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NVA

Komödie von den Machern von "Sonnenallee" - erneut über ein ostalgisches Thema: das Leben in der "unattraktivsten Armee aller Zeiten", der NVA.


NVA (Einzel-DVD)

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Erhältlich seit:
07.01.2011

Komödie/ Drama

Deutschland 2005
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 6

Kim Frank
Detlev Buck
Jasmin Schwiers

Regie: Leander Haußmann
Universum Film

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Willkommen in der Fidel-Castro-Kaserne! "Echt"-Sänger Kim Frank in seinem ostalgischen Kinodebüt.

Grillfest bei Oberst Kalt mit Henrik in Topform (Foto: Delphi) Großansicht

Grillfest bei Oberst Kalt mit Henrik in Topform (Foto: Delphi)

Der schüchterne und zurückhaltende Henrik Heidler (Kim Frank) muss seinen Wehrdienst ableisten und will nur eins: die nächsten 18 Monate im Dienst fürs Vaterland unbeschadet und möglichst unauffällig überstehen. Aber sein Kumpel Krüger (Oliver Bröcker), der keiner Auseinandersetzung aus dem Weg geht, gefährdet seinen Plan. Doch keine der beiden Überlebensstrategien geht wirklich auf.

Henrik, der sensible Romantiker, schüttet in Briefen an seine daheim gebliebene Freundin sein Herz aus. Dennoch hat sie keine Lust, auf ihn zu warten, und verlässt ihn. Aber er findet einen Freund, entdeckt die Liebe neu und schließlich sogar einen Ausweg aus einer der unattraktivsten Armeen aller Zeiten.

Lustig ist das Soldatenleben ... (Foto: Delphi) Großansicht

Lustig ist das Soldatenleben ... (Foto: Delphi)

Selbsterfahrung

Von der "Sonnenallee" in die Volksarmee: Leander Haussmann und Thomas Brussig (Drehbuch), die Macher des Kulterfolgs, packen wieder ein Ossithema an. Dabei bedienen sie sich reichlich bei eigenen Erfahrungen. Lachen bis zur Schmerzgrenze!

NVA (Einzel-DVD)

Nach der Ostalgie-Komödie "Sonnenallee" und der Kult-Roman-Adaption "Herr Lehmann" zieht der zum Filmemacher avancierte Theaterregisseur Leander Haußmann die Nationale Volksarmee, jene einst so berühmt-berüchtigte DDR-Institution, durch den Kakao. Doch "NVA", den Haußmann erneut mit Co-Autor Thomas Brussig und Hauptdarsteller Detelev Buck realisierte, macht sich nicht nur über Soldatentum und militärische Bräuche lustig, die Komödie schlägt zuweilen auch nachdenkliche Töne an,und als roter Faden dienen eine Love Story sowie die Geschichte einer Freundschaft.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann sich einmal jemand filmisch mit der Armee der Deutschen Demokatischen Republik auseinandersetzen würde. Jetzt haben sich zwei gefunden, die für diesen Stoff auch das entsprechende Expertenwissen mitgebacht haben. Leander Haußmann, der selbst 18 Monate in der NVA diente, und Thomas Brussig, der sich unter anderem mit seinem Roman "Helden wie wir" als Ostzonen-Fachmann erwies. Nicht zuletzt nach dem gemeinsamen Überraschungs-Erfolg von "Sonnenallee" war wohl beiden klar, dass man sich auch diesem Thema vorzugsweise auf ironisch-sarkastisch-satirische Art und Weise nähern sollte. Was auch schon die ersten Bilder beweisen: ein hässlicher Plattenbau namens Fidel-Castro-Kaserne, darin eine Handvoll grimmig dreinschauender Offiziere in schlecht sitzenden Uniformen, in heißer Erwartung einer Lastwagenladung voller Rekruten, die kurz vor der Wende zu gehorsamen Soldaten geschliffen, Verzeihung, ausgebildet werden sollen. Darunter zwei Jungs, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Henrik Heidler (Kim Frank), schüchtern, angepasst, der in seinen Gedanken stets bei seiner daheim auf ihn wartenden Freundin weilt, auf der anderen Seite der dicke Krüger (Oliver Bröcker), renitent, langhaarig und stets provozierend Kaugummi kauend. Gemeinsam mit den anderen Glatten - so nannte man damals die Neueinberufenen - lernen sie nur zu schnell das lustige Soldatenleben kennen. Das bestimmt wird von sturen, unverständliche Befehle vor sich hin brüllenden Vorgesetzten, an die körperlichen Grenzen gehenden Drill und dem üblichen, deutsch-demokratisch eingefärbten Politunterricht. Nicht zu vergessen die so genannten EKs, die Entlassungskandidaten, die in der Stube das Sagen haben und mit den Glatten Musikbox (einer wird im Spind eingesperrt und muss singen, wenn eine Münze durch einen Schlitz eingeworfen wird) oder Schildkröte (Stahlhelme werden an Knien und Ellenbogen festgeschnallt, dann wird der "Freiwillige" wie ein Autoscooter durch die Gänge geschubst) spielen. Doch bevor es zu bleibenden Schäden an Seele und Leib kommen kann, ertönt der Gong, sprich: die Mauer fällt und die Nationale Volksarmee ist Geschichte.

