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Ocean's Twelve

Stylish-lässiges Sequel des Krimikomödienhits von 1999 mit All-Star-Crew.


Ocean's Twelve

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Erhältlich seit:
12.04.2005

Komödie/ Kriminalfilm

USA 2004
Laufzeit: 120 Min.
FSK: ab 6

George Clooney
Brad Pitt
Matt Damon

Regie: Steven Soderbergh
Warner Home Video Germany

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Kult-Regisseur Steven Soderbergh schickt seine schmucken Gentleman-Gangster auf einen weiteren superstylischen Raubzug.

Danny Ocean, Linus Caldwell und Rusty Ryan planen den größten Coup ihrer Karriere (Foto: Warner) Großansicht

Danny Ocean, Linus Caldwell und Rusty Ryan planen den größten Coup ihrer Karriere (Foto: Warner)

Einst zogen sie aus, um Casinobesitzer Terry Benedict (Andy Garcia) mit einem cleveren Coup in Steven Soderberghs coolem Krimi-Remake "Ocean's Eleven" um 160 Millionen Dollar zu erleichtern. Jetzt versammelt sich die attraktivste Gangsterbande der Geschichte einmal mehr um Mastermind Danny Ocean (George Clooney), den Charmebolzen mit dem Riecher für das große Geld.

"Ocean's Twelve" nennen sich die Langfinger jetzt - wer aber ist der Neuzugang? Wir kennen sie bereits aus dem Vorgänger: Tess Ocean alias Julia Roberts, die sich - frisch getrennt von ihrem Liebhaber Benedict - wieder ihrem Angetrauten angeschlossen hat.

Schneidbrenner waren mal - echte Gangster arbeiten heute mit PC (Foto: Warner) Großansicht

Schneidbrenner waren mal - echte Gangster arbeiten heute mit PC (Foto: Warner)

Nachtwache in Amsterdam

Ebenfalls nicht mehr solo unterwegs ist Dannys Kumpel Rusty Ryan (Brad Pitt), der in Isabel Lahiri (Catherine Zeta-Jones) eine nicht minder sexy Gespielin gefunden hat.

Zusammen mit ihrer ausgefuchsten Räuberbande planen Danny und Ryan diesmal gleich ein Einbruchs-Triple: in Rom, Paris und Amsterdam wollen sie Gemälden wie Rembrandts "Die Nachtwache" habhaft werden.

Ganz ungestört können die Gangster ihr illegales Tagwerk jedoch nicht vollbringen, ist doch außer der Polizei auch noch Terry Benedict hinter ihnen her, der sich für die Schmähungen aus Teil eins bitter zu rächen gedenkt. Kein leichtes Spiel, aber Hindernisse haben die zwölf Eingeschworenen ja noch nie abgeschreckt...

Danny bespricht sich mit Basher Tarr (Foto: Warner) Großansicht

Danny bespricht sich mit Basher Tarr (Foto: Warner)

Tänzchen für den Regisseur

Mit "Sex, Lügen und Video" stürmte Steven Soderbergh 1989 das glatte Hollywood-Parkett, mittlerweile gehört der für "Traffic - Macht des Kartells" Oscar-gekrönte Regisseur, Produzent und Drehbuchautor zu den Schwergewichten der Traumfabrik.

Schnippt er mit den Fingern, tanzen die Stars der Branche nach seiner Pfeife. Und so jagte Soderbergh einmal mehr eine Traum-Besetzung für sein Sequel rund um die ganze Welt.

Rusty hat seinen eigenen Schatz gefunden (Foto: Warner) Großansicht

Rusty hat seinen eigenen Schatz gefunden (Foto: Warner)

Götter und Zicken

Unter anderem durften Rom, Los Angeles, Las Vegas, Chicago, Amsterdam und Paris für einige Zeit den riesigen Produktionstross von "Ocean's Twelve" beherbergen - und sich im Glanz der Leinwandgötter Brad Pitt, George Clooney und Matt Damon sonnen, während die leading ladies für Zicken-Schlagzeilen sorgten.

Das alles aber ist vergessen, sobald die ersten Bilder der kriminell guten Hochglanzproduktion zu sehen sind, denn Spannung, Spaß und reichlich eye candy sind bei dieser fulminanten Räuberpistole einmal mehr garantiert!

