DVD (Special Edition, 2 Discs) Kaufvideo

Pakt der Wölfe

Wilder Mix aus Action, Horror und Kostümfilm über eine geheimnisvolle Bestie, die im 18. Jahrhundert eine französische Provinz heimsucht.


Pakt der Wölfe (Special Edition, 2 Discs)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
15.11.2011

Originaltitel: Le pacte des loups

Action/ Horror

Frankreich 2001
Laufzeit: 137 Min.
FSK: ab 16

Samuel Le Bihan
Mark Dacascos
Emilie Dequenne

Regie: Christophe Gans
Planet Media Home Entertainment

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Wilder Mix aus Action, Horror und Kostümfilm über eine geheimnisvolle Bestie, die im 18. Jahrhundert eine französische Provinz heimsucht.

Die Angriffe kommen von allen Seiten (Foto: Helkon) Großansicht

Die Angriffe kommen von allen Seiten (Foto: Helkon)

Frankreich im 18. Jahrhundert. Mehr als 100 Menschen wurden bereits von der Bestie von Gevaudan aufs Grausamste getötet, als sich Haudegen Fronsac (Samuel Le Bihan) zusammen mit dem Indianer Mani (Mark Dacascos) aufmacht, um das Untier zur Strecke zu bringen.

Umgeben von Mauern des Schweigens müssen sich die mutigen Kämpfer nicht nur des Monsters, sondern auch Gegnern aus den unterschiedlichsten Lagern des Feudalstaats erwehren. Nur ein junger Edelmann, die Prostituierte Sylvia (Monica Bellucci) und die ätherische Schönheit Marianne (Emilie Dequenne) unterstützen die Unerschrockenen.

Und wieder wurde eine Leiche gefunden (Foto: Helkon) Großansicht

Und wieder wurde eine Leiche gefunden (Foto: Helkon)

Fantasy-Epos

Trotz eines vergleichsweise bescheidenen Budgets von 35 Millionen Dollar gelang Christophe Gans ein mit Action, Tricktechnik und Massenszenen vollgepackter Fantasy-Coup. Gekonnt plündert er diverseste Genres, gibt noch einen Schuss Musikvideo-Ästhetik hinzu, und fertig ist das rasante Epos um Loyalität und Heldenmut.

Mark Dacascos und Samuel Le Bihan brillieren in Sachen Kampfkunst, während Monica Bellucci als Kurtisane für die makellose Optik zuständig ist.

Pakt der Wölfe (Special Edition, 2 Discs)

Wenn "Sleepy Hollow" auf "Matrix" trifft und im Vorübergehen noch lustvoll Leihgaben beim Kostümfilm, Western, Märchen und "Mad Max" genommen werden, dann stehen die Chancen gut, dass man es mit Christophe Gans' zweiter Regiearbeit nach seiner Comic-Verfilmung "Crying Freeman" zu tun hat, ein prall gefülltes Fantasy-Epos über die blutige Schreckensherrschaft einer mythischen Bestie, die Mitte des 18. Jahrhunderts eine ganze Region Frankreichs in Atem hält. Mit der Konkurrenz aus Hollywood kann diese wilde Überdosis Popcorn-Kino - von Produzent Samuel Hadida mit einem Budget von 35 Mio. Dollar realisiert - mühelos mithalten.

Die Energie von Hongkong-Action, die Opulenz französischer Historienfilme, die Coolness des Spaghetti-Western, die Drastik des Splatterfilms, die düstere, bedeutungsschwangere Symbolik des Märchens, der Existenzialismus des Samuraifilms - Christophe Gans - ehedem Herausgeber des Fanmagazins "Starfix" - ist als Zutat alles recht, was ihm bei der Umsetzung seiner Vorstellung vom totalen Kino behilflich sein könnte. Und so hat er freizügig zugegriffen im Selbstbedienungsladen der Kino-Ikonographie, um aus den unmöglichsten Elementen einen Film zu zimmern, der nach allen Regeln der Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren dürfte. Aber Gans' unerschütterlicher Enthusiasmus und grenzenloser Glaube an seine wüste, unentwegt Haken schlagende Genremutation voller Mysterien, Mythen, Monster, Magie und Verschwörungen lässt dem Zuschauer keine andere Wahl, als auch dann noch gebannt zu bleiben, wenn der Filmemacher sein Blatt hoffnungslos überreizt. Wenn man förmlich sieht, dass jetzt alles aus den Nähten platzt und das verwegene Konstrukt mit seinen unerschrockenen Helden, wortkargen Sidekicks, geheimnisvollen Schönen, unschuldigen Maiden und sinister schnarrenden Bösewichten eigentlich in sich zusammenfallen müsste wie ein Hefekuchen. Alles ist groß, bigger than life auf dem Planet Gans: die Figuren, die Handlung, die Action, die Emotionen - genussvoll schießt er auch über sein Ziel hinaus, will er mehr als er tatsächlich umsetzen kann. Aber gerade deshalb macht "Brotherhood of the Wolf" unbändigen Spaß: Alles ist möglich, und die Fantasie des Machers ist stets überbordender als die eigene.

