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Owning Mahowny

Coole Charakterstudie eines der Spielsucht verfallenen Bankers, basierend auf einer wahren Begebenheit, die 1982 nicht nur die Finanzwelt in Erstaunen versetzte.


Owning Mahowny

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Erhältlich seit:
09.05.2005

Drama/ Kriminalfilm

Kanada/Großbritannien 2003
Laufzeit: 101 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Philip Seymour Hoffman
Minnie Driver
John Hurt

Regie: Richard Kwietniowski
Red Planet

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Coole Charakterstudie eines der Spielsucht verfallenen Bankers, basierend auf einer wahren Begebenheit, die 1982 nicht nur die Finanzwelt in Erstaunen versetzte.

Mahowny wird zum Stammgast im Casino (Foto: RealFiction) Großansicht

Mahowny wird zum Stammgast im Casino (Foto: RealFiction)

Toronto 1982: Dan Mahowny (Philip Seymour Hoffman) besitzt nicht einen einzigen vernünftigen Anzug, fährt einen klappernden alten Wagen und den einzigen Luxus, den er sich und seiner Freundin und Kollegin Belinda (Minnie Driver) gönnt, ist ein Wochenendausflug - nach Atlantic City.

Der scharfsinnige Angestellte wurde gerade zum Assistant Manager seiner Bank befördert. Damit kann er Kredite und Geldtransfers genehmigen. Während die boomende Wirtschaftslage zu Beginn der achtziger Jahre das Vertrauen der Finanzinstitute steigen und Sicherheitsmaßnahmen senken lässt, ist es Dan daher ein Leichtes, mit Hilfe an Phantome vergebener Kredite seine Wettschulden auszugleichen. So überweist er immer größere Summen an amerikanische Casinos.

Kollegin und auch Freundin: die blonde Belinda (Foto: RealFiction) Großansicht

Kollegin und auch Freundin: die blonde Belinda (Foto: RealFiction)

Reine Geldgier

Das macht ihn dort recht schnell zum gern gesehen Gast: Selbst nur die eigene Karriere im Blick, unterstützt Casinomanager Victor Fox (John Hurt) mit nicht minderer Besessenheit Mahownys Spielverhalten und dessen illegale Geldtransfers.

Nach seinem Debüt "Love and Death on Long Island" inszenierte Regisseur Richard Kwietniowski mit einem exzellenten Ensemble - allen voran Philip Seymour Hoffman erneut als tragischer Antiheld - ein visuell kühles Drama aus der kalkulierten Welt der Finanzen über allzu menschliche Mängel, basierend auf dem Bestseller "Stunt" des Journalisten Gary Ross.

Owning Mahowny

Als Spezialist für tragische Antihelden - wie als Gas schnüffelnder und über den Selbstmord seiner Frau in Depressionen verfallender Witwer in der Charakterstudie "Love Liza" - schlüpft Philip Seymour Hoffman in seiner zweiten tragenden Rolle wieder in die eines Süchtigen. "Owning Mahowny" erzählt die unglaublich wahre Geschichte eines bescheidenen Bankangestellten in Toronto, der bis zu seiner Festnahme 1982 die sagenhafte Summe von 10,2 Millionen Dollar unterschlug - und verspielte. Nach seinem Debüt "Love and Death on Long Island" inszenierte Regisseur Richard Kwietniowski mit einem exzellenten Ensemble ein visuell kühles Drama aus der kalkulierten Welt der Finanzen über allzu menschliche Mängel, basierend auf dem Bestseller "Stunt" des Journalisten Gary Ross.

