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Kaufvideo
Erhältlich seit:
11.07.2008
Originaltitel: Palmetto
Deutschland/USA 1998
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 16
Woody Harrelson
Elisabeth Shue
Gina Gershon
Regie: Volker Schlöndorff
Warner Home Video Germany

"Immer Ärger mit Harry" lautet das Motto dieser James-Hadley-Chase-Adaption, mit der Volker Schlöndorff zugänglicher denn je und befreit von literarischem und politischem Ballast Kurs auf den internationalen Markt nimmt. Dabei tendieren die Abenteuer des mit überschaubaren Geistesgaben gesegneten Reporters und Ex-Häftlings Harry Barber gleichermaßen in Richtung Komödie und Hommage an Hollywoods Schwarze Serie.
Humorvolle Züge sind in den harten Kriminalgeschichten von Chase ebensowenig exotisch wie ihre Verfilmung durch europäische Regisseure. Chase schrieb seine in den USA angesiedelten Krimis aus der Distanz seiner britischen Heimat - vielleicht ein Grund, warum französische Regisseure wie Julien Duvivier ("Der Mann im Regenmantel", 1956) oder Henri Verneuil ("Im Rausch der Sinne", 1957) keine Berührungsängste mit diesen vermeintlich uramerikanischen Stoffen hatten. Schlöndorffs Affinität zur Vorlage begründet sich wohl in seinem schon lange gehegten Wunsch nach der Inszenierung eines Film noir wie auch in den oberflächlichen Parallelen, die sich zu seinem letzten Projekt "Der Unhold" ergeben. Wie dessen Protagonist hat auch Harry Barber (Woody Harrelson) Züge eines tumben Toren, der verführt wird - hier jedoch von materiellen und sexuellen Reizen. Zwei Jahre hat der Reporter unschuldig hinter Gittern verbracht, wodurch sein Glaube an den richtigen Lebenswandel verringert und sein erotischer Nachholbedarf vergrößert wurde. Als Rhea Malroux (Elisabeth Shue), die junge Frau eines todkranken Millionärs (unterfordert: Rolf Hoppe) mit 50.000 Dollar und laszivem Bodywork lockt, gibt Harry trotz glücklicher Beziehung zu Freundin Nina (Gina Gershon) beiden Versuchungen nach. Doch die vorgetäuschte Entführung von Malroux' Tochter (bad kid: Chloe Sevigny, zuletzt in "Trees Lounge" auf Männerfang) entwickelt sich vom vermeintlichen Kinder- zum Todesspiel. Ein klassisches, sich im schwülen Klima Floridas ausschwitzendes Noir-Szenario also, mit Shue in eher untypischer Rolle als Lust-Käfer mit Anleihen bei Norma Desmond ("Boulevard der Dämmerung"), und Gershon als ungewohnt bürgerliches Mädchen. Vergleichsweise konventionell besetzt ist dagegen Harrelson, dessen Desorientierung Schlöndorff mit Slapstick-Einlagen eher unnötig unterstreicht. Wie dieser Schläfer trotz gelegentlicher Wachphasen immer tiefer in die Katastrophe schlittert, ist vor allem in der ersten Hälfte unterhaltsam in Szene gesetzt, benötigt jedoch in der mit Plotwendungen spendablen zweiten Hälfte angesichts diverser Unglaubwürdigkeiten (auf Sevignys TV-Gerät läuft ironisch kommentierend OMC' Video "How Bizarre") vom Zuschauer erhöhte Toleranz. Dennoch ist dies Schlöndorffs leichtverdaulichster Film, der einmal nicht mit der Schwerkraft seiner Botschaft, sondern der Anziehungskraft seiner Stars lockt. kob.
Eine fingierte Entführung einfädeln, das Lösegeld kassieren, davon 10 Prozent einstecken und das Leben genießen: Passt doch. Es hieß, der Plan würde wie am Schnürchen klappen. Doch dann läuft Harry Barber die Zeit davon. Woody Harrelson spielt den Herumtreiber Harry, der in Florida auf eine geheimnisvolle Blondine hereinfällt - aus dem Gauner wird schnell der Sündenbock, als der Kidnapping-Coup aus dem Ruder läuft. Geschickt steigert Regisseur Volker Schlöndorff (Die Blechtrommel, Die Geschichte der Dienerin) die Spannung, als Harry verzweifelt versucht, das undurchsichtige Komplott zu entwirren: Drei Frauen (Elisabeth Shue, Gina Gershon, Chloe Sevigny), falsche Identitäten, Leichen und eine Kette von Indizienführen ihn an einen Abgrund, von dem er nur noch sehr tief stürzen kann.
Quelle: Warner Home Video
US-Kinotrailer
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Woody Harrelson | als Harry Barber | |
|---|---|---|---|
| Elisabeth Shue | als Rhea Malroux | ||
| Gina Gershon | als Nina | ||
| Chloë Sevigny | als Odette Malroux | ||
| Michael Rapaport | als Donnelly | ||
| Rolf Hoppe | als Felix Malroux | ||
| Tom Wright | als John Renick | ||
| Chazz Palminteri | |||
| Heinz Hoenig | |||
| Regie: | Volker Schlöndorff | ||
| Buch: | E. Max Frye | ||
| Musik: | Klaus Doldinger | ||
| Kamera: | Thomas Kloss | ||
| Produzent: | Matthias Wendlandt | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 5.1, Spanisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dänisch, Dt. f. Hörg., Engl. f. Hörg., Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Trailer
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