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Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg

Melancholisch-romantische Adaption des Alexander-Puschkin-Romans.


Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg

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Erhältlich seit:
30.11.2007

Originaltitel: Onegin

Historienfilm/ Drama

Großbritannien 1999
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Ralph Fiennes
Liv Tyler
Toby Stephens

Regie: Martha Fiennes
Winkler Film

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Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg

St. Petersburg, Anfang des 19. Jahrhunderts: Der junge adelige Lebemann und Zyniker Eugen Onegin will auf dem Landsitz des sterbenden Onkels sein Erbe antreten. Als er sich mit dem Dichter Lenskij anfreundet, lässt sich Onegin von diesem in die Gesellschaft einführen. Dabei trifft er auf Tatjana, die ihm ihre Liebe gesteht. Er aber weist deren "romantische Schwärmerei" zurück. Nach einem dramatischen Unglück geht Onegin ins Exil, um nach sechs Jahren geläutert zurückzukehren. Er trifft auf Tatjana und erkennt seine Liebe zu ihr - zu spät.

Für ihr Spielfilm-Debüt wählte Martha Fiennes, die zu den besten Werbefilmern Englands zählt, mit Puschkins Versroman "Eugen Onegin" nicht nur ein Stück Weltliteratur, sondern auch eine Starbesetzung: "Englischer Patient" und Bruder Ralph Fiennes sowie Liv Tyler ("Cookie's Fortune"), die für ihre Darstellung mit dem Russischen Kritikerpreis als Beste Ausländische Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Dennoch dürfte der optisch beeindruckende, lyrisch erzählte Film wohl nur ein literarisch geschultes Arthouse-Publikum anziehen.

Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg

Mit großer Starbesetzung hat Martha Fiennes, Schwester von Ralph und Joseph, ihren ersten Spielfilm realisiert. Und sie stützt sich dabei auf ein klassisches Stück Weltliteratur, den Versroman "Eugen Onegin" des Russen Alexander Puschkin, 1833, nur vier Jahre vor dessen Tod infolge Verletzungen beim Duell, erschienen. Mit Ralph Fiennes in der Titelrolle und Liv Tyler als unglückliche Liebende gelingt der jungen Regisseurin ein optisch beeindruckend lyrischer Film, der vor allem aufgrund der Schauspieler und der romantisch melancholischen Geschichte ein größeres Publikum interessieren könnte.

Bisher hat Martha Fiennes Werbefilme und Musikvideos gedreht und sich nach dem Filmstudium damit einen guten Namen gemacht. Glück hatte sie, daß Bruder Ralph sich in den Puschkin-Stoff verliebte und ihn ihr als Regiedebüt vorschlug. Neben der Titelrolle übernahm er auch noch die Funktion des Executive-Producer und schuf sich selbst ein cleveres Star-Vehikel. Dreharbeiten vor Ort in St. Petersburg, stimmungsvoll verschneit fotografiert von Kameramann Remi Adefarasin, geben dem Film einen Hauch von exotischer Nostalgie und literarisch solider Vertrautheit. Der Erzählrhythmus ist betont gemächlich wie das Nachdenken über eine ferne Zeit in einem anderen Land. Mainstream gewohnte Kinogänger und MTV-Freaks dürften verblüfft sein.

Die Handlung beginnt in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts in St. Petersburg. Der ziemlich arrogante Zyniker Onegin (Fiennes) hat gerade sein ganzes Vermögen verjubelt, als er vom Tod seines Onkels erfährt und dessen prächtigen Landsitz erbt. Erleichtert und zufrieden begibt er sich dorthin - und ist in dieser Umgebung natürlich völlig fehl am Platz. Er hat keinerlei Sensibilität für das Landleben und wird von den Bewohnern eher mit Feindseligkeit als mit Sympathie bedacht. Dennoch freundet er sich mit seinem Nachbarn Lensky an und besucht mit ihm dessen Verlobte Olga und deren Familie. Dort lernt er Olgas Schwester Tatyana (Tyler) kennen, von deren sensibler Schönheit er sofort bezaubert ist. Doch als er deren leidenschaftlichen Liebesbrief erhält, verschanzt er sich hinter seinem eigenen Zynismus und läßt keine romantischen Gefühle für Tatyana zu. Höflich, aber entschieden weist er ihre Liebe zurück - und sieht sich bald darauf in ein schicksalhaftes Mißverständnis mit Lensky wegen Olga verwickelt. Von ihm wird er zum Duell gefordert, und die Katastrophen sind für Onegin nicht mehr aufzuhalten. Das selbstgewählte Exil, die späte Reue über sein abweisendes Verhalten gegenüber Tatyana, der er viel zu spät doch noch seine Liebe gesteht, können Onegin zu keinem Lebensglück verhelfen.

Es ist deutlich spürbar, daß Ralph Fiennes, der mit erstaunlich kühler und gewohnt brillanter Routine den Onegin spielt, mehr als nur Ensemblemitglied und Hauptdarsteller war. Liv Tyler fehlte eine souveräne Regieautorität, die Martha Fiennes sich ganz sicher in weiterer Filmerfahrung erarbeiten wird. So bleibt dieser Onegin trotz aller russischen Teammitglieder und Petersburger Schlittenfahrten very british. fh.

Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg

Der Regisseurin Martha Fiennes gelingt mit Onegin eine wunderschöne Verfilmung einer der ganz großen Liebesgeschichten der Weltliteratur, Alexander Puschkins Eugen Onegin.
Der zynische Aristokrat Eugen Onegin, ein angesehenes Mitglied der Society von St. Petersburg im Russland des 19. Jahrhunderts erbt den Landsitz seines plötzlich verstorbenen Onkels. Kühl und reserviert steht Onegin dem Landadel gegenüber und verschmäht die Liebe der bezaubernden Nachbarstochter Tatjana. Erst Jahre später erkennt er seinen Fehler ...

Liv Tyler und Ralph Fiennes sind das unheilvolle Liebespaar Onegin und Tatjana, deren Romanze so tragisch wie schön ist. Große Gefühle und grandiose Darsteller in der Tradition von Doktor Schiwago und Der englische Patient garantieren ein außergewöhnliches Filmerlebnis.

Quelle: Winkler Film

Darsteller:  Ralph Fiennes   als Evgeny Onegin
  Liv Tyler   als Tatyana Larina
  Toby Stephens   als Vladimir Lensky
  Lena Headey   als Olga Larina
  Martin Donovan   als Prinz Nikitin
  Alun Armstrong   als Zaretsky
  Harriet Walter   als Mme. Larina
  Irene Worth   als Prinzessin Alina
  Jason Watkins   als Guillot
  Francesca Annis   als Katiusha
  Gwenllian Davies  
  Simon McBurney  
  Geoff McGivern  
  Margery Withers  
  Tim McMullan  
  Tim Potter  
  Richard Bremmer  
  Elizabeth Berrington  
 
Regie:  Martha Fiennes  
Buch:  Peter Ettedgui  
  Michael Ignatieff  
Musik:  Magnus Fiennes  
Kamera:  Remi Adefarasin  
Produzent:  Ileen Maisel  
  Simon Bosanquet  
 

Onegin - Eine Liebe in St. Petersburg in der Fotoshow

 

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Ralph Fiennes

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