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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.10.2008
Originaltitel: Outsourced
USA 2006
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Josh Hamilton
Matt Smith
Ayesha Dharker
Regie: John Jeffcoat
Concorde Home Entertainment

Mit sozialem Gewissen, aber unbeschwert erzählte Komödie über einen US-Manager, der im Billiglohnland Indien ein Call-Center aufbauen soll.
Obwohl es um Ernstes geht, um Menschen, die ihre Jobs verlieren oder in Armut leben, ist "Outsourced" kein Krisengipfel, der Probleme analysiert und Verursacher kritisiert. Vielmehr ist dieses Regiedebüt eine leichte Komödie, die sich für die Kollision von Kulturen und Lebensmodellen interessiert, die rücksichtslose Wirtschaftskapitäne global produzieren. Regisseur John Jeffcoats Background als Dokumentarfilmer ergänzt sich dabei mit Koautor George Wings Erfahrungen mit romantischen Komödien ("50 erste Dates").
Hauptfigur Todd (Josh Hamilton) speist gerne asiatisch. Das reicht seiner Firma als Eignungskriterium, um Todd nach der Schließung eines von ihm geleiteten Call Centers von Seattle nach Indien zu schicken. Dort soll er mit billigen einheimischen Arbeitskräften und minimalen Investitionen ein Call Center aufbauen, um die Profite für die Firma zu maximieren. Am Anfang steht der Kulturschock: Verkehrs- und Darmchaos, fremde Sitten, Schmutz, große Armut und Improvisation als Überlebensprinzip. Der Inder versteht den Amerikaner nicht, der mit Mitte 30 immer noch kein Großvater ist und die Familie nicht ehrt. Der Amerikaner wundert sich, dass Inder im Leid das Lächeln nicht verlieren und tatsächlich den Kitsch lieben, den seine Firma auf den Markt bringt. Nach der Etablierung der Unterschiede setzt der Erziehungsprozess durch die neue Erfahrung Indien ein. Sie nimmt dem Gast den Druck, hilft, die wichtigen Dinge zu erkennen. Wobei eine rehäugige Schönheit natürlich eine tragende Rolle spielt.
Dass der Film Kontroversen meidet, mit Klischees arbeitet, zu denen auch der steife Amerikaner und der dauerstrahlende Inder zählt, nimmt man ihm nicht übel. Denn liebenswert verbreitet er seinen Optimismus von der Begegnung der Kulturen, ohne märchenhafte Lösungsmodelle für alle Wunden finden zu wollen. Der Hunger wird bleiben, die Arbeitslosigkeit auch, der Fremde trotz neuer Liebe zu Land und Leute aber nicht. Und Outsourcing wird um die Welt ziehen, bis der Markt neue Gesetze diktiert. In dieser Synthese von "Lost in Translation", "Darjeeling Limited und "Glengarry Glenn Ross" geht es um Entspannung, getragen von einem zurückhaltenden Humor, der mit Beiläufigkeit und Andeutung Wirkung erzielt. kob.
Todd Anderson arbeitet als Manager in einem Callcenter, das amerikanischen Kitsch und nutzlosen Tand, wie beispielsweise Hüte in Form eines überdimensionalen Käsestücks, verkauft. Doch nun soll die Abteilung in Seattle geschlossen und durch ein neues Callcenter in Indien ersetzt werden - warum sollte die Firma teure Arbeitskräfte in den USA zahlen, wenn auch die Menschen im Billiglohnland Indien, zwar mit Akzent, aber doch sonst perfekt Englisch sprechen? Vor die Wahl gestellt, arbeitslos zu werden oder in Indien seinen Nachfolger und dessen Team einzuarbeiten, entscheidet Todd sich für Indien.
In Gharapuri wird er am Bahnhof von seinem strahlenden Nachfolger Puro begrüßt. Für Puro ist es ein Glücksfall, dass das Callcenter nach Indien verlegt wurde: Endlich verdient er genug, um heiraten zu können! Todd ist nach der langen Reise übermüdet, die Hitze setzt ihm zu und außerdem macht sich das Fruchteis, das er sich unterwegs zur Erfrischung gegönnt hat, langsam bemerkbar. Er möchte nur noch in sein klimatisiertes Hotelzimmer. Doch Puro hat andere Pläne. Er hat den amerikanischen Kollegen kurzerhand bei seiner Tante untergebracht - dort wird er sich sicherlich nicht einsam fühlen. So muss Todd erst einmal die neugierigen Fragen der indischen Gastfamilie beantworten. Alter, Gehalt, Familie - es gibt kaum einen Lebensbereich, der die freundlichen Verwandten von Puro nicht interessiert.
