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Noch einmal Ferien

Hintergründige Komödie über eine sterbenskranke Frau, die ihren tristen Alltag hinter sich lässt, um in Europa noch einmal so richtig auf den Putz zu hauen.


Noch einmal Ferien

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.07.2006

Originaltitel: Last Holiday

Komödie/ Drama

USA 2006
Laufzeit: 107 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Queen Latifah
LL Cool J
Timothy Hutton

Regie: Wayne Wang
Paramount Home Entertainment

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Hintergründige Komödie über eine sterbenskranke Frau, die ihren tristen Alltag hinter sich lässt, um in Europa noch einmal so richtig auf den Putz zu hauen.

Georgia lässt sich die letzten Tage so richtig verwöhnen (Foto: UIP) Großansicht

Georgia lässt sich die letzten Tage so richtig verwöhnen (Foto: UIP)

Buchhalterin Georgia Byrd (Queen Latifah) führt ein höchst überschaubares und sparsames Leben. Bis zu dem Tag, an dem sie erfährt, dass sie sterbenskrank ist. Sie verkauft ihr Hab und Gut und jettet nach Europa, um sich in der verbleibenden Zeit sämtliche Wünsche zu erfüllen und noch einmal so richtig Spaß zu haben.

Mit ihrem exzentrischen und unkonventionellen Auftreten in den Nobelhotels der Alten Welt gehört sie schon bald zur High Society und findet sogar die Liebe in den Armen eines Franzosen. Fragt sich nur, wie lange Georgia das noch genießen kann.

Chefkoch Didier hat das Salz in der Suppe gefunden (Foto: UIP) Großansicht

Chefkoch Didier hat das Salz in der Suppe gefunden (Foto: UIP)

Queen und Slapstick

Mit einer hintergründigen Komödie auf Leben und Tod im Stil von "Der Himmel kann warten" bietet der versiert arbeitende Wayne Wang - er schwelgte bereits in "Manhattan Love Story" mit Genuss im Exzess - seinem Star Queen Latifah hinreichend Gelegenheit, in absurd-komischen Szenarien ihr Talent für treffsichere Komik und etwas Slapstick auszuspielen.

Gérard Depardieu und LL Cool J lassen sich von der guten Laune gerne anstecken.

Noch einmal Ferien

Charmant-romantisches Remake der Alec-Guinness-Komödie aus dem Jahr 1950 von "Manhattan Love Story"-Regisseur Wayne Wang, in der Queen Latifah ("Haus über Kopf") es als vermeintlich todkrankes Mauerblümchen erstmals in ihrem Leben so richtig krachen lässt.

So wurde nach den Vorgaben des Drehbuch-Duos Jeffrey Price und Peter S. Seaman ("Der Grinch") aus George Bird nun die unscheinbare Georgia Byrd. Sie arbeitet in einem großen Kaufhaus in der Kochwarenabteilung und träumt heimlich von einer Karriere als Gourmetköchin. Doch sie ist eine schüchterne und unscheinbare Musterangestellte, die sich selbst nie etwas gönnt. Ausgerechnet als sich ihr Schwarm und Kollege Sean (LL Cool J) sich für sie zu interessieren beginnt, bekommt die sie die Hiobsbotschaft, aufgrund eines Gehirntumors nur noch drei Wochen zu leben zu haben. Nachdem sie in ihrer Kirche in ihrem Gospelchor lauthals mit Gott lamentiert, beschließt sie einen lang gehegten Traum zu verwirklichen. Sie wechselt ihre gesamten Ersparnisse und jettet ins Grandhotel Pupp in der Tschechischen Republik. Neu eingekleidet (Kostümmontagen-Alarm!) steigt sie in der Präsidentensuite ab, und schon hält man sie für eine steinreiche wichtige Persönlichkeit. Sie schüttelt auch ihre bisherige eiserne Diätdisziplin ab und genießt ausgiebig die Vier-Sterne-Menüs vom prominenten Hotelkoch Didier (ein uriger Gerard Depardieu), der alsbald von der pfundigen Dame mit dem gesunden Appetit hingerissen ist. Weitere Bekanntschaften, die Georgia schließt, umfassen Kongressabgeordnete, den Senator ihres Heimatstaats, Matthew Kragen, den arroganten Besitzer der Kaufhauskette, in der sie gearbeitet hatte, und dessen junge Geliebte (Alicia Witt). Daraus ergeben sich selbstverständlich einige Verwicklungen und Intrigen sowie einige aufgedrehte Slapstick-Momente. So liefern sich die ausgelassene Georgia, die erstmals das Leben in vollen Zügen genießt, und der unausstehliche Kragen ein wildes Talrennen auf Snowboard und Ski. So ist er natürlich voller Schadenfreude, als Georgia letztlich als "unwichtiger Niemand" entlarvt wird, doch er hat nicht damit gerechnet, was für einen positiven Eindruck Georgia sowohl bei der High Society als auch den Hotelangestellten hinterlassen hat. Seinen krönenden Abschluss findet das vergnügliche moderne Märchen mit einem romantischen Highlight.

Queen Latifah wirkt in ihrer Rolle ungemein sympathisch und auch in der unterdrückten Phase ihrer Protagonistin völlig nachvollziehbar. Dadurch verleiht sie der etwas angestaubten Aschenputtel-Prämisse, die von Wang in abgewandelter Form bereits in "Manhattan Love Story" inszeniert wurde, neuen Schwung. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von den kompenten Nebendarstellern, allen voran Depardieu, mit dem sie eine lockere freundschaftliche Chemie verbindet. Optisch wird auf gefällige Schauwerte gesetzt, die zum angenehmen Ton dieser kurzweiligen Klassenkomödie passen. ara.

Darsteller:  Queen Latifah   als Georgia Byrd
  LL Cool J   als Sean Matthews
  Timothy Hutton   als Matthew Kragen
  Giancarlo Esposito   als Senator Dillings
  Alicia Witt   als Ms. Burns
  Gérard Depardieu   als Chefkoch Didier
  Jane Adams   als Rochelle
  Michael Estime   als Marlon
  Susan Kellermann   als Ms. Gunther
  Jascha Washington   als Darius
  Matt Ross   als Adamian
 
Regie:  Wayne Wang  
Buch:  Jeffrey Price  
  Peter S. Seaman  
Musik:  George Fenton  
Kamera:  Geoffrey Simpson  
Produzent:  Laurence Mark  
  Jack Rapke  
 

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