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Open Water

Horrorfilm als Open-Air-Kammerspiel, der ohne Special Effects auskommt, dafür mit echten Haien schreckt.


Open Water

Leihvideo

Erhältlich seit:
15.02.2005

Thriller/ Drama

USA 2003
Laufzeit: 77 Min.
FSK: ab 12

Blanchard Ryan
Daniel Travis
Saul Stein

Regie: Chris Kentis
Universum Film

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Horrorfilm als Open-Air-Kammerspiel, das ohne Special Effects auskommt, dafür mit echten Haien schreckt.

Susan und Daniel freuen sich auf den Tauchausflug (Foto: Universum (Central)) Großansicht

Susan und Daniel freuen sich auf den Tauchausflug (Foto: Universum (Central))

Es sollte ein normaler Tauchurlaub werden. Pauschalbuchung auf die Schnelle mit Bett, Frühstück und Bootsfahrt hinaus zum Riff. Hauptsache Tauchen. Susan (Blanchard Ryan) und Daniel (Daniel Travis), machen das offenbar nicht zum ersten Mal.

Pech nur, dass der joviale Skipper zwar um keinen Spruch verlegen ist, vielleicht aber nicht ganz so gut zählen kann. Als Susan und Daniel wieder auftauchen vom halbstündigen Trip unter die Wasseroberfläche, fehlt vom Kahn jede Spur. Statt dessen nur endloser Ozean bis zum Horizont, allein das Klatschen der Wellen und der eigene Atem sind zu hören.

Alleingelassen auf offener See steigt die Verzweiflung (Foto: Universum (Central)) Großansicht

Alleingelassen auf offener See steigt die Verzweiflung (Foto: Universum (Central))

Horror-Vorstellung

Der Horror in "Open Water" kommt nicht mit der Monstermaske, dem Knalleffekt oder der Orchesterwalze. Er ist einfach da und geht nicht weg, genau wie die Haie.

Autor und Regisseur Chris Kentis realisierten für das Taschengeld von nur 140.000 Dollar dieses Open-Air-Kammerspiel von Sleeper-Format und beweisen, dass auch in Zeiten von achtstelligen Durchschnittsbudgets der Horror nicht von Stars und Special Effects lebt.

Open Water

Sommer, Sonne, Ozean. "Open Water" kommt ein bißchen zu spät für die Großen Ferien, doch der Tourismusindustrie kann das nur recht sein. Nicht ausgeschlossen nämlich, daß dieser leise, unspektakuläre Horrorfilm zum Geheimtip avanciert und ähnliche Spuren im Gemüt der Badefreunde hinterläßt wie einst "Der Weiße Hai".

Es sollte ein normaler Tauchurlaub werden. Pauschalbuchung auf die Schnelle mit Bett, Frühstück und Bootsfahrt hinaus zum Riff. Hauptsache Haie. Susan (Blanchard Ryan) und Daniel (Daniel Travis), von denen wir kaum mehr als ihre Namen erfahren, machen das offenbar nicht zum ersten Mal. Jedenfalls muss man sich die Ausrüstung nicht ausleihen, und auch die Regeln an Bord einer Aquanautenfähre kennen beide. Pech nur, dass der joviale Skipper zwar um keinen Spruch verlegen ist, vielleicht aber nicht ganz so gut zählen kann. Als Susan und Daniel wieder auftauchen vom halbstündigen Trip unter die Wasseroberfläche, fehlt vom Kahn jede Spur. Statt dessen nur endloser Ozean bis zum Horizont, allein das Klatschen der Wellen und der eigene Atem ist zu hören.

So nimmt er seinen Anfang, der Albtraum aller Sporttaucher. Bedrückend nachvollziehbar auch für Leute, die noch nie durch eine Taucherbrille sahen und das Blau der Tiefe bloß aus dem Fernsehen kennen. Auf einem wahren Fall soll sie beruhen, die Geschichte von "Open Water", und wer wollte daran zweifeln, dass dergleichen vermutlich öfter passiert, als der Presse zu entnehmen ist. Der einst gefürchtete Hai schreckt nicht mehr ab, sondern wird beim wahrhaft vollendeten Unterwasservergnügen per Hand gefüttert. Schließlich sind wir alle aufgeklärt über den "Blauen Planeten", von Hass, Cousteau und den anderen, wissen, dass der Hai keine Bestie ist und die meisten von ihnen sowieso keinen Mensch mögen. Die meisten.

"Open Water" verharrt in der Perspektive seiner ausgelieferten Protagonisten bis zur Schmerzgrenze. Warten, hoffen, bangen. Erst Mut zusprechen, dann Schuld zuweisen. Grenzenlos lieben. Die natürliche Emotionspalette. Die Nacht kommt und geht, die Situation bleibt. Es kommen Kälte, Erschöpfung und Haie, und die bleiben auch. Haie sind neugierig, stupsen fremde Dinge mit der Nase an. Taucheranzüge riechen nicht sehr appetitlich, doch die Geräusche und das unregelmäßige Strampeln der Menschen locken weitere, eher auf der Hochsee verbreitete Arten. Überhaupt: Die Strömung! Wo, wenn überhaupt, wird man Daniel und Susan wohl suchen?

Der Horror in "Open Water" kommt nicht mit der Monstermaske, dem Knalleffekt oder der Orchesterwalze. Er ist einfach da und geht nicht weg, genau wie die Haie. "Open Water" wurde bereits mit "Blair Witch Project" verglichen, und das nicht von ungefähr. Subjektive Kamera, schaukelnd statt wackelnd, unendliche Einsamkeit vermittelnd, da, wo dich niemand schreien hört, kaum greifbarer, omnipräsenter Schrecken. Das Ende wird für Kontroversen sorgen, aber das schadet nicht. "Open Water" wirkt nach, der Film im Kopf dauert länger als der auf der Leinwand. Nur 140.000 Dollar soll die Produktion gekostet haben - ein Witz nicht nur im Vergleich zu den explodierenden Kosten anderer Wasserspiele aus der Traumfabrik. Die Haie sind echt, und auch das Gefühl der Verlorenheit in einem fremden, zutiefst feindlichen Element. Horrorherz, was willst Du mehr. ab.

Darsteller:  Blanchard Ryan   als Susan
  Daniel Travis   als Daniel
  Saul Stein   als Seth
  Estelle Lau   als Estelle
  Michael E. Williamson   als Davis
  Cristina Zenarro   als Linda
  John Charles   als Junior
 
Regie:  Chris Kentis  
Buch:  Chris Kentis  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Chris Kentis  
  Laura Lau  
Produzent:  Chris Kentis  
  Laura Lau  
 

Open Water in der Fotoshow

 

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