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Number 23

Psychothriller um einen Familienvater, den die Obsession für eine Romanfigur und eine mysteriöse Zahl fast ins Verderben treibt.


Number 23

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.08.2007

Originaltitel: The Number 23

Thriller/ Drama

USA 2007
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 16

Jim Carrey
Virginia Madsen
Danny Huston

Regie: Joel Schumacher
Warner Home Video Germany

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Im ersten Thriller seiner Karriere führt Jim Carrey ein Doppelleben mit mörderischen Nebenwirkungen.

Agatha macht Walter ein Geschenk mit Folgen (Foto: Warner) Großansicht

Agatha macht Walter ein Geschenk mit Folgen (Foto: Warner)

Jim Carrey dreht durch - das glaubt man zu kennen. Doch in der US-Antwort auf ein bereits vom deutschen Kino hochwertig thematisiertes Phänomen ("23 - Nichts ist so wie es scheint") macht der Wahn Sinn, zeigt Hollywoodstar Carrey zwei Gesichter.

Ist es Zufall oder Bestimmung, dass Familienvater Walter durch einen Hund auf den Hund kommt? Dass er sich wegen eines Vierbeiners bei seiner Frau (Virginia Madsen) verspätet, dass sie ihm in der Zwischenzeit das Buch "The Number 23" gekauft hat, dass er den Roman verschlingt, sich in dessen Welt verliert, bis die eigene kollabiert?

Walter driftet in die Welt der Zahlen und des düsteren Romanhelden ab (Foto: Warner) Großansicht

Walter driftet in die Welt der Zahlen und des düsteren Romanhelden ab (Foto: Warner)

Eins mit dem Buch

Für Walter gibt es nur eine Antwort: Das Buch und dessen Protagonist Fingerling haben auf ihn gewartet. Erst ergreift Fingerlings Besessenheit für die Zahl 23, dann auch Fingerling selbst von Walter Besitz. Der glückliche Mann mutiert zum Paranoiker, der glaubt, dass sein Leben von der 23 beherrscht wird und dass er der Romanfigur immer ähnlicher wird. Eine schockierende Perspektive, denn Fingerlings Weg endet mörderisch.

Mit düster-verstörenden Bildern einer Schattenwelt, mit der Gratwanderung zwischen Realität und Fiktion, erfindet Joel Schumacher ("8MM") den Thriller und vor allem Jim Carrey neu. Der chronische Clown zeigt in einer Doppelrolle, dass nicht nur "Der Dummschwätzer", sondern ein psychisches Wrack in ihm steckt.

Number 23

Zwölf Jahre nach "Batman Forever" gibt Ex-Riddler Jim Carrey in einem erneut von Joel Schumacher inszenierten Paranoiathriller wieder Rätsel auf.

"Ghostbusters" meets "Seven", lautete die Formel für Fernley Phillips' Drehbuch, das 2000 bei einem Autorenwettbewerb der UCLA ausgezeichnet wurde. "Summer of Sam" meets "Pi - Der Film" könnte man Phillips' Nachfolgeskript resümieren, das die Besessenheit von Zahlen und dämonischen Hunden verknüpft und damit die Aufmerksamkeit zweier Hollywood-Player erregte. Joel Schumacher biss an, weil ihn die Komplexität des Gehirns, verdichtet in seinem seit Jahren avisierten Projekt "Crowded Room", fasziniert. Jim Carreys Interesse ist nachvollziehbar, weil nicht nur der wahrgenommene Plot, sondern auch die Wahrnehmung Carreys auf den Kopf gestellt wird, der an seine dramatischen Qualitäten erinnern will. "Vergiss mein nicht!" ist somit auch für diesen Film bedeutsam, in dem Carrey zurückhaltend komisch zunächst sein gewohntes Gesicht zeigt, bevor ihn der Plot verändert und mit dem Leben des Anderen konfrontiert. Alles beginnt mit einem widerspenstigen Hund, der Tierfänger Walter zum Grab einer Frau lockt. So kommt Walter zu spät zur Verabredung mit seiner Frau, die in der Zwischenzeit den Roman "The Number 23" für ihn gekauft hat. Das Buch ist ein Geburtstagsgeschenk und damit von symbolischer Bedeutung, ist eines von vielen Zeichen, die Walter die Augen öffnen. Je mehr sich der Familienvater in den Seiten verliert, desto größere Parallelen entdeckt er zwischen seiner Biografie und der des Romanprotagonisten. Fingerling (ebenfalls Carrey) hat früh dem Tod in die Augen gesehen, der ihn später auch als Detective und als Lover der geheimnisvollen Fabrizia begleitet, die beim Sex auf Grenzerfahrungen steht. Mehr noch als sie wird aber die Zahl 23 zu Fingerlings Obsession. Sie scheint sein Leben zu steuern, ihn ins Verhängnis zu treiben, wie vielleicht auch Walter, der den Schlüssel für seine Veränderung sucht und damit seine Familie in Gefahr bringt.

Wie mehrere seiner Darsteller, die Doppelrollen ausfüllen, lebt auch der Film in zwei Welten. Zur Normalität gibt es den Gegenentwurf, das Reich der Schatten, starken Kontraste, ruckartigen Kamerabewegungen und Überbelichtungen, in dem Fingerling und Walters Albträume zu Hause sind. Konventioneller als die verstörende, Genrefans bereits vertraute Bildsprache entwickelt sich der Plot, der seine Figuren nachts auf Friedhöfe oder in verwaiste Hausruinen schickt. Um die gängigen Schocks im Thrillerterritorium geht es Schumacher dabei weniger als um das Mysterium von Persönlichkeit und Psychologie, von Fremd- oder Selbstbestimmung. Eine Schlüsselrolle fällt dabei dem Phänomen um die Primzahl 23 zu. Hans-Christian Schmid baute daraus bereits 1998 ein faszinierendes Absturzdrama, Schumacher antwortet mit einem Paranoiathriller, der beim US-Start von einem Millionenpublikum verfolgt wurde. Womit sich mit dem Wahn des Protagonisten auch der Wunsch der Produzenten erfüllte. kob.

Darsteller:  Jim Carrey   als Walter Sparrow/ Fingerling
  Virginia Madsen   als Agatha Sparrow/ Fabrizia
  Danny Huston   als Isaac French/ Dr. Miles Phoenix
  Logan Lerman   als Robin Sparrow
  Lynn Collins   als Blonde Selbstmörderin/ Mrs. Dobkins
  Rhona Mitra   als Laura Tollins
  Michelle Arthur   als Sybil
  Mark Pellegrino   als Kyle Flinch
 
Regie:  Joel Schumacher  
Buch:  Fernley Phillips  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Kamera:  Matthew J. Libatique  
Produzent:  Beau Flynn  
  Tripp Vinson  
 

Number 23 in der Fotoshow

 

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