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Nur über meine Leiche

Die eifersüchtige Charlotte läßt ihren Ehemann Fred töten, doch auf dem Weg in die Hölle schließt der Egoist einen Pakt mit dem Teufel: Binnen drei Tagen soll er drei Frauen erlösen, denen er zu Lebzeiten Leid zufügte. Skurrile Fantasy-Komödie mit Katja Riemann.


Nur über meine Leiche

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Erhältlich seit:
14.10.2011

Komödie/ Horror

Deutschland 1995
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Christoph M. Ohrt
Katja Riemann
Ulrike Folkerts

Regie: Rainer Matsutani
Turbine Media Group

Filmbewertung


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Fred hat es fein getroffen: Als Chef der Partnervermittlung "Amor" macht er eine Menge aufregender Erfahrungen mit weiblichen Heiratsaspirantinnen. Aber eines Tages platzt seiner Ehefrau Charlotte der Kragen und sie schickt ihrem untreuen Gatten einen Profikiller an den Hals, der seinen Job auch prompt erledigt. Vor der Überfahrt in die Hölle wird Fred jedoch noch eine letzte Chance gewährt: Innerhalb von drei Tagen muß er drei Frauen glücklich machen, die seinetwegen gelitten haben.

Die herrlich schräge Komödie des Spielfilmdebütanten Rainer Matsutani ist keine weitere Beziehungskomödien-Variante, sondern eine eigenwillige, stilsichere Mischung aus Fantasy, Horror und Slapstick. Matsutanis Witz (er schrieb auch das Drehbuch) ist gekonnt überdreht und kann sich auch auf hervorragende Schauspieler verlassen - Katja Riemann überzeugt als verhuschtes Mauerblümchen Rita und Christoph Ohrt gibt einen vor Virilität strotzenden Charmeur ab. Liebhaber des schwarzen Humors kommen auf ihre Kosten.

In einer Ära des deutschen Films, in der über die Beziehungsschmunzeleien 30jähriger hinaus kaum ein echter Publikumserfolg gelingen will, zeigt der junge Regisseur Rainer Matsutani, daß Japaner vielleicht nicht die besseren Liebhaber, aber die besseren Filmemacher sind. Auch er besetzt mit seinem Kinoerstling das kassenträchtige Genre der Komödie, jedoch führt die Geschichte von "Nur über meine Leiche" sehr schnell aus der Welt des ulkigen Ehekrieges hinüber in eine absurde Fantasy-Welt voll sprechender Truthähne, mutierter Monsterfische und possenreißender Zombies. Zunächst nimmt sich der Film Zeit, seine Charaktere sorgfältig vorzustellen: Da ist Fred (Christoph M. Ohrt), der selbstsichere Charmeur, der seine Stellung bei einer Partnerschaftsvermittlung vor allem dazu nutzt, sich selbst mit den Kundinnen zu verkuppeln. Seine Ehefrau und Chefin, die eiskalte Charlotte (Ulrike Folkerts), läßt ihn deshalb umbringen, doch Fred schließt auf seiner Fahrt zur Hölle mit dem Fährmann der Toten einen Deal: Drei Frauen, denen er zeitlebens Leid zufügte, muß er binnen drei Tagen erlösen, dann erhält er sein Lebenslicht zurück. Mit Freds Rückkehr als walking dead on a mission gewinnt die Story dann rasch an Tempo und skurrilem Witz, und beides wird bis zum perfekt inszenierten Showdown kontinuierlich gesteigert. Bis zum erlösenden Ende freilich geht Fred erst mit dem schüchternen Mauerblümchen Rita (Katja Riemann) eine ungewöhnliche Partnerschaft ein, trifft seine verstorbene Mutter in Gestalt eines (gerupften) Truthahns, kommt mehrfach durch Stürze, Pistolen- und Gewehrschüsse zu Tode, exorziert einen Geist und gewinnt seine uneheliche Tochter zurück. Diese eigenwillige und riskante Mischung aus Beziehungskomödie, Horror- und Slapstickfilm funktioniert tatsächlich, und sie funktioniert so gut, weil sich Matsutani nicht nur auf seinen unverdorbenen Enthusiasmus als Filmemacher verlassen kann, sondern auch auf ein solides Drehbuch und seine ausgezeichneten Darsteller. Katja Riemann zementiert als verhuschte, aber willensstarke Rita ihren Status als echter Kinostar, und Energiebündel Christoph Ohrt empfiehlt sich mit seiner darstellerischen Tour de Force unübersehbar als leading man für weitere Leinwandproduktionen. Nicht zuletzt aber sind es die zahlreichen Running Gags und Spezialeffekte, die auch nach dem Ende des Films noch für anhaltende Heiterkeit sorgen: Der mit nörgelnder Mutterstimme sprechende Truthahn etwa, ein wahrer "Wild Turkey", oder die beiden von Freds ständiger Wiederkehr traumatisierten Sanitäter rissen das Publikum bei den vom Verleih organisierten Previews und bei der ausverkauften Premiere beim Münchner Filmfest zu Beifallsstürmen hin. evo.

Playboy Fred hat nur eines im Sinn: Frauen. Als Chef der Partnervermittlungsagentur "Amor" findet er in seiner Kartei für jeden Abend die richtige Begleitung. Eines Tages allerdings werden Freds Affären seiner Ehefrau zu bunt. Prompt lässt sie ihn von einem Profikiller ermorden. Doch statt einfach zu sterben, schafft es Macho Fred, den Tod zu einem Deal zu überreden. Gelingt es ihm innerhalb von drei Tagen, drei Frauen, denen er zuvor das Herz gebrochen hat, zum Glück zu verhelfen, erhält er sein Leben zurück...

Quelle: Turbine Medien

- Videokommentar mit den Hauptdarstellern Christoph M. Ohrt, Katja Riemann, Ulrike
Folkerts, Autor - Sebastian Niemann und Regisseur Rainer Matsutani
- Interviews am Set
- Ein Blick hinter die Kulissen
- Making-Of vom Dreh
- Storyboard/Film-Vergleich
- Trailer

Quelle: Turbine Medien

Darsteller:  Christoph M. Ohrt   als Fred Wischnewski
  Katja Riemann   als Rita Hauser
  Ulrike Folkerts   als Charlotte
  Julia Brendler   als Lisa
  Felix Eitner   als Frosch
  Udo Kier   als Killer
  David Michael Williamson   als Tod
  Claudia Schlenger   als Gerda
  Klaus Stiglmeier   als Sanitäter 1
  Joseph Hannesschläger   als Sanitäter 2
  Michael Gahr   als Inspektor
  Michael Schreiner   als Assistent
  Manuela Riva   als Empfangsdame
  Uwe Rohde   als Taxifahrer
  Götz Otto   als Zuhälter 1
  Tim Bergmann   als Zuhälter 2
  Beatrice Bilgeri   als mondäne Blondine
  Manou Lubowski   als Angestellter
  Julia Haacke   als Barbaras Geist
  Carola Wegerle   als Reporterin
  Luis Lamprecht   als Kunde
  Claus Dieter Reents   als Laborassistent
  Jo Kern   als junge Frau
  Ludger Dreimann   als Angestellter
  Fabian Zapatka   als Junge, 12
  Julian Manuel   als Junge, 14
 
Regie:  Rainer Matsutani  
Buch:  Rainer Matsutani  
  Sebastian Niemann  
Musik:  Nikos Platyrachos  
Kamera:  Gerhard Schirlo  
Produzent:  Jürgen Hebstreit  
  Rainer Matsutani  
  Ira von Gienanth  
 

Fassungen

 

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Features

 

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