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Nussknacker und Mausekönig

Traditionelles Kinderzeichentrick-Weihnachtsmärchen nach der klassischen Vorlage von E.T.A. Hoffmann.


Nussknacker und Mausekönig

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.11.2005

Zeichentrick

Deutschland 2004
Laufzeit: 82 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Michael Johnson, ...
Ascot Elite Home Entertainment

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Traditionelles Kinderzeichentrick-Weihnachtsmärchen nach der klassischen Vorlage von E.T.A. Hoffmann.

Und plötzlich wurde aus dem bösen Prinzen ein Nussknacker (Foto: MC One (Zorro)) Großansicht

Und plötzlich wurde aus dem bösen Prinzen ein Nussknacker (Foto: MC One (Zorro))

Um seinen Neffen, den verzogenen und herzlosen Prinzen, zu testen, schenkt ihm der Magier Drosselmeier eine von zwei Zaubernüssen, die Wünsche erfüllen können. Der gemeine Prinz beschließt daraufhin, alle Menschen um ihn herum in Spielzeug zu verwandeln. Doch plötzlich findet er sich selbst als Nussknacker wieder.

Das bleibt dem Mausekönig natürlich nicht verborgen: Der wittert die Chance, endlich das Königreich zu übernehmen. Er hat aber die Rechnung ohne Onkel Drosselmeier gemacht, der das Mädchen Klara zur Rettung in die Spielzeugwelt sendet.

Jetzt wird um das Königreich gekämpft (Foto: MC One (Zorro)) Großansicht

Jetzt wird um das Königreich gekämpft (Foto: MC One (Zorro))

Märchen mit Profis

Das klassische Weihnachtsmärchen von E. T. A. Hoffmann, von Michael Johnson und Tatjana Ilyina inszeniert, kommt rechtzeitig zu den Feiertagen als Alternative zu Hollywoods CGI-Blockbustern und als eine Art traditionelle Variante von "Toy Story" in die Kinos.

Während im Original unter anderem Leslie Nielsen dem hinterlistigen Mausekönig seine Stimme lieh, konnten für die deutsche Synchronisation Profis wie Wolfgang Völz, Rufus Beck, Hannes Jaenicke, Florence Joy und Volker Brandt gewonnen werden.

Nussknacker und Mausekönig

Der deutsche Zeichentrick braucht den internationalen Vergleich nicht scheuen. Qualitativ nicht, aber auch nicht in punkto Zuschauer, siehe etwa "Till Eulenspiegel" (knapp 750.000 Besucher), oder Innovation, siehe "Back to Gaya", dem hierzulande ersten komplett digital hergestellten Animationsfilm. Das Weihnachtsgeschäft fest im Auge bringt MC One, produktionsbeteiligt am Oscar-Gewinner "Nirgendwo in Afrika", nun die animierte Märchenverfilmung "Nussknacker und Mausekönig" in die Kinos - eingedenk des Sujets und des avisierten jungen bis sehr jungen (Festtags-)Publikums ein vermeintlich risikoarmes Geschäft.

Im Jahr 1816 verfasste E.T.A. Hoffmann, Vorreiter der "schwarzen Romantik" und einer der wichtigsten deutschen Schauer-Romanciers, sein Märchen "Nussknacker und Mausekönig". Der Stoff diente in seiner Urfassung keineswegs der Erbauung lieber Sprösslinge, wie man angesichts von Tschaikowskys Ballett-Variante oder Alexandre Dumas' "weichgespülter" Umarbeitung annehmen könnte, sondern zielte mit morbider Geschichte und sarkastischen Untertönen deutlich auf erwachsene Leser. Insofern hält sich die aktuelle, von den Nachwuchsregisseuren Tatjana Ilyina und Michael Johnson inszenierte Animationsadaption enger an die ursprüngliche Intention des Autors als andere Verfilmungen.

Hier nun tyrannisiert der verzogene Prinz seine Bediensteten nach einem Drehbuch von Andy Hurst ("You Are Dead") und Ross Helford, führt sich in jeder Lebenslage ganz unmöglich auf. Einzig der Zauberer Drosselmeier bietet dem Edel-Knirps in dessen St. Petersburger Palast Paroli, versuchte ihn auf den rechten Weg zu bringen. Dafür schenkt er ihm eine Zaubernuss, die der Rotzlöffel jedoch kurzerhand ins Feuer wirft - mit schlimmen Folgen: Er und sein gesamter Hofstaat werden in Spielzeugfiguren verwandelt. Seither fristet der Ex-Prinz ein Dasein als Nussknacker und kann nur durch einen echten Träumer mit einer zweiten Zaubernuss befreit werden.

Fünf Jahre Arbeit und 500 Mitarbeiter aus fünf Ländern - beachtliche Zahlen für eine deutsche Zeichentrickproduktion, die vorwiegend im Moskauer Trickstudio Argus International sowie in den kroatischen Studios IFA und Infine entstand. Während das Ergebnis sich optisch sehen lassen kann, sind die Handlungsstränge etwas verworren, für Vorschulkinder möglicherweise zu komplex. Dafür entschädigt bei dieser Mixtur aus "Alice im Wunderland" und "Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh" die sorgfältige musikalische Ausgestaltung (Originalscore: Peter Wolf) sowie die liebevolle Synchronisation, verantwortet von Könnern wie Wolfgang Völz (Mausekönig), Rufus Beck (Squeak) oder Volker Brandt (Drosselmeier). Ein international produzierter, höchst moderner deutscher Trickfilm, der auf ein weltweites Publikum zielt und für die ganz Kleinen vielleicht etwas zu erschreckend sein dürfte. Für die bleibt aber immer, ganz altmodisch, "Drei Nüsse für Aschenbrödel" im Fernsehen - mehr Nüsse, mehr Magie, mehr Fantasie. geh.

Sprecher:  Hannes Jaenicke   als Bubble
  Volker Brandt   als Drosselmeier
  Florence Joy   als Klara
  Wolfgang Völz   als Mausekönig
  Rufus Beck   als Squeak
  Moritz Günther   als Nußknacker/ Prinz
  Johannes Bachmann   als Nicholas
  Doris Gallart   als Tante Milda
  Tina Bordhin   als Schneiderin
  Frank Schaff   als Friseur
  Michael Johnson   als Diener
  Marion Hartmann   als Kindermädchen
  Marina Köhler   als Mutter
  Norbert Gastell   als Sultan/ Koch
  Gudo Hoegel   als General
 
Regie:  Michael Johnson  
  Tatjana Ilyina  
Buch:  Andy Hurst  
  Ross Helford  
Musik:  Peter Wolf  
Produzent:  Sven Ebeling  
  Hagen Behring  
 

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