Die nächste Überraschung wartet im Callcenter auf Todd: Sein zukünftiger Arbeitsplatz ist ein Rohbau mitten im Nirgendwo! Wenigstens ist die technische Ausstattung vorhanden, so dass - bedingt durch die Zeitverschiebung - das Team täglich von 18 bis sechs Uhr alle Wünsche der Anrufer erfüllen kann. Allerdings ist das indische Verständnis des Dienstleistungsberufs "Callcenter-Agent" gänzlich anders als Todd dies aus den USA gewohnt ist. Die durchschnittlichen MPA (Minuten pro Auftrag) ist viel zu hoch, mit den Kunden am Telefon wird ausgiebig parliert und es kann auch schon passieren, dass sich eine Kuh in das Gebäude verirrt. Todd ist - vorsichtig ausgedrückt - verzweifelt! In den kommenden Tagen ist er damit beschäftigt, den neuen Mitarbeitern USA-Grundkenntnisse zu vermitteln: Aussprache, Smalltalk - Tempo! Der Crash-Kurs fruchtet nicht wirklich und Todd, der erst wieder aus Indien abreisen kann, wenn alles funktioniert, fürchtet bereits, die Heimat nie wieder zu sehen. Er kann sich an das Leben in Indien genauso wenig gewöhnen wie sein Verdauungstrakt an die gewürzten Speisen.
Einige Tage später landet auf dem Weg ins Callcenter ohne jede Vorwarnung ein Plastikbeutel mit Farbpulver in Todds Gesicht - es ist Holi, der indische Festtag der Farbe. Jeder bewirft jeden mit Farbbeuteln, die ganze Stadt gleicht einem Farbenmeer im Ausnahmezustand. Todd lässt sich von dem bunten Fest mitreißen. Als er schließlich im Callcenter eintrifft, hat Asha, eine auffallend hübsche und ehrgeizige Mitarbeiterin, das Steuer übernommen. Todd befördert sie spontan zum Assistant Manager und bemerkt zum ersten Mal, dass auch er von seinen indischen Mitarbeitern lernen kann.
Kurz darauf muss Todd eine Lieferung abholen, die versehentlich auf eine Insel, die ebenfalls Gharapuri heißt, verschickt wurde. Asha erklärt sich bereit, mit ihm zu kommen. Als der Motor der Fähre streikt und die Beiden in einem kleinen Küstenort fest hängen, entwickelt sich die Fahrt für Todd nach und nach zu einer Entdeckungsreise. Asha öffnet ihm die Augen für Indien - und Todd fühlt sich mit den neuen Erfahrungen erstaunlich wohl. Außerdem entdeckt er seine Gefühle für Asha. Doch ihre Liebesgeschichte ist nicht frei von Hindernissen ...
Eine erfrischende Komödie mit einem Schuss Romantik über das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Kulturen und den Weg des Einzelnen zu seinem Glück.
Quelle: Concorde
- Interview mit Josh Hamilton
- Interview mit John Jeffcoat + Impressionen von der Premiere in Berlin
- Deutscher und Original US-Kinotrailer
- Programmtipps
Quelle: Concorde
| Darsteller: | Josh Hamilton | als Todd Anderson | |
|---|---|---|---|
| Matt Smith | als Dave | ||
| Ayesha Dharker | als Asha | ||
| Larry Pine | als Bob | ||
| Asif Basra | als Purohit N. Virajnarianan | ||
| Regie: | John Jeffcoat | ||
| Buch: | George Wing | ||
| John Jeffcoat | |||
| Musik: | BC Smith | ||
| Kamera: | Teodoro Maniaci | ||
| Produzent: | Tom Gorai | ||
| David Skinner | |||
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, 2 Kinotrailer, Trailer
- Interview mit Josh Hamilton
- Interview mit John Jeffcoat + Impressionen von der Premiere in Berlin
- Deutscher und Original US-Kinotrailer
- Programmtipps