Ocean's Twelve

Danny und seine Spießgesellen gehen nach Europa und bringen alle alten und ein paar neue Freunde und Feinde mit. Wenn sich George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon und Co. in dieser schillernden Gauner-Moritat mit ihren unendlichen Nebenhandlungen, Haken, Ösen und überraschenden Wendungen auf einen Wettstreit mit einem französischen Meisterdieb einlassen, können sie auf den relaxt-verspielten Ton des Vorgängers "Ocean's Eleven" vertrauen, der in Deutschland im Frühjahr 2002 4,3 Mio. Besucher in die Kinos lockte.

Lewis Milestones Rat-Pack-Klassiker "Frankie und seine Spießgesellen" von 1960 hatte vor drei Jahren nicht nur das Handlungsgerüst und Location, sondern auch Ton und Stil des Remakes vorgegeben: eine elegante und lässige Fingerübung in Sachen Krimikomödie, die hochmodern und gleichzeitig in ihrem hemmungslosen (Ab-)Feiern von Stars und Style regelrecht klassizistisch wirkte. "Ocean's Twelve" führt den Ansatz konsequent fort: Wieder sind es die Drehorte, die die Umsetzung bedingen, weshalb Danny Ocean und seine diesmal um eine unerwartete Person aufgestockte Diebesbande sich diesmal im Stil des europäischen Kinos der 60er-Jahre durch Amsterdam, Paris, Como und Rom gaunern und bedingungslos für gute Laune sorgen. Das ist filmisch ziemlich gewagt, weil doch eher anspruchsvoll und intellektuell, wenn die (von Soderbergh einmal mehr unter dem Pseudonym Peter Andrews selbst geführte) Kamera beispielsweise zwei Figuren fixiert, aber zwei andere Charaktere sich miteinander unterhalten, aber doch nie selbstgefällig oder blasiert.

Im Gegenteil: Der assoziative Nouvelle-Vague-Stil passt unheimlich gut zur temporeichen Erzählung, die sich auf einer Dauer von etwas mehr als zwei Stunden nicht eine Sekunde Auszeit gönnt: Immerhin müssen aus dem ersten Teil elf bekannte Protagonisten, eine Heroine und ein Bösewicht wieder eingeführt und zumindest zwei wichtige neue Figuren neu etabliert werden. Soderbergh macht das in der Manier eines Meisters und mit einer Ökonomie, die beeindruckend. Elf blitzschnelle und immer weiter verkürzte Rückblenden bringen den Zuschauer auf den Stand der Dinge. Danach türmt der Regisseur ein unglaubliches Szenario nach dem anderen aufeinander und findet immer noch Zeit für Umwege und Nebenkriegsschauplätze.

Man müsste lügen, wenn man immer genau wüsste, was gerade passiert oder was das Gezeigte im Gesamtbild bedeutet. Aber die Atemlosigkeit ist immer noch so entspannt, dass man sich immer vorzüglich unterhalten fühlt und auch kein Problem damit hat, wenn die ein oder andere Figur mal für eine Dreiviertelstunde aus dem bunten Treiben in Old Europe verschwindet. Am Schluss macht alles Sinn (irgendwie), und man stellt fest, dass Soderbergh das Tempo nur deshalb so hoch gehalten hat, um manch Evidentes geschickt zu verhüllen.

Ausgehend von George Nolfis Caper-Drehbuch "Honor Among Thieves", das er mit Steven Soderbergh umarbeitete und um manche Idee anreicherte, setzt die Geschichte nahtlos am Ende des Originals an. Drei Jahre später müssen Ocean und Co. wieder zu Werke gehen, weil der von ihnen um schlappe 160 Millionen Dollar geprellte Terry Benedict ihnen mit dem Schlimmsten gedroht hat, wenn er sein Geld zuzüglich Zinsen nicht zurückbezahlt bekommt. Das ist leichter gesagt als getan: Denn nach einem spektakulär erfolglosen Raubzug in Amsterdam wird klar, dass Benedict nur Teil eines Plans des französischen Meisterdiebs Night Fox ist, der sich mit Danny messen will: Ein von Paris nach Rom zu einer Ausstellung transportiertes Fabergé-Ei wird zum Objekt der Begierde beim Kampf um die Krone der weltbesten Einbrecher.

