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Oliver Twist

Roman Polanskis sorgfältige und sehr persönliche Verfilmung des ersten Romans von Charles Dickens.


Oliver Twist

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Erhältlich seit:
18.09.2006

Drama

Großbritannien/Tschechien/Frankreich/Italien 2005
Laufzeit: 125 Min.
FSK: ab 12

Barney Clark
Sir Ben Kingsley
Jamie Foreman

Regie: Roman Polanski
Universum Film

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In der packenden Neuverfilmung des Dickens-Klassikers von Meisterregisseur Roman Polanski besteht der berühmteste Waisenjunge der Welt gefährliche Abenteuer.

Der kleine Oliver Twist erlebt unschöne Abenteuer (Foto: Tobis) Großansicht

Der kleine Oliver Twist erlebt unschöne Abenteuer (Foto: Tobis)

Da steht er mit seinem Bündel auf der Schulter, die Schuhe zerfetzt, die Kleider zerlumpt: Oliver Twist. Kein Geringerer als Meisterregisseur Roman Polanski wagte sich an eine frische Neuverfilmung des berühmten Romans von Charles Dickens aus dem 19. Jahrhundert. Und wie bei einem Regisseur seiner Güte nicht anders zu erwarten, gelingt Polanski nach seinem Oscar-Erfolg mit "Der Pianist" erneut ein einzigartig dichtes, stimmiges Meisterwerk, dessen Sog man sich nicht entziehen kann.

Seine großartigen Bilderwelten saugen den Zuschauer direkt ins schmutzig-schurkige London der damaligen Zeit. Zugleich trifft die auch heute noch gültige Geschichte mitten ins Herz.

Die junge Diebesbande (Foto: Tobis) Großansicht

Die junge Diebesbande (Foto: Tobis)

Auf nach London

Als Neunjähriger landet Oliver Twist, der im Waisenhaus aufgewachsen ist, im Armenhaus, wo er wie alle anderen Kinder auch hart arbeiten muss. Als er es wagt, beim kargen Abendessen um Nachschlag zu bitten, wird er an einen Leichenbestatter vermietet und haut bei Nacht und Nebel ab - Richtung London, in die Freiheit.

Doch damit kommt er nur vom Regen in die Traufe. Er schließt sich einer Bande von Straßenkindern an, die für den kauzigen und geldgierigen Gauner Fagin die reichen Londoner um ihre gut gefüllten Geldbörsen bringen. Zwar findet Oliver bei Fagin und den Jungs so etwas wie ein Zuhause und genug zu essen, aber trotzdem träumt er weiter davon, zu einer richtigen Familie zu gehören und geliebt zu werden.

Ben Kingsley als Fagin (Foto: Tobis) Großansicht

Ben Kingsley als Fagin (Foto: Tobis)

Oliver im Glück

Sein Traum scheint wahr zu werden, als er den netten Mr. Brownlow kennen lernt. Aber der gemeine Gangster Bill Sykes will Olivers Beziehung zu Brownlow ausnutzen und plant, den reichen Gentleman mit Olivers Hilfe auszurauben. Dem Jungen steht also noch so manch spannendes Abenteuer bevor, ehe er endlich sein Glück finden kann ...

Polanski konnte bei dieser atemberaubenden Verfilmung erneut mit seinem bewährten Team von "Der Pianist" zusammenarbeiten. Und so stimmt auch dieses Mal wieder alles - vom kleinsten Kostümdetail über die Rekonstruktion der Metropole mit ihren Gassen, Märkten und Pferdekutschen bis zu den exzellenten Schauspielern.

Newcomer Barney Clark überzeugt in der Rolle des Oliver genauso wie der kaum wiederzuerkennende Oscar-Preisträger Ben Kingsley als zwielichtiger Fagin - ein traumhaftes Gespann in einem mitreißenden Film, der Groß und Klein gleichermaßen begeistern wird.

Oliver Twist

Polanski meets Dickens! Polens Starregisseur schafft in dieser nunmehr fünften Leinwand-Adaption des berühmten Romans einen neuen Zugang zur klassischen Geschichte über den Waisenjungen Oliver Twist, der im 19. Jahrhundert nach einer Elendskarriere im Waisen- und Armenhaus in die Fänge einer Diebesbande gerät und das Überleben lernt. Als böser Fiesling Fagin glänzt ein kaum wiederzuerkennender Ben Kingsley.

