
Jakes und Tinas unbeschwertes Dolce Vita ist bedroht von der akuten Finanzschwäche des leichtlebigen Paares. Jake drängt Tina, eine wertvolle Statue von Henry Moore endlich zu verhökern. Tina weigert sich, und eines Morgens ist das Objekt der Begierde verschwunden. Obwohl sie sich gegenseitig verdächtigen, haben weder Jake noch Tina den Kunstgegenstand mitgehen lassen, sondern das taubstumme Zimmermädchen Jenny aus Brixton, für die die Statuette ein luxuriöses Leben verkörpert, das sie niemals führen wird. Die Situation für Tina und Jake wird immer verfahrener, die Rechnungen im Ritz-Carlton immer größer, da bringt Jenny die Statuette zurück. Das leichte Leben der Bohemiens ist vorerst gesichert.
Michael Lindsay-Hoggs ("Let It Be") wohltemperierter Dolce-Vita-Spaß bemüht sich bewußt um die Beredsamkeit und Leichtigkeit der 60er-Jahre-Komödien des Swinging London. John Malkovich ("Gefährliche Liebschaften") und Andie Mac Dowell ("Green Card") kämpfen als verwöhntes Snobpaar gegen die unerträgliche Langeweile des Seins und leere Portemonnaies. Für sie und ein mittelloses Unterklassenmädchen wird eine Statuette zum plötzlichen Mittelpunkt allen Seins - aus jeweils verschiedenen Gründen. Leider entwickelt sich zwischen Cocktailstunden und Geräkel unter Seidenbettwäsche häufig auch britisch gepflegte Langeweile. Ein Umstand, der diesen leichten, kleinen Film eher für einen exquisiten Zuseherkreis prädestiniert.