Ausgehend von der bis heute ungeklärten Legende der Bestie von Gevaudan, die zwischen den Jahren 1764 und 1767 mehr als 100 Menschen tötete und nie gefasst wurde, entwickelt Gans sein gotisches Verschwörungsszenario irgendwo im Wünschelrutenland zwischen dem Look von "Sleepy Hollow" und der technischen Umsetzung von "Matrix". Der mit allen Wassern gewaschene Haudegen Fronsac (Samuel Le Bihan aus "Schöne Venus" wie ein junger Christophe Lambert) und sein Begleiter, der kanadische Indianer Mani (Mark Dacascos, Gans' Titelheld in "Crying Freeman", mit beeindruckender Kickbox-Vorstellung), sollen im Auftrag des Königs ermitteln, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens und müssen sofort in vielfältiger Weise an mehreren Fronten kämpfen: gegen die geheimnisvolle Bestie; gegen die misstrauischen Oberen der Region; gegen eine Zusammenrottung schwer bewaffneter Tunichtgute; gegen das Militär vor Ort; schließlich auch noch gegen den eigenen Auftraggeber. Hilfe können sie nur von einem jungen Edelmann erwarten, der die Geschichte rückblickend - mit dem eigenen Tod im Angesicht - erzählt, sowie von der mysteriösen Prostituierten Sylvia ("Malèna"-Star Monica Bellucci) und der zarten Marianne (Emilie Dequenne aus "Rosetta"), in die sich der Chevalier verliebt, für die aber auch ihr einarmiger Bruder Jean-Francois ("Dobermann" und Bellucci-Ehemann Vincent Cassell als herrlich diabolischer Bad Guy) stärkere Gefühle hegt als er sollte.

Mit einigen aus der Welt des Musikvideos geklauten Gimmicks wie der Verlangsamung und Beschleunigung des Bildes und ohne guten Grund eingeworfenen Kampfsequenzen überbrückt Gans die konventionelle Zeit der Einleitung. Dann kommt es zur ersten Konfrontation mit der Bestie. Von da an lässt der Regisseur seinen Film nicht mehr zu Ruhe kommen, bis der letzte Schurke im halbstündigen Showdown das bekommen hat, was er verdient und die Helden der neuen Welt entgegensegeln. Eine Prophezeiung, die sich vermutlich auch für den Regisseur erfüllen wird: Eine bessere Visitenkarte für eine große Hollywood-Karriere hat in den letzten zehn Jahren wahrlich noch kein anderer Europäer abgegeben. ts.

Darsteller:  Samuel Le Bihan   als Grégoire de Fronsac
  Mark Dacascos   als Mani
  Emilie Dequenne   als Marianne de Morangias
  Vincent Cassel   als Jean-Francois de Morangias
  Monica Bellucci   als Sylvia
  Jérémie Renier   als Marquis Thomas d'Apcher
  Jean Yanne   als Le Comte de Morangias
  Jean-François Stévenin   als Henri Sardis
  Hans Meyer   als Marquis d'Apcher
  Edith Scob   als Mme De Morangias
  Jacques Perrin  
  Johan Leysen   als Gouverneur Beauterne
  Erwan Baynaud  
  Emanuel Booz  
  Jean-Claude Braquet  
  Pierre Castagne  
  Virginie Darmon  
  Eric Delcourt  
  Christelle Droy  
  Bernard Farcy  
  Jean-Paul Farré  
  Bernard Fresson  
  François Hadji-Lazaro  
  Daniel Herroin  
  Delphine Hivernet  
  Philippe Nahon  
  Nicolas Vaude  
  Nicky Naude  
  Eric Prat  
  Jean-Loup Wolff  
  André Penvern  
  Frankie Pain  
  Karin Kriström  
  Juliette Lamboley  
 
Regie:  Christophe Gans  
Buch:  Christophe Gans  
  Stéphane Cabel  
Musik:  Lo Joseph Duca  
Kamera:  Dan Laustsen  
Produzent:  Richard Grandpierre  
  Samuel Hadida  

Blu-ray-Premiere für "Memento"

Am 25. Januar veröffentlicht Planet Media "Memento" erstmals auf Blu-ray. Der Film ist Teil eines Library-Pakets der ehemaligen Helkon.

Erstmals hochauflösend: "Memento" Großansicht

Erstmals hochauflösend: "Memento"

Planet Media Home Entertainment veröffentlicht am 25. Januar 2011 "Memento" zum ersten Mal auf Blu-ray. Aktuell ist nur eine Kaufversion geplant, eine Entscheidung über eine Rental-Version ist noch nicht gefallen.

"Memento" ist Teil eines Paketes von ehemaligen Helkon-Filmen, das Planet Media sich gesichert hat. Im nächsten Jahr werden weitere Titel folgen, darunter "Pakt der Wölfe". Neben der Blu-ray-Fassung von "Memento" folgt auch noch eine neue DVD-Version des Klassikers des Independentkinos.

 

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