Was das phänomenalste an dieser nur schwer für bare Münze zu nehmenden fesselnden Geschichte ist, ist die Tatsache, dass der Protagonist alles andere als faszinierend, sondern ein rechtschaffen langweiliger und durchschnittlicher Bankangestellter ist, dessen Spielleidenschaft ihn nicht zwingend interessanter macht: Diese zeigt sich weder in einem glamourös-verschwenderischen Privatleben noch in einem erwartbaren "Jekyll & Hyde"-Dasein. Dan Mahowny (Hoffman) besitzt nicht einen einzigen vernünftigen Anzug, fährt einen klappernden alten Wagen und den einzigen Luxus, den er sich und seiner Freundin und Kollegin Belinda (Minnie Driver mit sehr blonder Perücke und starker Brille und der schwächsten und farblosesten Leistung des Films) gönnt, ist ein Wochenendausflug - nach Atlantic City. Nachdem der scharfsinnige Angestellte zum Assistant Manager seiner Bank befördert und damit in die Lage versetzt wurde, Kredite und Geldtransfers zu genehmigen, während die boomende Wirtschaftslage zu Beginn der achtziger Jahre das Vertrauen der Finanzinstitute steigen und Sicherheitsmaßnahmen senken lässt, ist es Dan ein Leichtes, seine Wettschulden mit Hilfe an Phantome vergebener Kredite auszugleichen bzw. immer größer werdende Summen an amerikanische Casinos zu überweisen. Was ihm dort recht schnell zum gern gesehen Gast macht: Selbst nur die eigene Karriere im Blick, unterstützt Casinomanager Victor Fox (John Hurt) mit nicht minderer Besessenheit Mahownys Spielverhalten und dessen unentdeckte Geldtransfers. Doch Luxussuite, Limousine und die ihm angebotenen Nutten sind Dan so was von gleichgültig: Seine zurückhaltende Persönlichkeit bleibt konstant wie seine Beharrlichkeit an den Spieltischen, auf denen er schließlich eine unterschlagene Summe von 10,2 Millionen Dollar ausbreitet!

Schwitzend und mit gewohnt müder Mine spielt Hoffman den konzentrierten und zielbewussten Mann, der in vielerlei Hinsicht tot und gefühllos wirkt und nicht einmal den Nervenkitzel des Gewinnens auf seinem Gesicht erkennen lässt. Sein "Gegner" John Hurt, der in Kwietniowskis "Long Island" eine seiner besten Leistungen lieferte, beeindruckt mit abschreckender aber sehr menschlicher Natur, mit der er die Krankheit des anderen ausnutzt, aber gleichzeitig und gelegentlich ein Zeichen der Bewunderung oder gar des Bedauerns aufflackern lässt, als dessen Glück endet. Ebenso präzise ist die sterile Inszenierung der Welt des Finanzen - auf der einen Seite innerhalb des seriösen Geldinstituts und auf der anderen in dem ebenso organisierten System der Spielwelt - durch Kameramann Oliver Curtis, der die unpersönliche Atmosphäre mit voyeuristischen Aufnahmen aus Überwachungskameras der Bank, des Casinos und später der Polizei unterstreicht. Ein fesselnder Techno-Jazz-Score sorgt für coole Ästhetik und macht den beinahe undramatisch inszenierten Höhepunkt des Films, der beweist, dass sogar ein Spielgewinn von zehn Millionen Dollar nicht zwangsläufig Befriedigung verschafft, so atemberaubend spannend, wie das Leben selbst, das diese wahrlich unglaubliche Geschichte erzählt. cm.

Darsteller:  Philip Seymour Hoffman   als Dan Mahowny
  Minnie Driver   als Belinda
  John Hurt   als Victor Foss
  Maury Chaykin   als Frank Perlin
  Sonja Smits   als Dana Selkirk
  Ian Tracey   als Ben Lock
  Roger Dunn   als Bill Gooden
  Jason Blicker   als Dave Quinson
  Chris Collins   als Bernie
  Judi Embden   als Kellnerin Atlantic City
  M.J. Kang   als Sekretärin
  Mike "Nug" Nahrgang   als Parkwächter
  Joseph Scoren   als Inspektor
  Makyla Smith   als Mädchen Autoverleih
 
Regie:  Richard Kwietniowski  
Buch:  Maurice Chauvet  
Musik:  The Insects  
  Richard Grassby-Lewis  
  Jon Hassell  
Kamera:  Oliver Curtis  
Produzent:  Alessandro Camon  
  András Hámori  
  Seaton McLean  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Philip Seymour Hoffman

Vielfach prämierter US-Charakterdarsteller u.a. für seine Titelrollen in "Capote" oder "The Master". Von ungeheurer Präsenz...

 

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Minnie Driver

Die Frauen, die sie spielt, sind mutig, fröhlich emanzipiert, selbstbewusst, offen für neue Erfahrungen und genießen ihre leicht rundliche...