlosen und gerade dadurch zu Lachen, das im Hals stecken bleibt, reizenden Killer zu spielen, hätte Bardem den Darstellerpreis in Cannes verdient, aber das ist so fern, als würde Chow Yun-Fat für seine epochalen Woo-Killer den Ehren-Oscar gewinnen. Als Anton Chigurh, der mit Münzwurf über Leben und Tod entscheidet, verfolgt Bardem Vietnam-Veteran Llewelyn Moss. Josh Brolin verkörpert ihn in der Tradition von Nick Nolte aus Karel Reisz' unterschätztem Drogen-Chase-Thriller "Dreckige Hunde" (1978). Moss, in einer überragenden Sequenz eingeführt, die das Jagdmotiv des Films etabliert, stößt mitten in der Wüste auf eine mit Leichen gepflasterte Wagenburg, Drogen und einen Koffer mit zwei Millionen Dollar. Den versuchen ihm erst ein furchterregend verbissener Hund bei einer atemberaubenden Flucht durch einen Fluss und dann der Anton aus Texas, mit Peilsender und einem Bolzenschießer, mit dem er seine Opfer wie Vieh tötet, abzujagen. Die Jagd variiert in der den Coens eigenen Slow-Burn-Dramaturgie berühmte Vorgänger, die Hotelszene mit Clint Eastwood in Leones "Zwei glorreiche Halunken", den Hotel-Showdown von Steve McQueen in Peckinpahs "The Getaway" und den Treppen-Shootout von Chow Yun-Fat in Woos "A Better Tomorrow II" und ist in ihrer originellen Unvorhersehbarkeit purer audiovisueller Genuss.

Dritter im Bund der Coen-Charakterköpfe ist Tommy Lee Jones, der als desillusionierter Sheriff seinen Mitbürger Moss vor Chigurh beschützen will und stets zu spät kommt. Jones wird dem Titel gerecht, wenn er mit Erzählungen à la Ambrose Bierce (der unglaubliche Todeskampf einer Kuh) und moralischen Reflexionen, von denen nichts als Träume bleiben, verlorene Integrität und Würde beklagt und den Film so lakonisch beschließt, wie Brolin und Bardem ihn verlassen. Roger Deakins' makellose Scope-Kameraarbeit, der Schnitt (die Coens unter ihrem Pseudonym Roderick Jaynes), Tonschnitt und die bis auf die Knochen reduzierte Storyline erhöhen die nachwirkende Intensität des fabelhaften Neo-Noir-Crime-Western. Yep! ger.

Darsteller:  Tommy Lee Jones   als Ed Tom Bell
  Javier Bardem   als Anton Chigurh
  Josh Brolin   als Llewelyn Moss
  Woody Harrelson   als Carson Wells
  Kelly Macdonald   als Carla Jean Moss
  Garret Dillahunt   als Wendell
  Tess Harper   als Loretta Bell
  Barry Corbin   als Ellis
  Stephen Root   als Wells' Auftraggeber
  Rodger Boyce   als Sheriff von El Paso
  Beth Grant   als Carla Jeans Mutter
  Ana Reeder  
  Kit Gwin  
 
Regie:  Ethan Coen  
  Joel Coen  
Buch:  Joel Coen  
  Ethan Coen  
Musik:  Carter Burwell  
Kamera:  Roger Deakins  
Produzent:  Ethan Coen  
  Joel Coen  
  Scott Rudin  

Josh Brolin als Alien in "Men in Black 3"?

Sind die "Men in Black" im dritten Teil bald zu dritt?

Josh Brolin ist im Gespräch für "Men in Black 3" (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Josh Brolin ist im Gespräch für "Men in Black 3" (Foto: Kurt Krieger)

Der dritte Teil von "Men in Black" ist nach wie vor von Gerüchten umgeben. Nun kommt eine neues hinzu: Josh Brolin soll vielleicht mitspielen. Um welche Rolle es bei dem "Goonies"-Star genau geht, ist nicht bekannt und man hat viel Raum für Spekulationen:

Wird Brolin womöglich der neue Agent K - wenn Tommy Lee Jones keine Lust auf Teil drei hat? Gibt der Star aus "No Country for Old Men" vielleicht einen anderen Agenten, der mit den Ober-Alienjägern zusammenarbeitet? Oder wird er gar selbst zum Alien und spielt einen besonders hinterhältigen Außerirdischen? Man weiß es nicht.

Alle haben Lust - auch Josh Brolin?

Ungewiss ist neben Tommy Lee Jones' fehlender Zustimmung auch die Zusage von Will Smith. Ebenso hält sich Barry Sonnenfeld in Sachen Regie bedeckt. Dafür gibt es schon einen Produzenten: Walter F. Parkes, der vor einigen Wochen versicherte, "alle, auch Smith und Jones" hätten große Lust, den Film zu machen. Nun gehe es nur noch darum, einen gemeinsamen Termin zu finden. Auch ein Drehbuchautor steht schon fest: Etan Cohen, der Autor von "Tropic Thunder" verfasst das Script.

Bis das alles geklärt ist und vor allem auch die Frage, um was genau es in "Men in Black 3" eigentlich gehen soll, kann Josh Brolin erstmal ruhig weiterarbeiten. Demnächst ist er in "Wall Street 2: Money Never Sleeps" zu sehen (ab 22. April im deutschen Kino), gefolgt von der Comic-Verfilmung "Jonah Hex". Außerdem macht der Gatte von Diane Lane auch beim Western-Remake "Der Marshall" mit - langweilig wird es dem Mann also sicher nicht.

 

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