Die Stärken von "NVA" liegen eindeutig in der detaillierten Schilderung des Soldatenlebens mit all seinen überholten, menschenunwürdigen Ritualen und dem aus heutiger Sicht lächerlichen Vorschriftenkatalog. Die Figuren sind entsprechend skurril und drastisch überzeichnet. Dabei zu nennen Detlev Buck, der einmal mehr mit seinem minimalistischen Spiel begeistert, hier als Regimentskommandeur Kalt, der im Verlauf des Films nicht einmal seine Miene verzieht. Oder die beiden Oberschleifer, die eines Tages auf dem Kasernen-Dach beim Sonnenbaden erwischt werden und die sich im Übrigen auch sonst zueinander hingezogen fühlen. Das Lachen im Halse stecken bleibt einem dagegen in jenen Szenen, in denen der stets aufmuckende Krüger auf brutalste Weise geschliffen wird, schließlich sogar in einer Besserungsanstalt landet und danach gehirngewaschen zurückkehrt. Hier entwickelt "NVA" Qualitäten, die an die erste Hälfte von Kubricks "Full Metal Jacket" oder Schumachers "Tigerland" erinnern. Auch das Verdienst von Wolfgang-Becker-Entdeckung Oliver Bröcker ("Kinderspiele"), der seinem Charakter zahllose Facetten entlocken kann. Im Gegensatz zu Schauspiel-Greenhorn und "Echt"-Sänger Kim Frank, der vor allem lieb und nett sein darf und ansonsten als Liebhaber von Kalts Tochter (Nachwuchshoffnung Jasmin Schwiers bleibt ziemlich blass) für die nie richtig in die Gänge kommende Love Story zuständig ist. Zum Ausgleich sorgt Haußmann mit einem nostalgisch-schönen Soundtrack dafür, dass einige Ostrock-Klassiker nicht in Vergessenheit geraten, sein Ausstatter Lothar Holler ("Good-bye, Lenin") für ein stimmiges Szenenbild und sein Kameramann Frank Griebe ("Lola rennt") für Bilder, die die Tristesse und Eintönigkeit des damaligen Kasernenalltags adäquat wiedergeben. Bleibt zu hoffen, dass die DDR noch viele weitere Institutionen hatte, die es lohnen, einen Film darüber zu machen. lasso.

NVA (Einzel-DVD)

Wenn der Feind gewusst hätte, wie es bei der Nationalen Volksarmee aussah - die NVA hätte es wohl schon früher nicht mehr gegeben ... Henrik Heidler muss seinen Wehrdienst bei der NVA ableisten und will nur eins: Die nächsten eineinhalb Jahre Zeit unbeschadet überstehen. Bald lernt er Krüger kennen, der nicht willens ist, sich unterzuordnen und keiner Auseinandersetzung aus dem Weg geht. Beide entdecken, dass keine ihrer Überlebensstrategien aufgeht. Die Geschehnisse sind turbulent und Henrik, der schüchtere Romantiker, öffnet in seinen Briefen sein Herz, verliert seine Freundin, gewinnt einen Freund, findet die Liebe und entdeckt schließlich einen Ausweg ...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Kim Frank   als Henrik
  Detlev Buck   als Oberst Kalt
  Jasmin Schwiers   als Marie
  Maxim Mehmet   als Aurich
  Oliver Bröcker   als Krüger
  Philippe Graber   als Stadlmair
  Daniel Zillmann   als Mischke
  Robert Gwisdek   als Traubewein
  Torsten Michaelis   als Hauptmann Stummel
  Uwe-Dag Berlin   als Lenk
  Annika Kuhl   als Schwester Sonja
 
Regie:  Leander Haußmann  
Buch:  Thomas Brussig  
  Leander Haußmann  
Musik:  Paul Lemp  
  Marcel Blatti  
Kamera:  Frank Griebe  
Produzent:  Claus Boje  
 

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Features

 

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Detlev Buck

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