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No Good Deed

Bob Rafelsons Verfilmung eines Dashiell-Hammet-Krimis lässt einen Cop in die Quere eines Bankräubertrios geraten.


No Good Deed

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Erhältlich seit:
27.10.2006

Originaltitel: The House on Turk Street

Thriller

USA/Kanada/Deutschland 2002
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 16

Samuel L. Jackson
Milla Jovovich
Stellan Skarsgård

Regie: Bob Rafelson
Splendid Film

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Eigentlich wollte der zuckerkranke Cop und Hobby-Cellist Jack Friar ja zum jährlichen Musikerseminar reisen, doch nun hat er sich breitschlagen lassen, von Haustür zu Haustür nach der vermissten Tochter seiner Nachbarin zu suchen. In einer Villa in der Turk Street will man Friar nach einem Tässchen Tee gar nicht mehr weg lassen, und das mit gutem Grund: Unfreiwillig wurde er bereits Zeuge eines justament abrollenden Millionenraubs. Nun gilt es für Friar, nicht aus Nächstenliebe den Heldentod zu sterben.

New-American-Cinema-Regiestar Bob Rafelson ("Wenn der Postmann zweimal klingelt") und sein Vorlagen-Autor, der Krimi-Altmeister Dashiell Hammett ("The Thin Man"), benötigen eine Menge Zufälle, damit ihre Mischung aus Kammerspiel-Psychodrama und Raubzug-Thriller in Gang kommt. Dann aber geht's munter dahin und wirkt auch kaum sonderlich altmodisch, wenn Milla Jovovich als Femme fatale im Veronica-Lake-Design dem lakonischen Noir-Detective Samuel Jackson das Haupt verdreht.

Nachdem er bereits mit James M. Cains "Wenn der Postmann zweimal klingelt" und Raymond Chandlers "Poodle Springs" zwei Klassiker der amerikanischen Krimiliteratur auf die Leinwand brachte, nimmt sich Regielegende Bob Rafelson nun Dashiell Hammetts "The House on Turk Street" an. Solide inszeniert und geschrieben und mit Samuel L. Jackson, Milla Jovovich und Stellan Skarsgard hochkarätig besetzt, lässt der Thriller jedoch in den entscheidenden Momenten die psychologische Dichte und "Resident Evil"-Star Jovovich in der Rolle des klassischen Film-Noir-Vamps die erotische Note der Vorlage vermissen.

Der Vorlage getreu, allerdings in die Gegenwart versetzt, schickt Rafelson den an Diabetes leidenden Polizisten Jack Friar (mit gewohnter Autorität von Samuel L. Jackson gespielt) auf die Suche nach der vermissten Tochter einer Nachbarin in die Turk Street. Hier gerät Friar zufällig dem Bankräuber Tyrone (Stellan Skarsgard) und dessen Komplizen Erin (Milla Jovovich) und Heißsporn Hoop (Doug Hutchison) in die Quere, die in der Wohnung eines alten Ehepaares (Joss Ackland, Grace Zabriskie) ihren nächsten Coup vorbereiten. An einen Stuhl gefesselt, verfolgt Friar von nun an, wie die laszive Erin Tyrone und Hoop gegeneinander auszuspielen versucht, gleichzeitig ihr Spiel mit David, dem Kontaktmann in der Bank, und auch mit dem Gefangenen treibt.

Bedauerlicherweise fehlt der schönen und sexy Milla gerade hier in den entscheidenden Momenten die Aura des klassischen Film-Noir-Vamps, die ihr ein Geheimnis bleibt, welches Erin als gleichzeitig verloren wirkendes Mädchen und gerissene Manipulatorin umgeben sollte. Stellan Skarsgard bringt mit eiskaltem Blick die erforderliche Arroganz, doch bleibt sein Wechsel vom scharfsinnigen Anführer zum Verlierer aus eigener Dummheit am Ende schwer nachvollziehbar, während Hutchison als brutaler Psychopath zur Übertreibung, Grace Zabriskie und Joss Ackland als Rentnerpaar mit Hang zu Kriminalität zu sichtlicher Spielfreude neigen.

Die Handlung ist spannend, von Rafelson mit üblicher Effizienz inszeniert und in matten, zurückhaltenden Tönen gefilmt. Doch letztlich fehlt der anonym wirkenden Umsetzung die persönliche Handschrift, die aus der Adaption mehr als einen soliden Genrefilm macht. Das Zeug zum Klassiker wie "Wenn der Postmann zweimal klingelt" hat "The House on Turk Street" in keinem Moment. cm.

Bob Rafelson ("Die schwarze Witwe",
"Wenn der Postmann zweimal klingelt")
inszenierte einen atmosphärisch dichten
Noir-Thriller mit Star Besetzung. Samuel L.
Jackson ("Pulp Fiction") trifft auf "Femme
Fatale" Milla Jovovich ("Resident Evil",
"Ultraviolet"), ein knisterndes Katz und
Maus Spiel beginnt. Stellan Skarsgard
("Good Will Hunting", "Pirates of the
Caribbean: Fluch der Karibik 2") brilliert in
einer seiner besten Rollen neben Doug
Hutchinson ("The Green Mile"), Grace
Zabriskie ("Twin Peaks") und Joss
Ackland ("Lethal Weapon 2").
Jack (Samuel L. Jackson) soll das Verschwinden eines
15-jährigen Mädchens aufklären. Bei seinen Nachforschungen
stört er eine Gangsterbande bei der
Vorbereitung eines millionenschweren Coups. In der
Gewalt der Gangster, erkennt Jack schnell, dass
innerhalb der Gruppe Spannungen entstehen und sich
Fronten bilden. Tyron (Stellan Skarsgard), der Kopf der
Bande hält die subtile Erin (Milla Jovovich) für sein
Eigentum, während der kaltblütige und naive Hoop das
ganz anders sieht. Als schließlich der Coup anläuft,
verstrickt sich die Bande in Intrigen und Verdächtigungen.
Jeder verfolgt sein eigenes Ziel. Ohne Kompromisse
scheint alles auf eine blutige Eskalation hinauszulaufen...

Quelle: Splendid

Darsteller:  Samuel L. Jackson   als Jack Friar
  Milla Jovovich   als Erin
  Stellan Skarsgård   als Tyrone
  Doug Hutchison   als Hoop
  Joss Ackland   als Mr. Quarre
  Grace Zabriskie   als Mrs. Quarre
  Jonathan Higgins   als David Brewster
 
Regie:  Bob Rafelson  
Buch:  Christopher Canaan  
  Steve Barancik  
Musik:  Jeff Beal  
Kamera:  Juan Ruiz-Anchia  
Produzent:  Sam Perlmutter  
  David Braun  
  Maxime Rémillard  
  André Rouleau  
  Herbert S. Nanas  
  Barry Berg  
 

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