Der halbe Fun von "Ocean's Twelve" besteht daraus, dass diesmal eben alles schief läuft für Ocean und seine Bande - so sehr, dass schließlich sieben von ihnen, Danny inklusive, im Knast landen. Der verzweifelte Plan, den die verbliebenen Matt Damon und Don Cheadle, danach zum Diebstahl des Fabergé-Eis ausarbeiten, ist einer der dreistesten und unverschämtesten Kniffe, den sich ein Regisseur in einem Mainstream-Film jemals erlaubt hat. Er ist das absolute Highlight des Films - es darf aber nur so viel verraten werden, dass Bruce Willis (in einem gutmütigen Gastauftritt, nachdem er im Original die Garcia-Rolle abgelehnt hatte) eine entscheidende Rolle spielt. Für zusätzliche Verwirrung sorgt der ausgezeichnete Vincent Cassel als Night Fox (sein Capoeira-Ballett an der Laserüberwachung vorbei erhielt bei der Pressevorführung Szenenapplaus) und vor allem Catherine Zeta-Jones, die als ehemalige Flamme von Brad Pitts Rusty (isst diesmal nicht in jeder Szene, ist aber immer noch makellos gekleidet) und gerissene Europol-Agentin beinahe zur wahren Hauptfigur avanciert, während sich der Rest der Bande mit lässigen Ensembleauftritten begnügt: Jeder weiß, dass er bei Soderbergh in guten Händen ist. Ebenso wird es dem Publikum gehen, dass dankbar dafür sein wird, bei diesem herausragenden Stück Starkino spritzig und intelligent, stets gestützt von dem formidablen Score von David Holmes, unterhalten zu werden. Ganovenehrenwort. ts.

Darsteller:  George Clooney   als Danny Ocean
  Brad Pitt   als Rusty Ryan
  Matt Damon   als Linus Caldwell
  Catherine Zeta-Jones   als Isabel Lahiri
  Andy Garcia   als Terry Benedict
  Don Cheadle   als Basher Tarr
  Bernie Mac   als Frank Catton
  Casey Affleck   als Virgil Malloy
  Scott Caan   als Turk Malloy
  Vincent Cassel   als François Toulour
  Eddie Jemison   als Livingston Dell
  Shaobo Qin   als Yen
  Carl Reiner   als Saul Bloom
  Elliott Gould   als Reuben Tishkoff
  Robbie Coltrane   als Matusi
  Eddie Izzard   als Roman Nagel
  Cherry Jones   als "Molly Star"/Frau Cadwell
  Jeroen Krabbé   als Van der Woude
  Julia Roberts   als Tess Ocean
  Jared Harris   als Basher's Engineer
 
Regie:  Steven Soderbergh  
Buch:  George Nolfi  
Musik:  David Holmes  
Kamera:  Steven Soderbergh  
Produzent:  Jerry Weintraub  

"Ocean's 13" bereits in Planung

Die "Wilde 13" erobert Hollywood!

Bald wieder vereint? George Clooney und Steven Soderbergh (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Bald wieder vereint? George Clooney und Steven Soderbergh (Foto: Kurt Krieger)

Hier handelt es sich aber nicht um ein eigenes Spin-off der Piratenbande aus "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" der Augsburger Puppenkiste. Nein, das Rat Pack unserer Tage tut sich wieder zusammen.

Wenn man Berichten des Hollywood-Fachorgans "Variety" trauen darf - und im Regelfall kann man das -, dann sitzen George Clooney und der Regisseur Steven Soderbergh momentan zusammen und zerbrechen sich über einen dritten Teil der kultigen "Ocean's Eleven"-Reihe die Köpfe. Der müsste dann, nachdem das Sequel "Ocean's Twelve" hieß, folgerichtig den Titel "Oceans Thirteen" tragen.

Jetzt schlägt's 13!

Damit wird wohl in den nächsten Wochen und Monaten ein heißes Rennen in Hollywood entbrennen, wer denn nun das 13. Mitglied von Clooneys cooler Gang sein darf. Allein schon aus Publicitygründen dürfte manch ein Jungstar bereit sein, für eine solche Rolle über Leichen zu gehen.

Dabei ließ Clooney in einem früheren Interview einmal fallen, dass - sollte es zu einem weiteren Sequel kommen - er bereits genau wüsste, wer das Team verstärken würde: sein Hausschwein Max! Da Georges tierischer Liebling aber inzwischen verstorben ist, werden nun die Karten neu gemischt...

 

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