Nach dem Erfolg von "Der Pianist" wollte Roman Polanski einen Familienfilm drehen, ein Märchen für junge Menschen und einen Film für seine eigenen Kinder. Mit "Oliver Twist", dem zweiten Roman des damals 25jährigen Charles Dickens, greift er einen zeitlosen Stoff auf - die Ausbeutung von Straßenkindern durch Kriminelle. Das Martyrium des 11-jährigen, der erst wie ein Sklave in den damals üblichen Arbeitshäusern der Gemeinde schuften musste, dann bei einem Leichenbestatter in die Lehre geht, nach London flieht und unter der Fuchtel des geldgierigen Fagin als Taschendieb arbeiten soll, ist wie ein düsterer Schicksals-Thriller inszeniert, am Ende des Alptraums steht die Erlösung - Oliver wird vom gutbürgerlichen Mr. Brownlow quasi adoptiert, bekommt ein Stück verlorene Kindheit zurück. Bis dahin schlägt sich der Findling mit allen Unbillen der Welt herum. Nicht nur Fagin hält ihn unter Kontrolle, noch skrupelloser behandelt ihn Obergauner Bill Sykes, der ihn zwingt, bei seinem Gönner Brownlow einzubrechen und nach einer Schussverletzung am liebsten loswerden möchte, sogar seine Geliebte Nancy abmurkst, als er Verrat wittert. Polanski stützt sich fast auf das ganze Team von "Der Pianist" - angefangen von Drehbuchautor Ronald Harwood, über Kameramann Pawel Edelman, Ausstatter Allan Starski, Cutter Hervé de Luze bis hin zur exzellenten Kostümdesignerin Anna Sheppard. So verwundert die Perfektion des Gesamtkunstwerks nicht. Polanski strafft die Handlungsstränge, wie im Original wechseln sich Horror und Humor ab, das Gute und das Böse. Aussagekräftig die Charaktere, angefangen von der Neuentdeckung Barney Clark in der Titelrolle, eine probate Mischung aus Naivität, Unschuld und Durchsetzungswillen, Jamie Foreman als Sykes, die Verkörperung des Brutalen schlechthin, den die göttliche Gerechtigkeit bei der Flucht auf dem Dach einholt, Leanne Rowe als warmherzige Nutte Nancy, die ihre Hilfe für Oliver mit dem Leben bezahlt, Harry Eden als gewiefter und charmanter Taschendieb Dodger. Unschlagbar Ben Kingsley: Er spielt Fagin, dessen jüdische Identität im Gegensatz zum Buch in den Hintergrund tritt, als tragische Figur zwischen berechnendem Bandenchef und mitleiderregendem Wrack, von dem sich Oliver in der Todeszelle mit Tränen verabschiedet. Auch Fagin ist ein Opfer der Gesellschaft, die ihn zum Kriminellen machte, wie die Jungs, die für ihn arbeiten. In Polanskis "Oliver Twist" stimmen die Details bis zu den Lumpen, in denen Oliver sich gen London schleppt, die Metropole mit ihren schmutzigen Gassen und lebendigen Märkten bildet eine eigenständige Figur und Edelmans Kamera gibt Außen- und Innenszenen erst die atmosphärische Dichte und eine bemerkenswerte visuelle Kraft mit exorbitanten Bilderwelten. Besonders in der Weihnachts- und Winterzeit sollte dieses Märchen die Herzen von Groß und Klein erwärmen. mk.

Oliver Twist

England, Mitte des 19. Jahrhunderts: Der junge Oliver Twist (Barney Clark) wächst in ärmlichsten Verhältnissen und ohne Wärme und Geborgenheit im Waisenhaus auf. Als er bei einem Totengräber in die Lehre geschickt wird, gelingt ihm die Flucht nach London. Doch auch in der unheimlichen Großstadt steht ihm das Glück zunächst nicht zur Seite. Er gerät in die Fänge des berüchtigten Bandenchefs Fagin (Sir Ben Kingsley), der elternlose Jungs als Taschendiebe für sich arbeiten lässt. Noch schlimmer ist der skrupellose Gauner Bill Sykes (Jamie Foreman): Er zwingt Oliver dazu, bei seinem Gönner Mr. Brownlow (Edward Hardwicke) einzubrechen, wo er auf frischer Tat ertappt wird ...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Barney Clark   als Oliver Twist
  Sir Ben Kingsley   als Fagin
  Jamie Foreman   als Bill Sykes
  Harry Eden   als Dodger
  Leanne Rowe   als Nancy
  Lewis Chase   als Charley Bates
  Edward Hardwicke   als Mr. Brownlow
  Jeremy Swift   als Mr. Bumble
  Mark Strong   als Toby Crackit
  Jake Curran   als Barney
  Ophelia Lovibond   als Bet
  Frances Cuka   als Mrs. Bedwin
  Chris Overton   als Noah Claypole
  Michael Heath   als Mr. Sowerberry
  Gillian Hanna   als Mrs. Sowerberry
  Teresa Churcher   als Charlottte
  Alun Armstrong   als Mr. Fang
  Ian McNeice   als Mr. Limbkins
  Andy de la Tour   als Arbeitshaus Direktor
  Peter Copley   als Assistent des Direktors
  Liz Smith   als Cottage Frau
  Frank Finlay  
 
Regie:  Roman Polanski  
Buch:  Ronald Harwood  
Musik:  Rachel Portman  
Kamera:  Pawel Edelman  
Produzent:  Robert Benmussa  
  Alain Sarde  
  Roman Polanski  
 

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