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Kaufvideo
Erhältlich seit:
05.06.1999
USA 1995
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6
William Forsythe
Vincent Gallo
Adam Trese
Regie: Alan Taylor
e-m-s sales
Palookaville, der Titel ist Programm. Das Wort heißt übersetzt Ort der Spinner, Ort der Tagträumer, und weist somit gleich die Richtung des Films. Im Brennpunkt stehen drei arbeitslose Männer, die von einem aller Sorgen entledigenden Coup träumen, jedoch keinerlei Voraussetzungen mitbringen, einen solchen durchzuziehen. Regisseur Alan Taylors mit leichter Hand in Szene gesetztes Komödiendebüt wurde bei den letztjährigen Filmfestspielen von Venedig als bester Erstlingsfilm ausgezeichnet.
Große Rosinen haben sie im Kopf, die Freunde Russ, Sid und Jerry, die in New Jersey in den Tag hineinleben. Daß sie aber tatsächlich nur kleine Brötchen backen, wird gleich zu Beginn des Films deutlich. Als sie nämlich bei einem Juwelier einbrechen wollen und dafür ein Loch durch die Wand bohren, landen sie - ihre Berechnungen waren wohl irgendwie falsch - in einer Bäckerei. Doch auch durch diesen Fehlschlag lassen sie sich nicht von ihrem Plan abbringen, mittels eines gewagten Raubüberfalls an das große Geld zu kommen. Und um für den Tag X ordentlich vorbereitet zu sein, sieht sich das Trio Richard Fleischers "Armored Car Robbery" (1950) auf Video an.
"Palookaville", zu dem sich der Drehbuchautor David Epstein von drei Italo-Calvino-Geschichten und Mario Monicellis "Diebe haben's schwer" (1958) beeinflussen ließ, lebt vor allem von der stimmigen Atmosphäre. Taylor versteht es, den Kleinbürgermief, in dem sich seine Hauptfiguren bewegen, auf der Leinwand sichtbar zu machen. Als geborene Verlierer treten Russ und Co. in jedes nur denkbare Fettnäpfchen und haben auch mit der holden Weiblichkeit so ihre Probleme. Dabei denunziert der Regisseur seine Anti-Helden nie, er porträtiert sie vielmehr als liebenswerte Zeitgenossen, die sich ganz einfach in einer hektisch und moderner gewordenen Welt nicht mehr zurechtfinden. Für diese Welt, das altbackene, nostalgische Jersey City, in das die Neuzeit inzwischen Einzug gehalten hat, findet der Kameramann John Thomas wunderbare Bilder, in denen warmes Braun und Grün plötzlich von grellen Neonlichtern durchbrochen wird. Überzeugend zudem das Spiel der drei Hauptfiguren. Vincent Gallo als Russ meistert präzise den Part des harten Jungen, ohne dabei zu einem ernstzunehmenden Ganoven zu werden, Adam Trese glänzt als gebeutelter Ehemann, und der liebenswerte William Forsythe gewinnt als verlassener Gatte spielend sowohl das Herz der Betreiberin eines Second-Hand-Ladens als auch das der Zuseher.
Arsenal hat hier eine wohltuend intelligente Komödie im Verleih, die ganz ohne Spektakel, grelle Effekte und bekannte Namen auskommt. Letztgenannter Punkt macht jedoch ein entsprechendes Marketing schwierig und läßt wohl nur eine kleinere Auswertung in Gilde-Kinos zu. geh.
| Darsteller: | William Forsythe | als Sid | |
|---|---|---|---|
| Vincent Gallo | als Russ | ||
| Adam Trese | als Jerry | ||
| Gareth Williams | als Ed | ||
| Lisa Gay Hamilton | als Betty | ||
| Bridget Ryan | als Enid | ||
| Kim Dickens | |||
| Frances McDormand | |||
| Suzanne Shepherd | |||
| Nicole Burdette | |||
| Robert LuPone | |||
| Sam Coppola | |||
| Regie: | Alan Taylor | ||
| Buch: | David Epstein | ||
| Musik: | Rachel Portman | ||
| Kamera: | John A. Thomas | ||
| Produzent: | Uberto Pasolini | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: 4:3
Extras: Kapiteleinteilung, Infos
Star
William Forsythe
Untersetzt, rundlich und vom Typus des gefährlichen Gangsters, gelang William Forsythe, der in Filmografien auch unter Bill Forsythe zu...
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Frances McDormand
Hochschwanger und in ihre Uniform gezwängt, stapfte sie als Sheriff des Provinzkaffs Brainerd durch den Schnee und löste mit einer...
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