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Leihvideo
Erhältlich seit:
03.04.2009
Deutschland/Österreich/Schweiz 2008
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12
Benno Fürmann
Johanna Wokalek
Florian Lukas
Regie: Philipp Stölzl
Majestic Filmverleih

Dem lange nicht genutzten Genre des Bergfilms rücken Philipp Stölzl und ein drei Alpenländer umfassendes Produktionsteam mit einem spannendem Drama an der Eiger Norwand zu Leibe - mit moderner Kamera, authentischem Bergequipment und klassischer Erzählweise.
Während Klassiker des in den Zwanziger- bis Vierzigerjahren populären Genres von Arnold Fanck bis Luis Trenker auf überwältigende Landschaftspanoramen und echte Bergsteiger setzten, gibt der auch als Clip- und Opernregisseur aktive Stölzl dem Überlebenskampf seiner Figuren in Großaufnahme und populären deutschen Schauspielern den Vorzug. Der hochdramatische Stoff um einen Erstbesteigungsversuch der Nordwand basiert zum Teil auf Tatsachen. Die Kletterei wurde damals von den Nazis zum Wettlauf der Völker stilisiert. Das von mehreren Autoren bearbeitete Drehbuch skizziert die Protagonisten Toni Kurz und Andi Hinterstoisser als patente Burschen und Buddies, die mit Nazi-Gedankengut nichts am Hut haben. Benno Führmann ernst melancholisch und Florian Lukas als sein (lebens-)lustiger Gegenpart mühen sich zwar ein wenig mit dem Dialekt, funktionieren aber perfekt als Identifikationsfiguren. Präsenz haben Georg Friedrich und Simon Schwarz als österreichische Seilschaft, die den Deutschen erst fiese Kletterkonkurrenten und später tragische Schicksalsgenossen sind. Schauspielerisch läuft Ulrich Tukur allen den Rang ab. Er gibt den jovial-großkotzigen Chefredakteur, der sich mit einer Nachwuchsjournalistin ins Nobelhotel gegenüber dem Eiger quartiert, um das Ereignis für sein Berliner Blatt zu covern. Die von der baldigen "Päpstin" Johanna Wokalek gespielte junge Frau war mit Toni liiert und gibt der Geschichte einen Rahmen: Jahre später blättert sie als Fotografin in New York Tonis Bergtagebuch durch. Bei der gelungen-intensiven Schilderung des nackten Überlebenskampfs der Bergsteiger gegen die Naturgewalten bleibt die Kamera von Kolja Brandt meist nah an den Figuren dran, um die Dramatik zu unterstreichen, und zeigt selten das Bergmassiv in der Totalen. Die fast Schwarz-Weiß wirkenden Bilder des nächtlichen Schneesturms werden klassisch und effektiv gegengeschnitten mit Aufnahmen in warmen Farben vom brennenden Kaminfeuer im holzgetäfelten Hotel.
Der Orchester-Score unterstreicht den Anspruch zum Epos. Die Szene, die den Zuschauer am meisten packt, ist ohne Ton, ein Verzweiflungsschrei eines der Protagonisten. An ihre Dramatik reicht nicht mehr ganz die am stärksten zugespitzte, tragische Sequenz heran: Wenn Wokaleks Luise ihrem halberfrorenen Toni entgegenklettert und ihn kurz vor der möglichen Rettung sterben sieht. Dass sie nicht restlos glaubhaft wirkt, mag auch an der Maske liegen, die ein bisschen zu dick aufträgt und Fürmann, im Gesicht und am Körper mit Erfrierungen übersät, fast in einen Zombie verwandelt. Trotz solcher minimalen Mängel gelingt das Unterfangen, einen zeitgenössichen Bergfilm fürs große Publikum zu liefern. Der Spannungsbogen hält über zwei Stunden, und auch die Produktionswerte können sich sehen lassen. Die Bergaufnahmen wirken authentisch, weil viel an Originalschauplätzen gedreht wurde, bei Ausstattung, Kostüm samt Equipment arbeiteten die Abteilungen überaus liebevoll bis ins kleinste Detail. Aus dem dramatischen Stoff hätte man vielleicht noch mehr machen können, bei der Uraufführung in Locarno war das Publikum restlos begeistert. hai.
| Darsteller: | Benno Fürmann | als Toni Kurz | |
|---|---|---|---|
| Johanna Wokalek | als Luise Fellner | ||
| Florian Lukas | als Andi Hinterstoisser | ||
| Simon Schwarz | als Willy Angerer | ||
| Georg Friedrich | als Edi Rainer | ||
| Ulrich Tukur | als Henry Arau | ||
| Erwin Steinhauer | als Emil Landauer | ||
| Petra Morzé | als Elisabeth Landauer | ||
| Hanspeter Müller-Drossaart | als Hans Schlunegger | ||
| Branko Samarovski | als Alvert von Allmen | ||
| Regie: | Philipp Stölzl | ||
| Buch: | Benedikt Röskau | ||
| Christoph Silber | |||
| Johannes Naber | |||
| Rupert Henning | |||
| Philipp Stölzl | |||
| Musik: | Christian Kolonovits | ||
| Kamera: | Kolja Brandt | ||
| Produzent: | Danny Krausz | ||
| Boris Schönfelder | |||
| Rudolf Santschi | |||
| Benjamin Herrmann | |||
Nordwand in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/1080p
Extras: Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Trailer, Making of, Entfallene Szenen, Featurettes
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Benno Fürmann
Kraftvoll, vital, zupackend, draufgängerisch, gutaussehend mit durchtrainiertem Körper, zu melancholischen Tönen, manischen Anwandlungen,...
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Deutscher Schauspieler. Als Mann für tragende Nebenrollen und quirlige Typen, liebenswerte Loser, lakonische Frauenversteher und beste...
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